Informationen und Wissen für die Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche Registrieren Abo Einloggen
Rotes Informations-Icon
Passwort vergessen? Kein Konto? Kostenlos registrieren...

dvb-aktuell

dvb-aktuell vom 22.09.2016

600 Millionen Euro zu viel für die Kfz-Versicherung

Werden Versicherungsprämien in Raten gezahlt, stellen Versicherer in der Regel einen Ratenzahlungszuschlag in Rechnung. Das ist vielen Verbrauchern jedoch nicht bewusst. So zahlt nahezu jeder zweite zu viel für seine Autoversicherung, da monatlich oder vierteljährlich gezahlt wird.

Werden Versicherungsprämien in Raten gezahlt, stellen Versicherer in der Regel einen Ratenzahlungszuschlag in Rechnung. Das ist vielen Verbrauchern jedoch nicht bewusst. So zahlt nahezu jeder zweite zu viel für seine Autoversicherung, da monatlich oder vierteljährlich gezahlt wird.

Durch die Ratenzahlung werden Mehrkosten von mehr als 30 Euro im Jahr fällig. Auch halbjährliche Zahlungsweise, welche rund jeder zehnte Autofahrer nutzt, ist mit 14 Euro im Jahr teurer als die jährliche Zahlung der Prämie. Die Versicherungsgesellschaften stört es wenig. Schließlich kommt durch die „komfortable“ Ratenzahlung ein Mehrumsatz von rund 600 Mio. Euro zustande.

Im Durchschnitt zahlen Versicherte für ihre Kfz-Versicherung rund 400 Euro im Jahr. Fast jeder zweite zahlt die Prämien in Raten. Hier steht wohl die komfortable Zahlung der Prämie in Frage. Viele wünschen den Abzug in monatlichen Raten, da auch das Gehalt so gezahlt wird. Eine einmalige Zahlung im Jahr ist für viele Versicherte einfach zu viel, bzw. lässt sie sich nicht genug planen. Den Aufschlag von rund 8 Prozent für monatliche oder vierteljährliche Zahlungsweise nehmen die meisten Versicherten so in Kauf. Die Kfz-Versicherung wird dadurch im Schnitt um 32 bzw. 35 Euro teurer. Auch die halbjährliche Zahlungsweise ist mit 3,4 Prozent im Schnitt teurer – hier sind es immerhin noch 14 Euro Aufschlag.

Der Tipp von Experten ist hier häufig, die Raten zu Beginn des Jahres zu zahlen und die Ersparnis von rund 30 Euro im Jahr vereinnahmen. Wer den Betrag nicht auf einmal zahlen kann, sollte im Vorjahr das Geld monatlich auf einem Tagesgeldkonto ansparen.

Interessant ist auch zu wissen, dass manche Versicherer keine monatliche Zahlungsweise anbieten. Wer also auf einem Vergleichsportal mit monatlicher Zahlungsweise vergleicht, hat deutlich weniger Tarife zur Auswahl, so Finanztip-Expertin Annika Krempel.

Am höchsten ist die Ersparnis natürlich für Vollkasko-Versicherte, da der Beitrag höher ist. Somit sparen diese auch am meisten. Laut GDV sind in Deutschland 44 Prozent der Autos vollkaskoversichert. Neben einem guten Versicherungsschutz sollten Kfz-Versicherte deshalb auch auf die Zahlungsweise achten. Diese Ersparnis ist sicher.

Bald ist es wieder soweit und die Versicherten können nach neuen Kfz-Versicherungen Ausschau halten. Die Versicherungsverträge laufen in der Regel bis zum Ende des Kalenderjahres. Eine fristgerechte Kündigung ist bis Ende November möglich. Bis zu diesem Zeitpunkt ist auch das Potential für Vermittler am Größten, da Kfz-Versicherungen einen „Türöffner“ beim Kunden darstellen. Auf einen nahtlosen Übergang sollten die Versicherten achten – denn schließlich ist die Kfz-Versicherung in Deutschland Pflicht.

Quelle: Finanztip Verbraucherinformation


dvb-Pressespiegel: aktuelle Meldungen
Erhalten Sie täglich die 8 wichtigsten Meldungen zu Versicherungs- und Finanzthemen.
Hier anmelden:
dvb-Newsletter: die Entscheidungshilfe!
Psychonomics: 1. Platz Aktualität / 2.Platz Entscheidungsrelevanz für Versicherungs- und Finanzmakler
 
AGB | Datenschutz | Hilfe | Impressum | Sitemap | Team | Werbung & Preise

© deutsche-versicherungsboerse.de