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dvb-aktuell vom 03.04.2012

Ideal sortiert Pools aus

Die Ideal Versicherung hat ihre Zusammenarbeit mit Pools beschränkt und die Namen im Internet veröffentlicht. Ursachen und Hintergründe.

Pools haben deutliche und offensichtliche Defizite in Transparenzfragen, kritisiert Rainer M. Jacobus. Der Ideal-Vorstandsvorsitzende will um jeden Preis verhindern, dass „Schmuddelvertreter über den Umweg des Pools zu uns kommen.“ Daher arbeitet die auf Senioren spezialisierte Gesellschaft ab sofort nur noch mit ausgewählten Pools zusammen.

Die Liste ist im Internet veröffentlicht und enthält bisher folgende neuen Pools und Verbünde: Apella, BCA, blau direkt, CHARTA Börse für Versicherungen, Finas Versicherungsmakler, maxpool Servicegesellschaft für Finanzdienstleister, [pma:] Finanz- und Versicherungsmakler, VEMA Versicherungs-Makler-Genossenschaft sowie WIFO. Mit anderen Pools und wirtschaftlichen Verbünden sind die Gespräche derzeit noch nicht abgeschlossen, so dass weitere Pools in den nächsten Tagen hinzukommen dürften.

Dagegen hat die Ideal ihre Zusammenarbeit mit diesen vier Pools definitiv beendet: ASC Assekuranz-Service-Center, DMU Deutsche Makler Union, Jung, DMS & Cie. sowie Nies Maklerkonzepte 24.

Bereits kurz vor Weihnachten hatte der Versicherer ein Anschreiben an alle Pools gerichtet und Antworten bis Mitte Januar 2012 erbeten. Längst nicht alle haben geantwortet. Die Ideal hatte daraufhin angekündigt, bis zum 1. April zu entscheiden und im Internet zu veröffentlichen, mit wem man weiter zusammenarbeite (siehe früherer Artikel).

Im Blickpunkt steht vor allem die gesetzlich gar nicht erlaubte Zusammenarbeit von Pools mit Ausschließlichkeits-Vertretern. Dazu hatte die Ideal Fragen per Checkliste für Pools und wirtschaftliche Vereinigungen gestellt. Anhand der Antworten entschied die Ideal nun, mit wem man weiter kooperiert. In der Checkliste wurde zum Beispiel verlangt, dass das bisher praktizierte „Blind-Pooling“ unterbunden wird, bei dem Vermittler – auch Gebundene – anonym Geschäft über den Pool einreichen. Zudem müssen Jahresabschlüsse und Eigentümerverhältnisse offengelegt werden.

Die Checkliste war bei einigen Pools auf Kritik gestoßen, dass man der Ideal gar nicht geantwortet hat. So gehe es den Versicherer nichts an, ob ein Pool mit seinen Partnern eine ausschließliche Tätigkeit für sich vereinbart hat, war aus Pool-Kreisen zu hören. Die Ideal will damit offenbar ermitteln, welche Pools die Makler an zusätzlichen Direktanbindungen mit Versicherern hindern.

Nicht jeder Pool will eine Direktanbindung verhindern. „Wir arbeiten ausschließlich mit Versicherungsmaklern zusammen, wünschen aber ausdrücklich, dass der Makler Direktanbindungen an Gesellschaften oder Bindungen an andere Pools unterhält“, schreibt André Klotz, Geschäftsführer der VFV GmbH - Der Sachpool, in einem Leserbrief. In der Courtagevereinbarung heißt es: „Eine ausschließliche Vermittlung über den Sachpool ist nicht vorgesehen und in Bezug auf die rechtliche Stellung des Maklers auch nicht gewünscht."

Die Ideal hatte angekündigt, ab 1. Juli 2012 die Zahl der „Preferred Partner“ auf zehn zu reduzieren. Ab 1. Januar 2013 sollen nur noch sieben Pools übrig bleiben. Damit werde konsequent umgesetzt, was in der „Dortmunder Erklärung“ (Selbstverpflichtungs-Erklärung) angekündigt worden war. Einige Versicherer wollen damit auf Einhaltung bestimmter Mindeststandards bei Pools und Service-Gesellschaften dringen oder die Kooperation beenden. 


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