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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 06.05.2010
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Aufschwung mit hohem Risiko

Erste Verbesserungen im Coface-Länderrating / Eurozone fehlt der Schwung

Coface   zeigt   sich  verhalten  optimistisch  bei  der  Einschätzung  der Länderrisiken.  Zwar  neige  sich  die  seit zwei Jahren andauernde globale Wirtschafts-   und   Finanzkrise   dem   Ende   zu.   Doch   während  viele Schwellenländer  bereits zu einem kräftigen Aufschwung ansetzen, kehren die Industrieländer  2010  zunächst nur zu schwachem Wachstum zurück. Vor allem der  für  die  deutsche  Unternehmen  enorm  wichtigen  Euro-Zone fehlt der Schwung.  "Das  Risiko für Zahlungsausfälle und -verzögerungen ist nach wie vor  ausgesprochen  hoch",  warnt Norbert Langenbach, Vorstandsmitglied von Coface  Deutschland.  Auch  der  Vorstandssprecher Franz Michel warnt: "Die Überwindung   der   Kreditkrise  bedeutet  keineswegs,  dass  alle  Risiken verschwunden  sind". Auf dem Kongress Länderrisiken 2010 sagte Michel: "Wir erwarten  einen  eher  verhaltenen  Konjunkturverlauf, das heißt einen sehr langsamen   Aufschwung,   denn   sowohl   öffentliche  Haushalte  als  auch Unternehmen  werden  lange  brauchen, um Verbindlichkeiten zurückzuführen." Zusätzlich  zum  Forderungsausfallrisiko sei auch die Liquiditätsversorgung längst  nicht  für alle gewährleistet und werde vielen Unternehmen Probleme bereiten. Viele Banken stünden weiter vor eigenen Problemen.

Der  internationale  Forderungsspezialist stuft zwar Australien, Neuseeland und  Kanada im Länderrating seit April wieder auf A1, womit die drei Länder wieder  die  Bewertung  bekommen,  die  sie  vor der Krise hatten; auch das Rating  A2  der USA versieht Coface mit positivem Ausblick. Aber gerade für die  westeuropäischen  Länder  reicht  es  noch  nicht  zu  einer  weiteren Verbesserung.   Im   Januar   war  das  Rating  einiger  Staaten,  darunter Deutschland  und  Frankreich (beide A2), bereits unter Beobachtung für eine Aufwertung genommen worden.

Von der Ausbreitung des Abschwungs bereits zu Beginn der Krise waren primär die  Industriestaaten  betroffen.  Viele  Länder, die zu den wirtschaftlich starken  und  Haupthandelspartnern  deutscher  Exporteure  zählen, verloren Anfang  2009  ihre  A1-Bewertung  oder  wurden  unter  negative Beobachtung gestellt.  Dies  vor  allem deshalb, da sich weltweit das Zahlungsverhalten der  Unternehmen  verschlechterte.  Auch  in  Deutschland  hätten  sich die Ausfälle  im  ersten  Halbjahr  2009 verdoppelt, bedingt durch den rasanten Einbruch  des  Exportgeschäfts,  erläutert Norbert Langenbach. "Erst in der zweiten  Jahreshälfte ließ die dramatische Entwicklung nach. Ab dem dritten Quartal   2009  hat  sich  die  Zahlungsmoral  oder  Zahlungsfähigkeit  der Unternehmen wieder verbessert, ganz besonders gegen Jahresende." Weiterhin, so  Norbert Langenbach, seien die Ausfälle und Verzögerungen aber in vielen Ländern  ausgesprochen  hoch. Vorstandssprecher Franz Michel erklärte: ?Für Unternehmen ist es deshalb unerlässlich, auch alternative Finanzierungen zu prüfen  und  die  eigenen  Potenziale zu heben. Wir wissen, dass diejenigen Unternehmen  besser  durch die Krise gekommen sind und dass die Unternehmen die Probleme des Aufschwungs besser bewältigen werden, die sich rechtzeitig mit  den existenziellen Fragen des Risikomanagements beschäftigt haben. Für die  anderen  wird es höchste Zeit?. Er rät den Unternehmen, im Bereich der Finanzierung  und  im  Kreditmanagement  das  Know-how  von professionellen Partnern stärker zu nutzen, etwa durch Factoring oder durch die Absicherung von Forderungen mit einer Kreditversicherung.

Seit Ausbruch der weltweiten Krise könne Coface immerhin Industrieländer im Länderrating   wieder   aufwerten,   sagte  das  Vorstandsmitglied  Norbert Langenbach.  Europa  habe  allerdings  noch  mit größten Schwierigkeiten zu kämpfen.   Im  vierten  Quartal  2009  habe  das  Wachstum  in  Deutschland stagniert,  in  Spanien  und  Italien sei es rückläufig geblieben. Für 2010 erwarten die Analysten von Coface lediglich ein Wachstum von 0,8 Prozent in der   Euro-Zone.   In   Ländern   wie   Spanien   liege   das   Risiko  von Zahlungsausfällen  nach  wie vor deutlich über dem Weltdurchschnitt und auf einem historischen Höchststand. Verhaltener  wirkte  sich die Krise in den Schwellenländern aus. Indien und China  erzielten  sogar  hohe  Wachstumsraten in 2009. Somit haben sich die beiden   Wirtschaftsriesen  außergewöhnlich  erfolgreich  gegen  die  Krise gestemmt.  Aber nicht nur sie, die Schwellenländer gehen insgesamt gestärkt aus  der Krise hervor. Asien zeigte die frühesten Anzeichen einer Erholung. Auch  viele  andere  Länder,  darunter  Brasilien,  die  früher  nach einem derartigen  Einbruch  der  Weltkonjunktur  noch in eine schwere Finanzkrise gestürzt wären, haben den Turbulenzen überraschend gut widerstanden.

Im  Oktober  letzten  Jahres konnte bereits der negative Ausblick für China und  Südkorea wieder aufgehoben werden. Mittlerweile haben viele Länder der Region  wieder  positive  Aussichten.  Das  Rating A3 von Indien blieb seit Dezember  2004  unverändert.  Die  Wirtschaft  des  Landes  wuchs selbst im Krisenjahr 2009 stärker als zuvor.

Doch auch in Asien bestehen Risiken fort. In China beispielsweise, weil die Überkapazitäten  in  der  Industrie  durch  Konjunkturprogramme in Form von erleichterten    Krediten    aufrechterhalten    bleiben.   Das   expansive Kreditwachstum  und  der  starke  Anstieg  der  Immobilienpreise dort geben Anlass zur Sorge.

Mehr   zur   aktuellen   Einschätzung  der  Länderrisiken  von  Coface  auf www.coface.de.  Länderratings  und  Informationen zu Zahlungsausfällen sind dort  unter  der  Rubrik  "Country Risk and Economic Research" gebührenfrei abrufbar.



Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Herr Erich Hieronimus
Pressesprecher
Tel.: 06131/323-541 oder -542
Fax: 06131/ 323-70-541
E-Mail: erich.hieronimus@coface.de


Frau Stephanie Charpentier

Tel.: 06131/323-541 oder -542
Fax: 06131/323-70-541
E-Mail: stephanie.charpentier@coface.de

Coface Deutschland AG
Isaac-Fulda-Allee 1
55124 Mainz
www.coface.de

Zum Unternehmen:

Coface Deutschland zählt zu den großen Anbietern von Dienstleistungen im Forderungsmanagement in Deutschland und durch die Zugehörigkeit zur Coface, Paris, auch weltweit. Coface Deutschland betreibt durch vier operative Gesellschaften vier Geschäftsfelder: Kredtversicherung (Coface Kredit), Factoring (Coface Finanz), Forderungseinzug (Coface Debitoren) und Bonitätsinformationen (Coface Rating). Coface verfügt über Informationen zu rund 50 Millionen Unternehmen in aller Welt. Sie kann so Geschäftspartner von Kunden aus allen Branchen und in über 150 Ländern hinsichtlich der Zahlungsfähigkeit überprüfen. Auf diesem Know-how bauen die Dienstleistungen im Forderungsmanagement auf.

Die Gesellschaften von Coface Deutschland verzeichneten 2008 einen Gesamtumsatz in Höhe von 369 Mio. Euro. Mit Kreditversicherung und Factoring wurden Risiken in Höhe von über 140 Mrd. Euro abgedeckt. Coface Deutschland beschäftigt über 1.200 Mitarbeiter. Coface insgesamt hat über 130.000 Kunden und ist mit 7.000 Angestellten direkt in 67 Ländern präsent, über Partner im Netzwerk Credit Alliance in zirka 100 Ländern. Sie erzielte 2009 einen konsolidierten Umsatz von 1,563 Mrd. Euro. 45 Prozent der 500 größten Unternehmen der Welt sind bereits Coface-Kunden. Coface ist eine Tochter der französischen Natixis.

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