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dvb-aktuell vom 24.02.2012

Risiko Ruin merklich abfedern

Die Deutschen sind in der Privathaftpflicht häufig gar nicht und zudem oft zu niedrig abgesichert. Ein Fall für kompetente Vermittler.

Rund vier von fünf Deutschen haben eine private Haftpflichtversicherung. Menschen mit monatlichem Haushaltsnettoeinkommen von unter 1.000 Euro verfügen nur zu gut 60 Prozent über die eigentlich unverzichtbare Police. Dies ergab eine Untersuchung der Gesellschaft für  Konsumforschung  (GfK) im Auftrag der Gothaer Allgemeine Versicherung. Befragt wurden rund als 1.100 Personen ab 14 Jahren. Die Statistik des Branchenverbandes GDV erfasst nur Daten zur allgemeinen Haftpflichtversicherung und ist an dieser Stelle wenig hilfreich.

Rund 15 Prozent der Deutschen haben laut GfK gar keine derartige Absicherung, und weitere  zwei Prozent wissen es nicht. Bei der Deckungssumme sollten heute mindestens drei Millionen Euro Standard sein. Verbraucher-Magazine empfehlen sogar fünf  Millionen Euro.  Denn  insbesondere Personenschäden erreichen schnell Millionensummen. Ist der Verursacher dann unversichert und besitzt kein nennenswertes Vermögen, droht finanziell der lebenslange Ruin. Beispiel: Man bringt als Fußgänger oder Radfahrer aus Versehen einen Radfahrer zu Fall, der sich schwer verletzt und als Vollinvalide im Rollstuhl landet.

Laut Studie kennt deutlich über 50 Prozent der Befragten die Höhe der ihrer Haftpflichtversicherung zugrundeliegenden Deckungssumme nicht. Nur 15,6 Prozent überschreiten zudem die 3-Millionen- und lediglich 10,3 Prozent die 5-Millionen-Euro-Grenze. „Eine Deckungslücke ist höchstwahrscheinlich ein Massenphänomen“, sagt Konrad Göbel, Produktmanager Haftpflicht der Gothaer Versicherung.

Dazu passt, dass 21 Prozent der Befragten eine Deckungssumme von unter drei Millionen Euro angegeben haben, bei Rentnern sogar 30 Prozent. „Es ist ratsam, die Leistungen der Haftpflichtpolicen von Kunden jetzt zu überprüfen“, so der Experte. Dabei sollte es nicht nur um die Höhe der Deckungssumme gehen. Auch der Leistungsumfang vieler Angebote wurde in den letzten Jahren regelmäßig verbessert.

Wer von einem Menschen geschädigt wird, der keine eigene Haftpflichtversicherung hat und den Schaden auch nicht aus eigenen  Mitteln  begleichen  kann, bleibt trotz eigener Privathaftpflicht auf dem Schaden sitzen. Ausnahme: Dieses finanzielle Risiko fängt die so Forderungsausfall-Deckung in der Privathaftpflicht-Police des Geschädigten auf. Doch gemäß Studie wissen 60 Prozent der Befragten nicht, ob sie eine entsprechende  Klausel vereinbart haben. Hinzu kommen fast 25 Prozent, die das Vorhandensein dieser Klausel in ihren Verträgen verneinen. Nur 15 Prozent besitzen die Ausfalldeckung.

Beim bislang letzten Test von Privathaftpflichtversicherungen hatte die Stiftung Warentest im Frühjahr 2010 insgesamt 36 Tarife sehr gut bewertet, darunter auch von der Gothaer (Top) und ihrem Makler-Versicherer Janitos (Best Selection; Balance). Die Forderungsausfall-Deckung greift häufig nur bei größeren Schäden ab 2.500 Euro Erstattungssumme. Der Arbeitskreis Beratungsprozesse empfiehlt in seinen Mindeststandards für die Privathaftpflichtversicherung unter anderem mindestens 3 Millionen Euro Deckungssumme, mindestens 300.000 Euro Summe für Mietsachschäden und mindestens 50.000 Euro für Vermögensschäden. 


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