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Abrechnungssystem Provisionen

11.03.2004 19:38:23

Hallo Liste,

Fehlerquellen in den Provisionsabrechnungen durch Versicherer waren schon
einmal (oder mehrmals?) Thema in der Liste, und es wurde empfohlen, die
Abrechnungen zu prüfen und ggf. zu reklamieren, damit sie manuell
nachbearbeitet werden. Insbesondere bei Stornierungen von Verträgen werden
Provisionen im Stornohaftungszeitraum anteilig je nach Vereinbarung
zurückbelastet, je nach Stornogrund (Tod) auch ggf. nicht.
Abschlussprovisionen können ggf. auch auf Beitragsanpassungen gerechnet
werden. Beginnverlegungen verändern u. U. den Haftungszeitraum. Provisionen
werden auf den Vertag und nicht auf die versicherte Person berechnet, so
dass eine Provision für nachversicerte Kinder gegen eine Provisionshaftung
wegen Verminderung des Versicherungsschutzes der Eltern aufgerechnet werden
(Beihilfetarife). Für eine Vertragserhöhung und die daraus resultierende
Erhöhungsprovision gilt ein neuer Haftungszeitraum Wird dann gleichzeitig -
u. U. auch später - ein anderer Tarif, der bereits aus der Haftung ist,
vermindert, wird fallweise dennoch aufgerechnet. M. E. hat hier jeder
Versicherer sein eigenes System und eigene Vereinbarungen. Zu denken ist
dann auch noch an Bestandspflegeprovisonen.

Gibt es für Makler ein Verwaltungssystem, mit dem er die sehr
unterschiedlichen Provisionsregelungen der Versicherer nachvollziehen und
überprüfen kann? Wer bietet so etwas an und welche Erfahrungen bestehen
damit? Ich denke vor allem an Kranken- und evtl. auch Lebensversicherung.

Wer hat Erfahrung damit, wie man bei Vertragsänderungen die Provision
optimiert?

Dazu müßte man ja wissen, wie die Versicherer genau rechnen, am besten,
indem diese Information aus einem Verwaltungssystem kommt.

Beispiel: Nachversicherung eines Kindes mit 20 % und gleichzeitige Senkung
des Beihilfetarif der Eltern von 50 auf 30 % bringt wegen Saldierung gar
keine Provision. Versicherung des Kindes mit 20 % und Reduzierung der Eltern
erst einen Monat später aber Provision für das Kind und keine Reduzierung
bei den Eltern, wennn diese aus der Haftung sind. Ähnlich: der Kunde möchte
einen neuen Tarif abschließen und dafür andere reduzieren. Hier kann es sich
sogar lohnen, dem Kunden den Beitrag für einen Monat zu zahlen, damit er die
anderen Tarife erst einen Monat nach dem Abschluss des neuen Tarifs
reduziert. Vertragstrennung bei Ehegatten kann in bestimmten Fällen zu einer
besseren Provision führen als beide unter dem gleichen Vertrag zu versichern
(getrennnte Versicherungsnummern erkennt das Provisionssystem nicht als
zusammengehörig), weil der Versicherer bei Vertragsänderungen nur die
Änderungen aller im gleichen Vertrag versicherten Personen saldiert.

Wer kennt Hilfen, Veröffentlichungen oder sonstigen Service, wie man sich
hier als Makler optimal verhalten kann?

Als Versicherungsmathematiker - und ehemaliger "Projektmitarbeiter" bei der
Erstellung von Provisionsvereinbarungen und EDV-Provisionssystemen kenne ich
die Komplexität der Materie und habe derzeit eine Anfrage, zu dem Thema
etwas zu referieren. Sollte es da noch nichts brauchbares geben, will ich
ggf. anregen, dass ein Maklersoftwarehersteller die benötigten
Funktionalitäten in seinen Programmen ergänzt.

Schöne Grüße

[Name ausgeblendet]

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