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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 14.07.2006
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5 361 Verkehrstote in 2005; jeder Fünfte war 18 bis 24 Jahre alt

Junge Erwachsene im Alter von 18 bis unter 25 Jahren haben noch immer das höchste Unfallrisiko im Straßenverkehr. Obwohl im Jahr 2005 im Vergleich zum Vorjahr 15% weniger junge Männer und Frauen im Straßenverkehr ums Leben kamen, gehörte über ein Fünftel aller Getöteten zu dieser Altersgruppe. „Gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil von 8% hatten junge Erwachsene ein sehr viel höheres Risiko im Straßenverkehr zu sterben“, so der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Johann Hahlen, bei der heutigen gemeinsamen Pressekonferenz „Unfallgeschehen im Straßenverkehr 2005“ des Statistischen Bundesamtes und des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) in Berlin. 

„Dass Fahranfänger besonders gefährdet sind und deutlich häufiger als andere Altersgruppen verunglücken, liegt an vielfältigen Gründen“, stellte DVR-Präsident Professor Manfred Bandmann fest. Geringe Fahrerfahrung, Selbstüberschätzung, eine höhere Risikobereitschaft, jugendspezifische Fahr- und Sozialsituationen und ein Faible für Geschwindigkeit kennzeichnen meist diese Zielgruppe. Auch Alkohol- oder Drogen­konsum spielten eine Rolle. Daher begrüße der DVR ausdrücklich die Initiative des Bundesverkehrsministers, ein Alkoholverbot für Fahranfänger einzuführen. Diese klare Regelung würde junge Leute unterstützen und ihnen viele schwierige Diskussionen im Freundeskreis ersparen. „Studien und Umfragen belegen immer wieder, dass auch mehr als 80% der jungen Fahrer selbst dafür sind“, so der DVR-Präsident. 

Im Jahr 2005 sind auf Deutschlands Straßen nach Ergebnissen der Straßenverkehrsunfallstatistik insgesamt 5 361 Menschen getötet worden, das waren 8,2% weniger als im Vorjahr und die niedrigste Zahl an Verkehrstoten seit über 50 Jahren. „Durch diese erfreuliche Entwicklung kann Deutschland auch eine positive Halbzeitbilanz für die Forderung der Europäischen Union zur Halbierung der Verkehrstoten im Zeitraum von 2000 bis 2010 vorlegen“, so Präsident Hahlen. Mit einem Rückgang von 2 142 Verkehrsopfern in den letzten fünf Jahren, einer Verringerung um 29%, könnte Deutschland die EU-Zielsetzung erreichen. Dennoch starben im letzten Jahr 15 Menschen täglich auf deutschen Straßen. 

Zum ersten Mal nach fünf Jahren kamen wieder mehr Kinder unter 15 Jahren im Straßenverkehr ums Leben. Im Jahr 2005 wurden 159 Kinder bei Straßenverkehrsunfällen tödlich verletzt, 6 Kinder (+ 3,9%) mehr als im Vorjahr. Besonders stark von 23 auf 41 (+ 78%) ist die Zahl der Kinder gestiegen, die auf dem Fahrrad getötet wurden. 

Gegenüber dem Vorjahr waren in 2005 auch 4% mehr Männer und Frauen im Alter von über 65 Jahren im Straßenverkehr verunglückt, dagegen wurden weniger Senioren

(– 3,2%) tödlich verletzt. Während ältere Menschen im letzten Jahr weniger als Fußgänger (– 15%) oder als Pkw-Insasse (– 4,7%) getötet wurden, hat auch hier die Zahl der getöteten Radfahrer über 65 Jahre um mehr als ein Viertel von 224 auf 282 Personen zugenommen. 

Insgesamt war das Risiko, als Fahrradbenutzer zu verunglücken, im letzten Jahr wesentlich größer als in 2004. 78 434 Menschen verunglückten im Jahr 2005 auf dem Fahrrad, das waren 6,5% mehr als im Vorjahr. 100 Personen oder ein Fünftel mehr als 2004 kamen auf Fahrrädern zu Tode (575). Auch verunglückten mehr Personen auf Motorrädern (+ 1,1%), 875 Motorradbenutzer (+ 2%) starben im Straßenverkehr. Dagegen wurden weniger Personen im Pkw (– 13%) oder als Fußgänger (– 18%) getötet.



Herr Ingeborg Vorndran
Tel.: (0611) 75-4547
E-Mail: verkehrsunfaelle@destatis.de

Statistisches Bundesamt
Gustav-Stresemann Ring 11
65189 Wiesbaden
Deutschland
www.destatis.de

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