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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 30.03.2010
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BVZL e. V.: US Special-Day ein großer Erfolg

Aufbruchstimmung im Life Settlement Markt

Aufgrund des großen Interesses aus den USA veranstaltete der BVZL im Anschluss an die gemeinsam mit ManagementCircle organisierte sechste internationale LV- Zweitmarktkonferenz Anfang März erstmals einen US-Special-Day – mit dem Schwerpunkt Life Settlements. In einer von allen Teilnehmern als sehr offen und konstruktiv gelobten „intimen“ Atmosphäre, trafen sich rund 40 internationale Vertreter von Emissionshäusern, institutionellen Investoren, medizinischen Gutachtern sowie Dienstleistern. Die auf dem US Life Settlement Markt aktiven internationalen Teilnehmer, so Thomas Laumont, Vorstand International des BVZL, hätten wenn nicht identische, so doch gleich gerichtete Interessen, die zu koordinieren und zu vertreten der BVZL das geeignete Forum sei. Regelmäßige Veranstaltungen wie diese würden auch in Zukunft dazu beitragen, dass ein laufender und offener Branchen-Dialog entstehe, der die nach wie vor sehr attraktive Anlageklasse US Life Settlements weiter voranbringt.

Vertrauensbildung im Fokus

Anhand teils recht provokanter Thesen, aufgestellt und präsentiert von Thomas Laumont und Fachbereichsleiter International Christian Seidl, wurden in drei verschiedenen Panels aktuelle Marktentwicklungen und Probleme diskutiert, unterschiedliche Sichtweisen von amerikanischen und europäischen Marktteilnehmern ausgetauscht, aber auch Lösungsansätze aufgezeigt, mit dem klaren Ziel, das verlorengegangene Vertrauen von privaten und institutionelle Investoren in diese Anlageklasse wieder herzustellen.

Panel Life Expectancy

Im Mittelpunkt des Panels „Life Expectancy“ stand die Frage, ob und wie weit die medizinischen Gutachter eine Mitverantwortung für die negative Performance vieler deutscher Life Settlement Fonds der ersten Generation tragen bzw. was diese Gutachter konkret dazu beitragen können, das erschütterte Vertrauen in die Qualität ihrer Arbeit wieder herzustellen. Übereinstimmend räumten die Vertreter führender Medical Underwriter erstmals öffentlich ein, gewisse Parameter, die zur Erstellung eines verlässlichen Gutachtens notwendig sind, falsch eingeschätzt bzw. falsch bewertet zu haben. Die im Jahre 2002 vorliegende Datenbasis des Erst- und Zweitversicherungsmarktes sowie die damals verwendeten Sterbetafeln reichten rückblickend nicht aus, um den Qualitätsansprüchen – vor allem auch der deutschen Fondsinitiatoren – gerecht zu werden. Von den Gutachtern einhellig betont wurde aber auch, dass sie jederzeit nach bestem Wissen handelten, aus begangenen Fehlern lernten und die daraus gewonnenen Erkenntnisse mittelbar in die Praxis umgesetzt wurden. Dieser Lernprozess sei inzwischen abgeschlossen, die verwendeten Parameter verlässlicher, die Datenbasis breiter, so dass in Zukunft mit sehr verlässlichen Gutachten zu rechnen sei.

Über die Frage einer möglichen Performance abhängigen Vergütung für die medizinischen Gutachter d. h. keine Festpreise mehr pro Gutachten bei Erstellung, sondern eine niedrige Grundgebühr plus eine Art Erfolgsvergütung im Falle der Richtigkeit konnte keine Übereinstimmung unter den Panelteilnehmern erzielt werden. Der BVZL wird diesen Aspekt jedoch weiterhin sehr aufmerksam verfolgen.

Panel „Settlement Companies / Service Providers“

Von großer Bedeutung – vor allem für die Vertreter europäischer Investoren und Fondsinitiatoren – war die Frage nach der Entwicklung jener Policenportfolios, die Settlement Companies bzw. Service Provider in den eigenen Büchern stehen haben. Spekulationen dahingehend, dass europäische Investoren in der Vergangenheit lediglich „Policen zweiter Wahl“ bekommen hätten, erwiesen sich als falsch. Die anwesenden Panelteilnehmer aus den USA räumten freimütig ein, dass die Entwicklungen ihrer Portfolios genauso hinter den Erwartungen zurückblieben, unter den gleichen Anfängerfehlern litten und die gleichen schmerzhaften Lernprozesse mitmachen mussten wie die Investoren aus Europa.

Zur These, dass die US-amerikanischen Partner in der Vergangenheit überproportional verdient hätten, führten die Panelisten an, dass die Gebühren in der Vergangenheit – explizit auch durch die Initiativen der europäischen Investoren – bereits deutlich zurückgegangen seien. So sei auch kein weiterer nennenswerter Spielraum für eine zusätzliche Gebührenreduktion mehr vorhanden, weil gleichzeitig die regulatorischen Anforderungen stiegen, die Settlement Companies und Provider erfüllen müssen, um in den einzelnen USamerikanischen Bundesstaaten die zur Durchführung von Geschäften notwendigen Lizenzen zu erhalten. Nachvollziehbar für die europäische Seite ist, dass die dafür notwendigen personellen und technischen Ressourcen dementsprechend vorgehalten werden müssen.

Diese steigenden Anforderungen wie Lizenzierung, Kapitalunterlegung, Berichtspflichten, Riskmanagement etc. werden nach Einschätzung der US-Experten auch zu einer sich verstärkenden Marktkonzentration auf dem US-Markt führen. Insbesondere „Broker“, die in der Vergangenheit auch „ein großes Stück vom Kuchen“ abhaben wollten, würden zunehmend aus dem Markt gedrängt. Im Zuge dieser Marktbereinigung würden auf US-Seite in Zukunft nur jene Unternehmen bestehen können, die ein nachhaltiges und trans- parentes Geschäftsmodell im Bereich der US Life Settlements verfolgen.

Panel Initiators / Investment Companies / Distribution Channels

Im Mittelpunkt des von europäischen Investorenvertretern geprägten abschließenden Panels stand die Frage nach der Zukunft der Anlageklasse Life Settlements im Allgemeinen bzw. was notwendig sei, das verloren gegangene Vertrauen in diese Anlageklasse wieder herzustellen.

Wichtig in diesem Zusammenhang, so die übereinstimmende Meinung der Marktexperten, ist eine offene, regelmäßige und pro-aktive Kommunikation mit Investoren und Anlegern. Mögliche Probleme sollten rechtzeitig thematisiert werden, damit eine richtige Differenzierung und Einordnung dieser mitunter auch negativen Nachrichten erfolgen kann. Notwendige Lösungsansätze und manchmal auch „unpopuläre“ Maßnahmen seitens des Fondsmanagements sollten Investoren ebenfalls rechtzeitig mitgeteilt werden.

Einigkeit herrschte unter den Teilnehmern auch darüber, dass weitere Platzierungen bei Privatanlegern nur dann möglich seien, wenn Anlegern und Vertrieben ein Nachweis („proof of concept“) über das Funktionieren dieser Anlageklasse erbracht werden könne und in Zukunft eine transparentere Kostenstruktur, d. h. eine stärkere Erfolgsorientierung bei Management-Fees und Vertriebsvergütungen, in den Fondsstrukturen berücksichtigt würde.

Aufbruchstimmung nutzen

Der BVZL wird im Anschluss dieser in den Augen aller Teilnehmer gelungenen Veranstaltung die möglichen Lösungsansätze zu Papier bringen, diese – auch einer breiteren Öffentlichkeit – als Diskussionsgrundlage zur Verfügung stellen und deren Umsetzung weiter vorantreiben.

Der Verlauf dieses Special-Day zeigte nach Aussage von BVZL-Vorstand International Thomas Laumont deutlich, „dass sich in der gesamten Branche zunehmend ein Bewusstsein dafür entwickelt, Ziele und Qualitätsstandards auf einem noch relativ jungen Anlagemarkt gemeinsam zu formulieren und durchzusetzen“.




Herr Thomas Laumont
Vorstand BVZL
Tel.: 089/ 24 20 37-08
Fax:
E-Mail: info@bvzl.de

Leiter Fachbereich International
Herr Christian Seidl

Tel.: 089/ 24 20 37-08
Fax:
E-Mail: info@bvzl.de

BVZL Bundesverband Vermögensanlagen
im Zweitmarkt Lebensversicherungen e.V.
Ridlerstraße 33
80339 München
www.bvzl.de

Über den BVZL

Die im Bundesverband Vermögensanlagen im Zweitmarkt Lebensversicherungen (BVZL) e. V. zusammengeschlossenen Unternehmen und Dienstleister engagieren sich weltweit in Lebensversicherungszweitmärkten. Der Verband mit seinen derzeit über 40 Mitgliedern fungiert seit seiner Gründung im Mai 2004 als eine einheitliche Interessenvertretung in wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Fragen. Der BVZL steht im ständigen Dialog mit Politik, Meinungsbildnern, Öffentlichkeit und anderen Interessengruppen, um die dynamische Entwicklung der Branche aktiv zu unterstützen. Ein wichtiges Anliegen ist es, Branchenstandards im Hinblick auf Transparenz und Vergleichbarkeit der unterschiedlichen Anlagesegmente (britische, deutsche und USamerikanische Lebensversicherungen) zu installieren und somit die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Investment in diese differenziert zu betrachtenden Asset-Klassen stetig zu verbessern.

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