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"Das Eichel'sche Schüttelsyndrom"

19.05.2004 15:21:05

Zum besseren Verständnis der gegenwärtigen Steuer- und Haushaltspolitik des Bundesfinanzministers:

Dr. Jürgen Gehb, MdB (CDU), Kassel

Deutscher Bundestag 82. Sitzung, 11. Dezember 2003     
Debatte zum Abschlussbericht des ersten Untersuchungsausschusses der 15 Wahlperiode ("Lügenausschuss")

Herr [Name ausgeblendet]!
Meine Damen und Herren!

Wer das klinische Wörterbuch Pschyrembel durchblättert, findet Krankheitsbilder, die manchmal nach den Patienten, manchmal nach dem behandelnden Arzt benannt sind. Dort findet man zum Beispiel auch das Pfeiffersche Drüsenfieber. Was ich dort nicht beschrieben gefunden habe, ist ein Phänomen, bei dem der Betroffene vor, während oder nach der Konfrontation mit früheren, eigenen Aussagen, die etwa durch Fernsehbilder, Zeitungsartikel, Interviews oder Reden dokumentiert sind, mit heftigem Kopfschütteln, meist verbunden mit erhobenem Zeigefinger, reagiert.

Die Kenner wissen es, die Laien ahnen es: Es handelt sich um das eichelsche Schüttelsyndrom, meine Damen und Herren.

Ich möchte Ihnen eine kleine Kostprobe geben. Am 1. September 2002, also vor der Bundestagswahl, hat Herr [Name ausgeblendet]der Sendung "Sabine Christiansen" gesagt: Die Bundesregierung macht keine Schulden. Das haben wir immer klar gesagt. Wir machen keine Schulden.

Am 20. Oktober 2002, also kurz nach der Wahl, sagte er, mit dieser Aussage konfrontiert, dass man bei niedrigerem Wachstum höhere Schulden hinnehmen muss.

Meine Damen und Herren, ich kenne Hans Eichel sehr gut: aus seiner Zeit als Oberbürgermeister von Kassel, als hessischer Ministerpräsident und jetzt als Bundesminister. Herr [Name ausgeblendet]sich nie besonders gerne im Zentrum der Wahrheit, sondern immer viel lieber an deren Peripherie bewegt.

Meine Damen und Herren, demjenigen, der hier vor diesem Hintergrund mit tränenerstickter Stimme spricht, muss ich sagen: Jeder Delinquent, dem man in einem Verfahren die Wahrheit vorhält, ist nach der Salami-Taktik bereit, alles zuzugeben. Nicht einmal das tut Herr [Name ausgeblendet]. Er geht vielmehr immer selbst in Anbetracht anderer Tatsachen sowie beschrieben vor. Das ist das eichelsche Schüttelsyndrom. Da muss man sich kaputtlachen.

Ich sehe Herrn [Name ausgeblendet]in Kassel bei Eishockeyspielen. Er hat lange Zeit nicht gewusst, dass die Scheibe, mit der man spielt, Puck und nicht Ball [Name ausgeblendet]t. Das ist aber auch nicht weiter tragisch. Böse Zungen in Kassel behaupten aber, Herrn [Name ausgeblendet]man noch nicht einmal das Endergebnis eines Eishockeyspiels abnehmen. So viel zur Glaubwürdigkeit dieses Mannes.

PS: Originalton unter www.gehb.de

siehe "Reden"

[Name ausgeblendet]

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