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dvb-aktuell vom 14.04.2011

Buchrezension 2025 – Die Versicherung der Zukunft: Versicherung und Zukunft – ein Widerspruch?

Was hindert uns daran, darüber nachzudenken, wie unsere Versicherungswelt 2025 aussehen könnte? Warum warten wir auf äußere Zwänge anstatt zu gestalten? Dieses und anderes fragt Volker Andelfinger, der sich in seinem neuen Buch „Die Versicherung der Zukunft“ Gedanken über die Versicherungen im Jahr 2025 gemacht hat.

Die Versicherungsbranche sah sich in den vergangenen Jahren einem wahren Gewitter an äußeren, meist gesetzlichen Einflüssen ausgesetzt. Irgendetwas gab es immer zu tun, auf irgendwelche Dinge musste reagiert werden. Ob Vermittler-Richtlinie und die VVG-Reform – die zuletzt sicherlich massivsten Eingriffe. Die Branche schien damit mehr als ausreichend beschäftigt zu sein, einiges wirkt noch nach und neue gesetzliche Regelungen stehen ins Haus.

Und da schreibt dann jemand ein Buch mit dem Titel „2025 – Die Versicherung der Zukunft“. Der Autor, Volker P. Andelfinger, wagt den Blick in die Glaskugel und beschreibt Szenarien, die noch 15 Jahre in der Zukunft liegen. Wer ihn kennt, weiß, dass er diese Jahreszahl gewählt hat, obwohl er eigentlich davon überzeugt ist, dass einige der beschriebenen Themen aus seinem nunmehr dritten Werk durchaus schon reichlich früher Realität werden können.

Andelfinger ruft dazu auf, sich bereits jetzt proaktiv mit der Gestaltung der Versicherung der Zukunft auseinander zu setzen, was im krassem Gegensatz dazu steht, wie die Assekuranz heute auf die meisten Beobachter wirkt: konservativ und von äußeren Einflüssen getrieben. Natürlich planen auch heute die Versicherer ihre Zukunft. Doch wer wagt es, länger als drei oder fünf Jahre in die Zukunft zu blicken? Meistens beschränkt sich dieser Blick ohnehin auf Produktionsergebnisse und erhoffte Wachstumsraten.

Doch welcher Versicherer schaut aufmerksam und interessiert auf die Trends unserer Zeit? Wer achtet tatsächlich auf die sich in anderen Branchen entfaltenden Aktivitäten? Wer von den Versicherungsunternehmen zieht tatsächlich Rückschlüsse aus Trends und Beobachtungen, wer überträgt Gedanken, Erkenntnisse und Vorgehensweisen jenseits des Tellerrandes auf das eigene Unternehmen?

Genau darum geht es in diesem soeben im Verlag Versicherungswirtschaft erschienenen Buch. Andelfinger bringt selbst Themen wie Robotik in einen Bezug zu Versicherungsthemen. Zum Teil erscheinen die Ansätze auf den ersten Blick gewagt, aber bei genauerer Betrachtung und aufmerksamer Verfolgung der um uns herum ablaufenden, insbesondere technischen Entwicklung, muss man Norman Mailer durchaus Recht geben: „Was man heute als Science-Fiction beginnt, wird man morgen vielleicht als Reportage zu Ende schreiben müssen“. Übrigens eines von vielen sorgfältig ausgewählten Zitaten, welche die einzelnen Themenblöcke des Buches begleiten.

Das Buch mit seiner als Rahmenhandlung gestalteten Geschichte über die Arbeit eines Vermittlerbüros im Jahr 2025 erweckt einerseits einen unterhaltsamen Eindruck, ist auf der anderen Seite mit den jeweiligen fachlichen Themenblöcken eine inspirierende Lektüre für Mitarbeiter und Entscheidungsträger der Branche, die sich mit den enthaltenen Anregungen aktiv zur Gestaltung der Zukunft auseinandersetzen wollen. Und dabei kommen durchaus auch kritische Töne zum Vorschein.

Angereichert ist das Werk mit einem Exkurs zum Thema Mensch und moderner Arbeitsplatz. Der Autor macht sich Gedanken, warum wir in Deutschland jedes Jahr eine mittelgroße Stadt in Frührente schicken und was wir in Firmen und der Gesellschaft ändern könnten, zum Beispiel auch um dem Fachkräftemangel von dieser Seite her zu begegnen.

Das Buch kann beim Verlag Versicherungswirtschaft (http://vvw.de) bezogen werden. Interessierte Versicherer haben laut Andelfinger außerdem die Möglichkeit, das Werk als Corporate Book herstellen zu lassen.

Friedel Rohde


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