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Fondspolicen, Canada Life CAN

11.12.2003 16:45:15

Geschätzte Kollegen,

die o.g. Diskussion verfolge ich mehr oder weniger den ganzen Tag über.
Generell geht es - so scheint es mir - um die Vergleichbarkeit von
Fondsprodukten / Policen. Die CAN Generation der Canada Life gehört auch zu
dieser Kategorie. Ich habe den Eindruck, dass die Diskussion am Kern der
Sache vorbeigeht.

Häufig wird mit schlichten Verfahren versucht, die Leistungsfähigkeit der
Produkte anhand der Kosten des Anbieters zu ermitteln. Hohe Kosten gelten
als negativ. Die echten Kosten innerhalb der Produkte werden dabei nicht
berücksichtigt, und zwar ganz einfach deshalb, weil sie vom Anbieter in der
Regel nicht veröffentlicht werden.

Obwohl unsinng, aber nach wie vor verbreitet: die Kostenermittlung nach
einer Modellrechnung mit Null-Prozent-Wertentwicklung der hinterlegten
Fonds. Dabei wird die als Ablaufleistung ausgwiesene Summe zur eingezahlten
Beitrassumme für die Ermittlung der Kostenquote ins Verhältnis gesetzt -
eine extrem fehleranfällige "Methode"! Innerhalb der Rechnung gehen die
Anbieter von unterschiedlichen Annahmen beispielsweise zur Entstehung von
Überschüssen aus. Gerne auch werden Kosten in Abhänigkeit vom
Deckungskapital erhoben, wodurch sich bei niedrigen Wertentwicklungen
geringe, bei hohen Wertentwicklungen entsprechend höhere Kosten im
Verhältnis zur Beitragssumme ergeben.

Wie unbrauchbar der Ansatz ist, wird deutlich, sobald man die Ablaufwerte
bei unterstellter positiver Wertentwicklung der hinterlegten Fonds
betrachtet. Die "Logik" der Null-Prozent-Wertentwicklung zufolge müsste sich
für Produkte mit "geringen Kosten" ein hoher Ablaufwert bei unterstellter
Wertentwicklung von 9% ergeben! bei Produkten mit "hohen Kosten" ein
vergleichsweise niedriger Wert. Der Markt beweisst, dass dem nicht so ist:
vergleichen Sie bei den Gesellschaften, die Sie selbst anbieten! Im Übrigen
ist jede Fondspolice immer nur so gut, wie die gewählte Strategie oder der
Fonds selber.

Zwei Beispiele seien an dieser Stelle genannt: die allen uns bekannte
Skandia und die erwähnte Canada Life. Während die Skandia anders als
meistens üblich keine Überschüsse aus der Hauptversicherung in die
Modellrechnung mit einbezieht, ist für den "Laien" natürlich sonnenklar: ein
teures Produkt, bezogen auf eine Modellrechnung eines anderen Anbieters.
Über die Qualität findet können jedoch keine Rückschlüsse gezogen werden.

Zu den Britschen Policen wie z.B. die Canada Life ist allgemein bekannt,
dass diese eine längere Tradition und Erfahrung im Investmentbereich haben
als die etwas antiquierten deutschen Anbieter und auch nachweislich höhere
Ablaufsummen erzielten. Der positive Verlauf bei der
Null-Prozent-Modellrechnung erklärt sich u.a. auch damit, dass jährliche
Boni-Festschreibungen den Verträgen zugeteilt werden. Dies sind immerhin in
den Jahren 2000 bis 2003 4% p.a., unabhängig von der Fondsentwicklung - eine
beeidruckende Leistung gerade in diesen Zeiten. Da kommt auch keine Standard
Life oder Clerikal Medical mit. Legt man hierbei noch die exzellenten
Bewertungen über die Finanzstärke der Unternehmen zugrunde, erübrigt sich
jeder Kommentar.

Fazit: möchte ich direkten Einfluss auf die Kapitalanlage nehmen, weil ich
meinem Berater oder mir selbst vertraue, wähle ich eine Fondspolice bei der
Gesellschaft x. Habe ich nix von beidem, wäre meine Entscheidung für eine
britische Police nicht das schlechteste.

In diesem Sinne

mit kollegialer Empfehlung

[Name ausgeblendet]

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