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dvb-aktuell vom 18.04.2012

Mannheimer kommt nach Dortmund

Die Mannheimer Holding wurde am Montag an den Verbund Die Continentale, der in Dortmund sitzt, verkauft. Details und Konsequenzen für den Vertrieb.

Der Versicherungsverbund Continentale hat den österreichischen Uniqa Versicherungen rund 92 Prozent der Anteile an der Mannheimer AG Holding abgekauft. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Eine entsprechende Absichtserklärung hatten beide Unternehmen bereits im November 2011 abgeschlossen. Für Kunden, Mitarbeiter, die Marke, den Standort Mannheim und den Vertrieb soll sich nichts ändern.

Praktisch bedeutet dies, dass die Mannheimer Versicherung, die Mannheimer Krankenversicherung und die mamax Lebensversicherung nun zur Continentale gehören, die ja auch den Direktversicherer Europa am Start hat. Unbeeinflusst vom Verkauf bleibt dagegen das Kapitel „Mannheimer Lebensversicherung“. Das einstige Flaggschiff der Holding war bekanntlich 2003 beinahe pleite gegangen und konnte nur mit Hilfe der Auffanggesellschaft Protektor gerettet werden. Die Bestände werden seither von Protektor verwaltet; daran ändert sich durch den Kauf der Mannheimer AG Holding auch nichts.

Die Übernahme gilt der Continentale, die im August 2003 bereits 51 Prozent der Mannheimer Krankenversicherung übernommen hatte, als wichtige strategische Stärkung. Sowohl die Continentale als auch die Mannheimer Holding sollen auf Wachstumskurs bleiben, kündigte Rolf Bauer, Vorstandsvorsitzender der Continentale, an.

Wichtige Botschaft: Die Marke „Mannheimer“, der Standort in Mannheim und der Vertrieb bleiben erhalten, der Vorstand bleibt im Amt. Die Arbeitsplätze der Mitarbeiter aller Verbundunternehmen, auch der Mannheimer, seien laut Bauer sicher. „Betriebsbedingte Kündigungen seien aus seinem Selbstverständnis der Continentale heraus keine Option.

Auch der Vertrieb der Mannheimer wird eigenständig fortgeführt. Den Vermittlern von Mannheimer und Continentale werden bestimmte Produkte wechselseitig über Ventillösungen zur Verfügung stehen. „Damit können beide Vertriebe weiterhin ihre individuellen Stärken im Markt einsetzen“, betont Bauer. Man respektiere die Unternehmenskultur der Mannheimer und werde den Vertrieb weiter arbeiten lassen.

Zur Erinnerung: Der hauseigene Vertrieb der Mannheimer erkämpfte im Sommer 2003 einen finanziellen Ausgleich für den Verlust der Bestände an Lebens-Policen und wechselte im Leben-Geschäft überwiegend in den Mehrfachagenten-Status. Beibehalten wurde dagegen der Ausschließlichkeits-Status für die Mannheimer Kranken- und Sachsparte. Zugleich blieb die Mannheimer unter ihrem zwischenzeitlichen Eigentümer Uniqa bis heute ein interessanter Partner für Makler.

Die Rechte der Kunden der Mannheimer Sach- und Krankensparte bleiben in vollem Umfang erhalten. Die Continentale sieht sich als Versicherungsverbund auf Gegenseitigkeit. „Davon profitieren die Kunden aller Verbundunternehmen, selbstverständlich auch die der Mannheimer“, so Bauer. Nach Angaben der Uniqa wird der rechtliche Vollzug des Verkaufs – abhängig von Behördengenehmigungen – in den nächsten Wochen erwartet. 


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