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dvb-aktuell vom 15.10.2012

Welche Renten jetzt vor Unisex sicher sind

Das Analysehaus Franke und Bornberg hat Basisrenten und Privatrenten daraufhin untersucht, ob jetzt abgeschlossene Policen bei späteren Vertragsänderungen auf Unisex-Rechnungsgrundlagen umstellen und damit den jetzigen Beitragsvorteil für Männer zunichte machen. Das Ergebnis ist niederschmetternd.

Lebensversicherer werben derzeit für Vertragsabschlüsse vor Inkrafttreten der Unisex-Pflicht am 21. Dezember 2012. Vor allem Männer profitieren bei Abschluss bis dahin von Beitrags- und Leistungsvorteilen. „Das ist aber nur die halbe Wahrheit, denn die wenigsten Rentenprodukte sind vor späterer Umstellung auf Unisex sicher“, sagt Michael Franke, Geschäftsführer der Franke und Bornberg GmbH. „Nur rund sechs Prozent der Rentenpolicen halten alle Vertragsvorteile über die gesamte Laufzeit durch.“

Gefahr lauert vor allem bei Dynamik und späteren Zuzahlungen

Wird der Vertrag nachträglich angepasst, kommt die Unisex-Tarifierung meist durch die Hintertür. Dies birgt böse Überraschungen für Kunden und Haftungsrisiken für Vermittler. Franke und Bornberg hat dazu im September 747 Tarife von 77 Anbietern untersucht. Es handelte sich um Basis- und Privatrenten in den Varianten Klassik, Fonds und Hybrid. Ergebnis: „Bei keinem einzigen Versicherer erwiesen sich alle Tarife als sicher vor der Gefahr späteren Umstellung der Rechnungsgrundlagen auf Unisex“, resümiert Franke.

Die Auswertung berücksichtigt die Fälle Dynamik, Zuzahlungen, Wiederinkraftsetzung und Verschiebung des Rentenbeginns. Als „Unisex-sicher“ gelten Policen, welche die derzeitigen Vorteile in den untersuchten Kategorien über die gesamte Vertragslaufzeit und ohne Begrenzung des Beitragsvolumens erhalten. Tatsächlich aber werden für eine Beitrags- bzw. Leistungsdynamik bei rund 81 Prozent der Tarife die Rechnungsgrundlagen der für Männer ungünstigeren Unisex-Tarife verwendet. Für Zuzahlungen sehen 69 Prozent der Policen eine geschlechtsneutrale Kalkulation vor.

Wer jetzt die sichersten Renten bietet

Weniger Fallstricke sind bei einer Verschiebung des Rentenbeginns oder einer Wiederinkraftsetzung des Vertrages zu erwarten: Hier kommt es lediglich bei 21 bzw. 19 Prozent der Produkte zu einer späteren Vertragsumstellung – siehe Grafik.

Als sicher vor Nachteilen durch Unisex-Umstellung“ erwiesen sich laut Franke und Bornberg insbesondere Tarife von Alte Leipziger, Continentale, Debeka, Europa, Hanse Merkur, Interrisk, myLife, Swiss Life, Volkswohl Bund sowie WWK, aber auch dort nicht alle Tarife. „Wer als Makler sein Versprechen gegenüber dem Kunden halten will, sollte die Verträge genau kennen“, so Franke. Sonst wird Unisex schnell zur Vertrauensfrage und im schlimmsten Fall sogar zum Haftungsthema.

Kostenlose Online-Hilfe für Makler

Die vollständige Unisex-Auswertung stellt Franke und Bornberg Versicherungsmaklern im Rahmen einer Analyse-Software „wtool Edition Unisex-Retter“ kostenfrei zur Verfügung. Wer kein Kunde von Franke und Bornberg ist, muss lediglich seine Firmenadresse samt Telefon und E-Mail sowie die Vermittlernummer angeben. Eine Stichprobe von „dvb-aktuell“ zeigt am Beispiel der Interrisk, die für ihre überwiegend unisexsicheren Tarife gelobt wurde: Bei Klassikrenten sind zwei Basisrententarife als unisexsicher genannt, während in der dritten Schicht zwei aufgeschobene Renten als nicht unisexsicher aufgelistet sind.  

Download

Unisexsicher.pdf (1077,24 kb)  Herunterladen

Die meisten Tarife sind nicht sicher vor späterer Unisex-Umstellung.

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