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dvb-aktuell vom 12.09.2012

Oft mehr Leistungsfälle als Einnahmen

Viele Lebensversicherer schaffen es nicht, durch das Neugeschäft zumindest die Leistungsfälle zu kompensieren. Folge: Die „Schadenquoten“ der Bestände steigen. Eine spannende Übersicht von Map-Fax zeigt: Einige große Anbieter müssen dringend das Neugeschäft ankurbeln.

Die deutschen Lebensversicherer haben es 2011 insgesamt auf eine „Schadenquote" von 91,51 Prozent gebracht. Zu diesem Ergebnis kommt Map-Fax, Kurznachrichtendienst für Vorsorge und Risiko des Marktbeobachtungsdienstes Map-Report. Dazu wurden die Zahlungen für Versicherungsfälle, die brutto 75,652 Milliarden Euro betrugen, ins Verhältnis zu den Brutto-Beitragseinnahmen gesetzt.

Daraus lässt sich ableiten, wer die auslaufenden Verträge, also die Leistungsfälle, gut oder weniger gut im Bestand verkraftet, indem entsprechendes Neugeschäft akquiriert wird – oder eben nicht. Wer es gut hinbekommt, weist „Schadenquoten“ von deutlich unter 100 Prozent aus. Wer dagegen im Neugeschäft nicht punktet oder es gar eingestellt hat wie Delta Lloyd, Victoria oder BBV, kommt auf immer höhere „Schadenquoten“ von teilweise bis zu 197 Prozent.

Trends zu alten und jungen Gesellschaften

Keine Sorgen müssen sich in dieser Hinsicht so junge Gesellschaften wie HanseMerkur24 oder VHV machen, die bislang kaum Versicherungsfälle zu regulieren haben. Anders dagegen „alte“ Gesllschaften wie Iduna (131 %), Gothaer (156 %) oder Provinzial NordWest (164 %).

Ein Blick auf die Großen der Branche, die auch in der „Bilanzanalyse Deutscher Lebensversicherer 2011“ (Nr. 811 – 813; kostet 87,50 Euro; Bestellung im Internet) ausführlich bewertet wurden (siehe früherer Artikel), zeigt: Axa, Ergo und Zurich brauchen offenbar mehr Schwung für das Neugeschäft. Debeka, Nürnberger und AachenMünchener müssen sich aktuell kaum Sorgen machen. Bei Generali, Allianz und HDI-Gerling ist der Trend noch unklar – siehe auch Tabelle.

Die „Schadenquoten“ der größten Lebensversicherer 2011

Rang

 Versicherer

Marktanteil1

Auszahlungen2

Schadenquote3

1

Allianz

17,93

12,64

85,23

2

R + V

5,52

4,27

93,76

3

AachenMünchener

5,38

3,21

72,15

4

Generali

4,90

3,17

78,22

5

Zurich Deutscher Herold

4,61

3,87

101,51

6

Ergo Leben

4,06

3,54

105,21

7

Debeka

3,97

2,07

62,89

8

HDI-Gerling

2,78

2,1

91,64

9

Nürnberger

2,73

1,57

69,40

10

Axa

2,63

2,26

103,97

1 in Prozent; gemessen an den verdienten Bruttobeiträgen

2 Zahlungen für Versicherungsfälle brutto in Milliarden Euro

3 in Prozent (brutto); gemessen in Prozent verdienten Bruttobeiträge

 Quelle: Map-Fax 36/2012 


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