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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 21.12.2010
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Aufwärtstrend ungebrochen

Prognose für Berlin erneut angehoben – 3,0% Wachstum für 2010

Die Aussichten für die Berliner Wirtschaft werden immer besser. Die Investitionsbank Berlin (IBB) erhöht zum dritten Mal in diesem Jahr ihre Konjunkturprognose. Für 2010 wird jetzt für Berlin ein Wirtschaftswachstum von 3,0% und für 2011 noch einmal ein Plus von 2,5% erwartet. Das sind jeweils 0,5 Prozentpunkte mehr, als noch im Oktober vorausgesagt.

Aufwärtstrend an Dynamik gewonnen

Vor allem die jüngsten Konjunkturdaten aus dem Verarbeitenden Gewerbe haben positiv überrascht. So sind die industriellen Auftragseingänge auch im September 2010 zweistellig gestiegen (+14,7%). Im Unterschied zur gesamtdeutschen Entwicklung hat sich der Aufwärtstrend in Berlin in den letzten Monaten sogar noch beschleunigt. In den ersten drei Quartalen 2010 lagen die Auftragseingänge somit um 10,3% über dem entsprechenden Vorjahreswert. Kräftig auf Wachstumskurs befindet sich auch die Berliner Bauwirtschaft. Die Betriebe des Bauhauptgewerbes verzeichneten in den ersten drei Quartalen 47,9% mehr Aufträge als im Vorjahreszeitraum.

Bei rückläufiger Arbeitslosigkeit anhaltender Beschäftigungszuwachs

Der Aufschwung verläuft in Berlin weiterhin robust, wovon auch der Arbeitsmarkt profitiert. Im Jahresdurchschnitt dürfte die registrierte Arbeitslosigkeit in der Hauptstadt bei 230.000 liegen und im kommenden Jahr unter die Marke von 220.000 fallen. Die Arbeitslosenquote wird von 13,7% im laufenden Jahr auf 13,0% weiter zurückgehen. Trotzdem ist die Arbeitslosigkeit in Berlin noch immer viel zu hoch. Sie wird auch 2011 weit über dem deutschen Durchschnitt von 7,0% liegen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nimmt in Berlin bereits seit längerer Zeit wieder zu. Mit einer Steigerungsrate von 1,7% gegenüber dem Vorjahresquartal lag die Hauptstadt im Bundesländervergleich auch im dritten Quartal 2010 im Spitzenfeld.

Höhere Arbeitnehmereinkommen stützen Einzelhandel

Aufgrund der steigenden Beschäftigung ist im kommenden Jahr auch in Berlin mit einem stärkeren Anstieg der Arbeitnehmereinkommen zu rechnen. Dies wird die privaten Konsumausgaben stimulieren und damit den Berliner Einzelhandel stützen. Bereits in den ersten drei Quartalen 2010 setzte der Berliner Einzelhandel real 1,1% mehr um als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Hierzu haben auch die zahlreichen Berlintouristen als potenzielle Kunden des Einzelhandels beigetragen.

Touristenzahlen erreichen neue Höhenrekorde

Der positive Trend im Berlin-Tourismus hält nach wie vor an. Trotz Finanzkrise konnte Berlin auch 2010 starke Wachstumsraten verzeichnen und an die sehr gute Entwicklung der Vorjahre anknüpfen. So kamen in den ersten zehn Monaten 2010 bereits 7,7 Mio. Besucher in die deutsche Hauptstadt, das entsprach gegenüber dem Vorjahreszeitraum einer Zunahme um 10,9%.

Geringere Impulse von der Weltwirtschaft

In den ersten drei Quartalen 2010 konnten die Berliner Unternehmen mit einer Exportsteigerung von 19,6% noch stark vom wieder zunehmenden weltwirtschaftlichen Wachstum profitieren. Im kommenden Jahr werden von der Weltwirtschaft jedoch geringere Impulse für den Aufschwung erwartet als bisher. Denn nach wie vor besteht die Gefahr, dass die hohe Arbeitslosigkeit in den USA dort die private Konsumnachfrage und damit die Expansion der Weltwirtschaft stärker dämpft als erwartet. Noch bedeutsamer für Berlin sind aber die Risiken der Staatsschuldenkrise im Euro-Raum. Mehr als die Hälfte des Berliner Außenhandels betrifft diesen Raum.

Noch keine Entwarnung

Alles in allem bleibt die Prognose durch ein hohes Maß an Ungewissheit geprägt. Gerade in den Euro-Krisenländern mit der kräftig gestiegenen Staatsverschuldung und den nun notwendigen Konsolidierungsmaßnahmen eröffnen sich weitere Problemfelder, die vor allem die längerfristigen Wachstumsperspektiven belasten können. Auch das Auslaufen der wirtschaftspolitischen Maßnahmen sowie die steigende Zahl der Unternehmensinsolvenzen stellen ein erhebliches Konjunkturrisiko dar. In den ersten drei Quartalen wurden von den Berliner Amtsgerichten bereits 1.214 Insolvenzverfahren gegen Unternehmen registriert, 6,9% mehr als 2009.

Den vollständigen Konjunkturbericht sowie weitere volkswirtschaftliche Analysen und Berichte finden Sie in unserem Download-Center unter der Adresse www.ibb.de



Herr Hartmut Mertens
Tel.: (030) 21 25-47 38

Investitionsbank Berlin (IBB)
Bundesallee 210
10719 Berlin
www.ibb.de

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