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01.08.2006 - dvb-Presseservice

Allianz und CARE – Partner für Südindien

Kleinstversicherungen (Micro-Insurance) sollen südindischen Tsunami-Opfern künftig mehr Sicherheit geben.

Über 75.000 Menschen, die in dem indischen Bundesstaat Tamil Nadu vom Tsunami betroffen waren, werden erstmalig Zugang zu Versicherungen erhalten. Zu diesem Zweck gehen eine führende Versicherungsgesellschaft - die Allianz - und eine humanitäre Hilfsorganisation - CARE International - eine Partnerschaft ein.

Die Partnerschaft zwischen der Allianz und CARE ist auf drei Jahre angelegt und wird eine Reihe von maßgeschneiderten Kleinst-Versicherungsprodukten für Küstenbewohner entwickeln, die in der Fischerei, der Landwirtschaft oder auf Plantagen arbeiten. Diese Personengruppen sind besonderen Risiken ausgesetzt, können sich aber eine herkömmliche Versicherung nicht leisten. Viele wissen nicht einmal, was eine Versicherung ist.

Menschen Sicherheit zurückgeben   
   
Geoffrey Dennis, Chief Executive Officer des britischen Zweigs von CARE International, sagt: "Nach einer verheerenden Katastrophe wie diesem Tsunami ist es sehr wichtig, den Menschen wieder ein Gefühl von Sicherheit zu geben. Andernfalls entwickeln sie keine langfristige Perspektive für ihr Leben."

Er fügt hinzu: "Das Mikro-Versicherungsprogramm ist für CARE ein wichtiger Baustein in unserer langfristigen Arbeit, mit der wir den Menschen in einer der am schlimmsten vom Tsunami betroffenen Regionen Indiens helfen wollen, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen."

Zur Nachahmung empfohlen   
   
Werner Zedelius, Vorstandsmitglied der Allianz AG, erklärt dazu: "Es sind gerade die Armen, die nach dem Tsunami ein soziales Netz bräuchten, aber gerade sie können es sich entweder nicht leisten oder sie haben keinen Zugang dazu."

"Wir sehen in dieser Partnerschaft einerseits eine Gelegenheit für die Allianz, den vom Tsunami im Dezember 2004 am schlimmsten betroffenen Gemeinschaften etwas zurückzugeben. Andererseits wollen wir zeigen, dass die Mikro-Versicherung ein tragfähiges Geschäftsmodell ist. Unser Ehrgeiz geht dahin, dass dieses Geschäftsmodell andernorts kopiert wird und noch mehr armen, schutzlosen Personengruppen solche Dienstleistungen angeboten werden."

Die Allianz hat bereits Erfahrungen mit Mikro-Versicherungen in Indien. Das Joint Venture Bajaj Allianz versichert über mehrere Basis-Organisationen rund 80.000 Menschen in ländlichen Gemeinden. Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) bietet die Allianz in Indien bislang vor allem Lebensversicherungen an.

Passende Produkte entwickeln   
   
Das Programm in Tamil Nadu wird von der Zusammenarbeit zwischen CARE und der indischen Allianz Tochter Bajaj Allianz getragen. In seinem Rahmen werden nicht nur Mikro-Versicherungsprodukte entwickelt und angeboten, sondern auch die Infrastruktur aufgebaut, die für deren Verwaltung in den Gemeinden und Selbsthilfe-Netzwerken erforderlich ist.

Geplant sind Lebens- und Sachversicherungen und Produkte wie Hausrat-, Berufsunfähigkeits-, Unfall- und Risikolebensversicherungen mit begrenzter Laufzeit für Fischer und Landarbeiter.

In der Anlaufphase sollen zunächst das genaue Nachfrageniveau ermittelt und stimmige Produkte für die Zielgruppen erarbeitet werden. Die ersten Policen werden voraussichtlich 2007 erhältlich sein.

Mikro-Finanzierung in Indien - Hintergrund   
   
In Indien richtet sich die Bezeichnung Mikro-Versicherung oder Kleinstversicherung nach der Höhe der Police (5000 bis 50.000 Rupien, rund 85 bis 850 Euro); üblich sind Unfall-, Hausrats-, Feuer-, Nutztier-, Kfz- und Lebensversicherungen, die nicht kommerziell sind bzw. deren Versicherungssumme vergleichsweise niedrig ist.

CARE hat viel Erfahrung mit Mikro-Finanzierungen in Indien. Durch das erfolgreichste Spar- und Darlehensprogramm der Hilfsorganisation, CASHE, leben mehr als 250.000 Menschen besser, weil sie seither Sparkonten eröffnen und Kredite aufnehmen können.

Fast 10.000 Menschen kamen bei dem Tsunami in Südindien ums Leben, über drei Millionen Menschen waren betroffen. CARE baut 1600 Häuser wieder auf, schafft Arbeitsplätze, setzt Trinkwasser- und Sanitäranlagen instand und Schulungen für Lehrer organisiert, damit diese die Kinder und andere Betroffene besser bei der Verarbeitung von Traumata unterstützen können.



Gesellschaftliche Kommunikation: Sprecher
Herr Michael Anthony
Tel.: +49.89.3800-18401
Fax: +49.89.3800-2840
E-Mail: michael.anthony@allianz.com

Allianz Group
Königinstraße 28
80802 München
Deutschland
www.allianz.com/aktuell

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