eRundschreiben steht vor dem Aus? Wirklich? Ende? Wir haben bewusst Fragezeichen eingefügt, denn wir wollen einen allerletzten Versuch starten. Ein Ende wäre schade, denn Sie als Versicherungsmakler oder Mehrfachvertrteter haben einen hohen Nutzen von unserem Dienst:
- Eine hohe Zeitersparnis durch Informationsfilterung
- Einen Wissensvorsprung durch schnelle Information
- Zeitnahe, direkte und themenspezifische Information Ihrer Mitarbeiter
- Schnelles Finden früherer Informationen durch die Volltextsuche im Online-Archiv
- Weniger Arbeit, da keine eigene Rundschreiben-Ablage und –Pflege mehr notwendig sind
Genaueres zu den vorgenannten Schlagwörtern finden Sie unten im Anhang.
Sie werden sich jetzt fragen, warum wir bei all diesen Vorteilen für die Vermittler den Dienst aufgeben wollen.
Die Erklärung ist kurz. Es haben zwar über dreißig Gesellschaften zugesagt, uns regelmäßig mit Rundschreiben zu versorgen, nur tatsächlich tun es die wenigsten. Uns fehlt mittlerweile bei dem kostenlosen Dienst schlicht und einfach die Manpower, die Versicherer regelmäßig anzusprechen.
Die Versicherer haben die für sie große Chance nicht erkannt, die Vermittler – und ihre Mitarbeiter – schnell und zielgerichtet zu erreichen. Für viele steht die Denke im Vordergrund, dass ihre Rundschreiben ohnehin von allen Vermittlern gelesen werden – ohne einen Blick dafür zu haben, dass der Vermittler wöchentlich Berge von Informationen der VU lesen muss, um für sich das Wichtigste heraus zu filtern.
Langes Jammern, kurzer Sinn.
Wie können wir gemeinsam die Situation ändern? Wir sind der Überzeugung, dieses geht nur, wenn wir die Sache selbst in die Hand nehmen. Das gilt sowohl für die inhaltliche als auch für die finanzielle Seite.
Neben der inhaltlichen Seite macht uns die finanzielle Seite erhebliche Bauchschmerzen. Wir haben immer betont, dass der Dienst einmal kostenpflichtig wird. Entweder zahlen die VU für den Dienst, da sie einen Nutzen davon haben, oder wir berechnen dem Vermittler eine Gebühr.
Nach den bisherigen Erfahrungen werden nur die wenigsten VU bereit sein, für den Dienst zu bezahlen. Von den Versicherungsvermittlern wollten wir bislang keine Gebühren einfordern, dafür war die Anzahl der Rundschreiben „zu dünn“. Wie zerschlagen wir nun diesen Knoten?
Unser Fokus richtet sich auf den Nutzer des Dienstes: den Versicherungsvermittler. Warum, das haben wir uns gefragt, stehen die Vermittler nicht zusammen? Der Nutzen ist hoch, insbesondere die Zeitersparnis – und Zeit ist bekanntlich Geld.
Wir haben uns folgendes Konzept überlegt:
- Damit wir den Markt bezüglich der Rundschreiben möglichst vollständig abdecken, verlassen wir uns nicht mehr auf die Zusendung durch die Versicherer, sondern es erklären sich unterschiedliche Kollegen bereit, uns jeweils die Rundschreiben EINES Versicherers zuzusenden – womit wir das Hauptproblem gelöst hätten. Hierfür kann der „Lieferant“ selbstverständlich den Dienst kostenlos nutzen und erhält von uns obendrein für seine Mühe einen Bürokostenzuschuss in noch festzulegender Höhe (die Mühe besteht darin, uns die Rundschreiben des von ihm ausgewählten VU, je nach Empfangsart, per Mail oder per Post zuzusenden, damit wir es weiter verarbeiten können).
- Jeder Nutzer (Vermittler) bezahlt im Monat 10 Euro. Andere Nutzer, die nicht Vermittler sind, zahlen mehr. Damit hätten wir die notwendigen Mittel für das Backoffice und die Bezahlung an die Vermittler für die Zusendung der Rundschreiben an uns.
- Später, bei höherer Anzahl von Nutzern, wird man sicherlich den Preis senken können. Die ersten 500 Makler der „ersten Stunde“ erhalten bei späteren Reduzierungen der Nutzungsgebühr jeweils einen Preisvorteil von 20 Prozent gegenüber den anderen Nutzern.
- Unser Konzept basiert auf der anfänglichen Teilnahme von mindestens 500 Nutzern (im Moment haben sich rund 1.700 Kollegen beim derzeitig kostenlosen Dienst angemeldet).
Damit wir möglichst auf die notwendige Zahl kommen, gibt es die Aktion „Vermittler empfehlen Kollegen“. Für jeden geworbenen Kollegen erhält der Vermittler eine Gutschrift über drei Monatsgebühren.
Wir sehen in diesen Maßnahmen die einzige Möglichkeit, den Dienst zu retten. Unterstützen Sie uns, Ihre Kollegen und letztendlich sich selbst.
Wir möchten uns ein Meinungsbild machen. Teilen Sie uns bitte Ihre Einschätzung zu unseren Gedanken mit und beantworten Sie uns unverbindlich, ob Sie bereit sind, für den Dienst zu bezahlen und ggf. ein Versicherungsunternehmen als „Paten“ zu übernehmen. Wir haben für Sie eine Seite mit diesen beiden Fragen vorbereitet: Zur Umfrage…
Ich bitte um Verständnis, wenn wir bis zur Klärung des weiteren Vorgehens die Zusendung der Rundschreiben einstellen. Nach Abschluss der Umfrage informieren wir Sie über das weitere Vorgehen.
Haben Sie Kommentare zum Thema? Gern können Sie diese hier im Blog verfassen.
Beste Grüße
Friedel Rohde
Anhang:
Auszug aus unserem Prospekt eRundschreiben:
Zeitersparnis durch Informationsfilterung
Sie brauchen nicht mehr alle Rundschreiben vollständig zu lesen, um die für Sie relevanten Informationen zu erfahren. Hingegen erhalten Sie von uns nur die Informationen, die Sie für Ihre Arbeit benötigen. Somit sparen Sie viel Zeit ein, die Sie mit dem Lesen von Rundschreiben verbringen.
Wissensvorsprung durch schnelle Information
Die für Sie relevanten Themen erhalten Sie von uns in einer E-Mail übersichtlich zusammen gefasst sofort „auf den Schreibtisch“. So können gleich reagieren, bevor es andere tun.
Zeitnahe und themenspezifische Mitarbeiterinformation
Sie selbst müssen nicht mehr bei jedem Rundschreiben entscheiden, welche (Teil)-Information aus einem Rundschreiben Ihre Mitarbeiter erhalten sollen. Legen Sie einmal ein Profil für jeden Mitarbeiter an (beispielsweise soll eine Mitarbeiterin alle Informationen der Versicherungsunternehmen X, Y und Z für die Sparte Kfz erhalten) und sie erhält direkt von uns per E-Mail die relevanten Information, nachdem ein Rundschreiben bei uns eingestellt wird. Somit sind Ihre Mitarbeiter sofort informiert und Rundschreiben-Umlaufzettel gehören der Vergangenheit an.
Schnelles Finden früherer Informationen durch die Volltextsuche im Online-Archiv
Ein Kunde bittet Sie, einen speziellen Kampfhund zu versichern und Sie erinnern sich, dass diese Rasse in einem Rundschreiben eines Versicherungsunternehmens als versicherungsfähig aufgeführt war. Aber welches Unternehmen war das? Über unser Online-Archiv finden Sie diese Information in Sekunden.
Weniger Arbeit
Sparen Sie sich die eigene mühsame Indexierung und das Abheften der Rundschreiben. Über unser Archiv finden Sie die gewünschten Informationen ohnehin schneller. Als Zusatzdienst werden wir Ihnen später die Möglichkeit anbieten, unser Archiv auf Ihren Rechner herunter zu laden, denn als Makler wollen Sie immer autonom sein.
Liebe Macher,
liebe Leser,
aus meiner Sicht hat der Informationsdienst nicht unbedingt einen so großen Vorteil, dass er mir, als Leser, die Zahlung eines Obulus Wert wäre.
Sofern die Versicherer ihre Informationen an den Mann/Frau bringen wollen und nicht bereit sind diese Quelle zu nutzen und dafür zu bezahlen, so ist dies deren eigenes Pech. Ich zahle ja auch nicht für “Werbeblättchen” von Aldi und Co.
Die Haltung der Versicherer bestätigt aber die Ergebnisse der von Ihren durchgeführten Umfragen was Kommunikation zwischen Versicherern und Maklern/Mehrfachagenten angeht. Es wird zu wenig wahr genommen, was der “Verbraucher” wünscht und für gut befindet. Jeder kocht seine eigene Suppe da er größte Angst hat, dass der Mitbewerber erfährt was der Andere macht. Da lässt man lieber die informativ verhungern, die die Produkte vertreiben sollen. Insgesamt kommt das Ganze dem Versuch gleich die Uhr anhalten zu wollen, um Zeit zu sparen…
Freundlichst
Th.Kopietz
Hallo Herr Rhode,
Ihr Dienst ist klasse und eine echte Arbeitserleichterung. Denoch wird selektiv gelesen, weil viele Versicherer noch immer nicht verstanden haben, ihre Themen maklergerecht zu publizieren – Ausnahmen (z.B. VHV, R+V, Standard Life) bestätigen die Regel. Auch ich sehe dabei allerdings die Versicherer in der (finanziellen) Verpflichtung, schließlich könnten im Gegenzug ja auch die Kosten für den eigenen E-Mail oder Postversand entfallen, wenn die Kollegen ‘Ihren’ Versicherern mitteilen würden, dass sie Ihren Service nutzen und daher auf den individuellen Versand der Rundschreiben verzichten – allerdings müssten das die Versicherer wiederum steuern können…
Mit freundlichen Grüßen aus Osnabrück
Matthias Helberg
Sehr geehrter Herr Rohde.
ich möchte mich weitestgehend meinem Kollegen Herrn Otto aus Köln anschlissen. Wenn ich das richtig beurteile, werden von Ihnen lediglich die Rundschreiben der Gesellschaften in komprimierter Form weiter geleitet. Das bringt für uns als Makler sicher eine Zeitersparnis und deshalb ist es auch nicht so verkehrt. Aber da es ja im Interesse der Gesellschaften liegen sollte, das ihre Produktneuheiten schnell an Makler weitergegeben werden, sollten auch die Gesellschaften das ganze Finanzieren. Gesellschaften, die sich an solchen Unternehmungen nicht beteiligen, müssen sich dann auch nicht wundern, wenn keiner von ihren Produkten etwas weiß. Schließlich kann sich nicht jeder Makler an allen Gesellschaften anbinden nur, um zu erfahren, was es Neues gibt. Dazu kommt, dass die Gesellschaften schon genug Kosten auf uns Makler abwälzen. Da braucht man nur an das neue VVG zu denken, der Kostenfaktor an Verwaltung, Papier und sonstigen Nebenkosten ist enorm gestiegen. Für mich stellt sich die Frage, wer hat das meiste Interesse an Ihrem Dienst?
Wir sind ganz klar für eine aktive Kooperation der Vers. mit solchen Dienstleistern. Damit unterstützen die Maklervers. die Makler. Diese Notwendigkeit sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Schließlich bekommen die Vers. ja auch das Geschäft vom Makler. Also, bitte schön in Zunkunft eine saubere, aktive und vor allem über diesen Weg eine gebündelte Unterstützung in Form von wichtigen Informationen
Grüsse aus dem Saarland
Christian Wagner Vers.makler
Genau das ist das Problem.
Gezwungenerweise geht viel Geld im Monat für die unterschiedlichen Software- Zeitschriften- und sonstige Programmpakete drauf. Natürlich mit dementsprechenden Jahresverträgen. Auch ich kann mir weitere kostenpflichtige Dienste derzeit nicht leisten, da wir gerade aufgrund des immensen Verwaltungsaufwandes und der teilweise inkompetenten Mitarbeiter der verschiedenen Versicherer zu unserer eigentlichen Arbeit (für die wir bezahlt werden) nicht mehr vollumfänglich kommen.
Ihnen alles Gute und herzlichen Dank für Ihre Mühe
Hallo Herr Rohde,
vielen Dank für ihre tolle Idee und ihren unermüdlichen Einsatz. Aber wenn ich ehrlich sein soll und das wünschen Sie ja so dann muss ich gestehen, dass ich noch nie irgendwann ein Rundschreiben nachgesehen habe. Ich habe nur immer zufrieden bemerkt, dass sie über neue Rundschreiben informiert haben, aber wie gesagt, nie darauf zurückgegriffen.
Das lag wohl auch daran, dass ich schier untergehe in der wahnsinnigen Flut von Informationen, die tgl. über mich herein bricht und deshalb kaum noch irgendwó nachschlage möchte, um mich tiefergehend informieren zu wollen.
Ich wurde richtig oberflächlich, weil ich alles nur so überfliegen kann und allenfalls noch “google” oder so was ähnliches, um schnellstens an eine Information zu gelangen.
Kurzum, ich achte ihre unendliche Mühe und wünsche Ihnen auch von ganzem Herzen, dass sich ihre Idee durch setzt. Aber gegen Entgelt werde ich leider nicht dabei sein. Mein Budged für Liebhabereien hat meine Ehefrau sowieso auf Null gesetzt und im Übrigen kämpfen wir ums wirtschaftliche Überleben. Und das Ihnen das mit ihrer tollen Idee auch gelingt, dafür drücke ich Ihnen die Daumen.
Herzliche Grüße aus Köln,
Michael P. Otto