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Systembruch

03.06.2004 18:15:18

Quelle: www.bvk.de
vom 1.6.2004

Systembruch

Eigentlich war ja das Alterseinkünftegesetz gedacht, um das Prinzip der nachgelagerten Besteuerung einzuführen. Alterseinkünfte sollten konsequent besteuert werden, die dafür aufgebrachten Beiträge aber steuerfrei bleiben. Herausgekommen ist hinsichtlich der Lebensversicherung der erste Systembruch mit dem neuen System: Die Beiträge müssen de facto aus versteuertem Einkommen aufgebracht werden, die Auszahlung wird jetzt aber trotzdem zur Hälfte steuerpflichtig. Diese hälftige Steuerfreiheit gilt aber nur, wenn der Vertrag mindestens 12 Jahre läuft, mindestens 5 Jahre Einzahlungen erfolgen und er erst mit 60 ausbezahlt wird. Fondsinhaber hingegen bekommen den Verkaufserlös ihrer Anteile nach sehr viel kürzeren Fristen steuerfrei ausbezahlt.

Dieses Optimalergebnis für multinationale Finanzkonzerne sorgte sofort für ein Kursfeuerwerk ihrer Aktien an den Börsen. Denn jetzt haben die Verbraucher nur noch drei Möglichkeiten: Die Rürup-Rente, bei der die angesparten Mittel bei vorzeitigem Tod in der Konzernkasse bleiben. Fonds, bei denen die Anleger das 21-fach höhere Risiko selbst tragen. Oder sie lassen den Unfug mit der privaten Vorsorge gleich ganz und folgen dem Regierungsmotto zur Konsumausweitung: „Völker an die Regale“.

Die Dummen sind auch die qualifizierten Vermittler, die keine Kaffeebohnen verkaufen. Mit Auto verdienen sie längst nichts mehr. Gewerbegeschäft wird ihnen im Sanierungsrausch in Schutt und Asche gelegt. Jetzt wackelt die Altersvorsorge. Und als nächstes wird ihnen die Bürgerversicherung wohl noch die letzte große Verdienstmöglichkeit zerstören. Zum Arbeitsamt können sie als Beratungsunternehmer nicht. Bleibt nur noch die Parkbank. Vielleicht treffen sie dort eines Tages Kfz- Mechaniker. Wenn sogenannte Verbraucherschützer mit der Sparempfehlung kommen, alle Autofahrer sollten ihre Bremsen selbst reparieren.

Diesen Ausführungen des map-fax vom 28.05.2004 ist nichts hinzuzufügen.

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Mit freundlichen Grüssen

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