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dvb-aktuell vom 12.09.2016

Freunde können Demenzkranken helfen

Meist bleiben Menschen mit Demenz nur noch die Angehörigen als Bezugspersonen. Dabei sind gerade Freunde sehr wichtig. Diese müssen sich aber trauen, auf die Demenzkranken zuzugehen. Doch meist wird der Kontakt zu Freunden weniger. Wie sollten Angehörige und Freunde mit Demenzkranken im persönlichen Umfeld umgehen?

Meist bleiben Menschen mit Demenz nur noch die Angehörigen als Bezugspersonen. Dabei sind gerade Freunde sehr wichtig. Diese müssen sich aber trauen, auf die Demenzkranken zuzugehen. Doch meist wird der Kontakt zu Freunden weniger. Wie sollten Angehörige und Freunde mit Demenzkranken im persönlichen Umfeld umgehen?

Laut Deutscher Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) sind schon heute 1,6 Mio. Menschen an Demenz erkrankt – Tendenz steigend. Bis 2050 könnte die Zahl auf rund 3 Mio. Menschen ansteigen, so die Prognose der Experten. Deshalb sollten schon heute viele wissen, was Demenz ist und wie man auf die Erkrankten zugehen kann – ohne Berührungsängste. Die Zuwendung von vertrauten Personen des persönlichen Umfelds ist für Demenzkranke besonders wichtig. Hilfslosigkeit und Unsicherheit macht jedoch vielen Freunden und Bekannten zu schaffen. Es stellt sich immer mehr die Frage, was die Menschen mit den Demenzkranken unternehmen können, die sich nur schlecht orientieren können oder welche Gesprächsthemen man wählen soll, da sich der Demenzkranke nicht mehr an die vergangenen Wochen erinnern kann.

Was macht eine Demenzerkrankung aus? Mit der Zeit verlieren Demenzkranke ihre geistigen, emotionalen und sozialen Fähigkeiten, sowie die Sprache – bis zum Verlust der Persönlichkeit. Meist beginnt die Erkrankung jedoch mit Kleinigkeiten wie Zerstreutheit, Schwierigkeiten beim Finden von treffenden Wörtern oder Probleme mit der Orientierung. Treffende Beispiele für die ersten Anzeichen einer Demenzerkrankung sind, wenn ein Stammtischkollege plötzlich nicht mehr das Stammlokal findet oder im Sommer mit Wintermantel aufkreuzt, so der Gesundheitsexperte Dr. Wolfgang Reuter. Wichtig ist hier für alle Angehörigen und Freunde, sollten sich Verhaltensweisen weiter bestehen bleiben oder sich verschlechtern, sich nicht zurückzuziehen. Gespräche mit Familie und Freunden können helfen, die Situation richtig einzuschätzen. Ist die Krankheit erkannt, helfen Medikamente, das Fortschreiben der Krankheit zu verlangsamen. Findet der Demenzkranke im Umfeld Verständnis für sich und seine Krankheit, ist es auch noch jahrelang möglich, dem gewohnten Alltag nachzugehen. Freunde helfen hier besonders, Hobbys auszuüben oder einfach mal spazieren zu gehen. Freunde können auch bei bürokratischen Angelegenheiten helfen, beispielsweise einen Betreuer zu bestellen oder eine Haushaltshilfe zu finden.

Der Umgang mit Demenzkranken erfordert viel Einfühlungsvermögen und Geduld, was für Freunde oft kein Problem darstellt. Hier ist es beispielsweise möglich über die Vergangenheit zu sprechen, vergangene Erlebnisse anzureißen oder Fotos anzuschauen. Freunde kennen nun einmal die Vergangenheit des Erkrankten am Besten und manchmal sogar besser als die Familie. Demenzkranke können sich manchmal sogar besser an den Urlaub vor einigen Jahren erinnern als an das Frühstück am Morgen. Hierzu sollten Freunde auch Orte wählen, an denen man früher viel unternommen hat. So beispielsweise der Spaziergang am Sportplatz, wo man früher zusammen Fußball gespielt hat. Ist die Krankheit schon so weit fortgeschritten, dass Aktivitäten oder Gespräche nicht mehr möglich sind, können Freunde dem Erkrankten vorlesen oder gemeinsam singen. Nicht täuschen lassen sollten sich Freunde vom veränderten Verhalten des Demenzkranken. So sind diese oft mürrisch, unwillig oder sogar aggressiv, was Teil der Krankheit ist. Es kann dann von Vorteil sein, den gemeinsamen Tag mit dem Erkrankten zu verschieben. Grundsätzlich sind Zeit, Einfühlungs- und Anpassungsvermögen die wichtigsten Dinge, die eine Freundschaft mit einem Demenzkranken auch aufrecht erhalten.

Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung


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