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dvb-aktuell vom 28.03.2012

Versicherung für Elektrofahrzeuge

Neuerdings wird eine spezielle Versicherung für elektrisch betriebene Pkw und Zweiräder mit amtlichem Kennzeichen geboten, die auch Bedienfehler verzeiht.

Anbieter ist die Zurich-Gruppe. Wie bei klassischen Pkw geht es auch bei E-Cars um die Eindeckung von Kfz-Haftpflicht, Teil oder Vollkasko. Mit dem Baustein „Elektro-Plus“ bietet Zurich nun die Möglichkeit, den Akku als einen zentralen und auch teuren Teil des Elektrofahrzeugs über den Kaskoschutz hinaus „rundum“ abzusichern. Vorteil: Damit sind die Fahrzeugbesitzer auch vor den finanziellen Folgen von Bedienfehlern geschützt. Der Beitrag wird als prozentualer Aufschlag auf die Kaskoversicherung gerechnet und variiert je nach Fahrzeug.

Hintergrund: Herzstück des Elektrofahrzeugs ist der Akku, der bei einem Pkw etwa ein Drittel des Gesamtwertes ausmachen kann. Zwar wird der Akku bisher über die Kaskoversicherung abgedeckt, doch sind dabei die versicherten Gefahren eingeschränkt. Mit dem Baustein „Elektro-Plus“ wird der Schutz auf die Folgen von Bedienfehlern erweitert.  

Beispiel: Wird der Akku bei Frost nicht regelmäßig voll aufgeladen, kann es zum Ladeschaden kommen. Dies ist ein Risiko, das nicht über den Kaskoschutz läuft, aber mit „Elektro-Plus“ abgesichert ist. „Elektro-Plus“ ist nur in Verbindung mit der Teil-, Voll- oder Gebrauchtwagenkasko wählbar. Günstig: Für Vollkasko-Kunden haben Schäden innerhalb dieser Deckung am Akku keine Auswirkungen auf den Schadenfreiheitsrabatt.

Auch die Mannheimer Versicherung bietet seit einigen Monaten eine Versicherung speziell für Elektrofahrzeuge („M-ergie“). Sie berücksichtigt in der Tarifierung, dass Elektrofahrzeuge Baugruppen besitzen, die sich grundlegend von denen konventionell angetriebener Fahrzeuge unterscheiden.

Die All-Risk-Deckung der Mannheimer ist nicht vergleichbar mit einer normalen Vollkaskoversicherung. Nahezu alle Gefahren sind versichert. Was nicht versichert ist, wird beim Namen genannt – zum Beispiel Schäden durch reinen Verschleiß und gewöhnliche Abnutzung. Versichert ist der Defekt des Akkus – samt Bedienfehler. Entschädigt wird der Akku zum Zeitwert – für jeden Monat ab Herstellungsdatum wird ein Prozent des Neuwertes abgezogen.

Zurich bietet ab 1. April 2012 auch Fahrern von elektronischen Zweirädern mit amtlichen Kennzeichen einen eigenständigen Absicherungsbaustein. Darunter fallen Elektro-Motorräder und -Mopeds. „Der Akku der Elektrokräder wird ab April aus den standardmäßigen Zurich-Kaskodeckungen ausgeschlossen“, heißt es auf Nachfrage von dvb-aktuell. Mit der nun offerierten „Elektro-Kasko“ könnten Kunden den Akku ihres Elektro-Zweirads „risikogerecht“ Kasko versichern. Wer den Akku zusätzlich gegen Bedienfehler absichern will, kann auch hier auf „Elektro-Plus“ aufrüsten.

Verschiedene Hersteller verkaufen E-Cars ohne Akku, bieten diesen aber separat gegen eine monatliche Leasing-Rate an. Eigentümer des Akkus ist in diesen Fällen der Fahrzeughersteller, der auch die Risiken einer Beschädigung trägt. Um den Käufer finanziell zu entlasten, können Pkw-Fahrer den Leasing-Akku bei Zurich ausschließen und erhalten dadurch Nachlass auf ihren Beitrag, der je nach Kaskoumfang variiert. 


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