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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 23.11.2010
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BVZL e.V.: Positive Signale am deutschen Lebensversicherungszweitmarkt

Die im deutschen Lebensversicherungszweitmarkt tätigen BVZL-Mitgliedsunternehmen haben sich im Jahr 2010 auf die veränderten Marktgegebenheiten eingestellt und kaufen wieder verstärkt Policen an. Nachdem die lange anhaltende Unsicherheit an den Finanzmärkten und die Kreditkrise auch bei den im deutschen Lebensversicherungszweitmarkt tätigen Unternehmen deutliche Spuren hinterlassen haben, scheint die Zeit des restriktiven Policenankaufs nun vorüber zu sein. „Wir sehen wieder Licht am Ende des Tunnels“, so Ingo Wichelhaus, Vorstand National des Bundesverbandes Vermögensanlagen im Zweitmarkt Lebensversicherungen e. V. (BVZL).

Die Hypothekenkrise sowie die daraus resultierende Krise an den internationalen Finanzmärkten führten zu einer allgemeinen Verunsicherung bei Investoren und Anlegern, so dass die Absatzkanäle für die Policenaufkäufer regelrecht wegbrachen. War in den letzten beiden Jahren darauf hin ein deutlich rückläufiges Ankaufvolumen im Vergleich zu den Vorjahren zu verzeichnen (2009 rund 100 Millionen Euro), blicken die im BVZL organisierten Policen-Aufkäufer nun wieder zuversichtlich in die Zukunft. Laut Wichelhaus erwarten sie für das Jahr 2010 eine deutliche Zunahme des Ankaufvolumens auf mindestens EUR 150 Mio.

Vor allem institutionelle Investoren sorgen derzeit dafür, dass die Policenaufkäufer verstärkt auf der Suche nach geeigneten Policen sind. Positiv wirkt sich für Investoren und Ankäufer auch die Änderung des Zinsniveaus aus, das direkten Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der Sekundärmarktunternehmen hat.

Denn diese kaufen die Verträge von veräußerungswilligen Policenbesitzern größtenteils auf Kredit und machen umso mehr Gewinn, je größer die Spanne zwischen den Finanzierungskosten bei der Bank und der Rendite der Lebensversicherung ist. Für veräußerungswillige Verbraucher, die ihre Police mit einem finanziellen Aufschlag zum eigentlichen Rückkaufswert auf dem Zweitmarkt verkaufen wollen, steigen dementsprechend wieder die Chancen, einen seriösen Abnehmer zu finden.

Augen auf beim Policenverkauf

Mit großer Sorge beobachtet der BVZL die stetig zunehmende Anzahl von Unternehmen auf dem deutschen LV-Zweitmarkt, die Verbraucher mit zum Teil horrend hohen Rückkaufswerten und Renditeversprechen zum Verkauf ihrer Lebensversicherungen bewegen wollen. Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sieht diese Entwicklung mit gewisser Sorge und verbot in der Vergangenheit bereits einigen Firmen die Geschäftstätigkeit aufgrund des Betreibens unerlaubter Einlagegeschäfte.* Ein Einlagengeschäft betreibt laut dem Kreditwesengesetz, wer fremde Gelder als Einlagen annimmt, sofern der Rückzahlungsanspruch nicht in Inhaber- oder Orderschuldverschreibungen verbrieft wird, unabhängig davon, ob Zinsen vergütet werden, wie das bei einigen dieser Ankäufer der Fall war.

Mit Vorsicht sollten aus diesem Grunde auch Angebote von Zweitmarktunternehmen behandelt werden, die die Rückzahlungsansprüche durch Inhaber - oder Orderschuldverschreibungen verbriefen, im Wesentlichen aber die Selben horrend hohen Renditeversprechen machen.

Hilfreiche Tipps von den Experten

Wichelhaus weist in diesem Zusammenhang nochmals ausdrücklich darauf hin, dass sich Verbandsmitglieder des BVZL, die im deutschen Lebensversicherungszweitmarkt tätig sind, freiwillig an Standards und Leitlinien halten, die auf der Homepage des Verbandes www.bvzl.de veröffentlicht sind.

Grundsätzlich sollten Versicherte niemals Angebote annehmen, die vorsehen, den Kaufpreis in Raten oder zu einem späteren Zeitpunkt auszuzahlen. „Seriöse Aufkäufer zahlen immer sofort. Alles andere würde für den Verkäufer der Police ein unüberschaubares Verlustrisiko darstellen“ so Wichelhaus. Skeptisch sollte man auch sein, wenn extrem hohe Gewinne (beispielsweise die Verdoppelung des Rückkaufswertes) und hohe zweistellige Renditen bei Wiederanlage versprochen werden. Dieses sei „in 99 Prozent der Fälle nicht einzuhalten“.

Für Verbraucher, die ihre Police auf dem Zweitmarkt veräußern möchten, über die Aufnahme eines Policendarlehens nachdenken oder aber auch direkt in eine gebrauchte Lebensversicherung investieren wollen, hat der BVZL einige Merkblätter erarbeitet, die helfen sollen, seriöse Anbieter von unseriösen zu unterscheiden. Diese, wie auch weitere nützliche Informationen zu den Lebensversicherungszweitmärkten sowie eine Liste von am deutschen Markt tätigen Mitgliedsunternehmen, stehen ebenfalls auf der Homepage zum kostenlosen Download bereit.

Darüber hinaus empfehlen die Experten des BVZL Verbrauchern, sich im Zweifelsfall an eine Verbraucherzentrale vor Ort zu wenden und sich dort über die Seriosität des potenziellen Aufkäufers zu informieren.

Anlage in deutsche Kapitallebensversicherung bleibt gute und sichere Investition

Die deutsche Kapitallebensversicherung zeigte sich auch im Zuge der Finanzkrise als solide und nachhaltige Finanzanlage. Absicherungsmechanismen wie eine konservative Anlagepolitik der Versicherer aufgrund gesetzlicher und aufsichtsbehördlichen Bestimmungen wie z. B. dem Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) oder der Anlageverordnung (AnlV) sowie regelmäßige Kontrollen der Finanzaufsicht sorgten u. a. dafür, dass sich Verbraucher keine Sorgen um ihre Altersvorsorge machen mussten. Selbst bei Versagen aller professionellen Instrumente zur Abfederung von vorübergehenden Marktschwächen und einer Schieflage eines Erstversicherers, ist das Geld der Kunden sicher.

Die Sparanteile inkl. Zinsen und Überschüsse werden im Sicherungsvermögen der Versicherer getrennt vom übrigen Unternehmensvermögen angelegt und können nicht von etwaigen Gläubigern angegriffen werden. Im schlimmsten Fall würden die Lebensversicherungsverträge mit dem Sicherungsvermögen auf die Protektor Lebensversicherungs AG übertragen, bei der alle deutschen Lebensversicherer Pflichtmitglieder sind. Ein gutes und sicheres Produkt wird sich durchsetzen – im Erstmarkt, wie auch im Zweitmarkt.

* Weitere Informationen hierzu finden Sie auch der Homepage der BaFin unter www.bafin.de/Verbrauchermitteilungen bzw. auch im aktuellen BaFin-Journal!



Herr Ingo Wichelhaus
Vorstand
Tel.: 089/ 24 20 37 08
E-Mail: info@bvzl.de

BVZL Bundesverband Vermögensanlagen
im Zweitmarkt Lebensversicherungen e.V.
Ridlerstraße 33
80339 München
www.bvzl.de

Kurzportrait BVZL:

Die im Bundesverband Vermögensanlagen im Zweitmarkt Lebensversicherungen (BVZL) e. V. zusammengeschlossenen Unternehmen und Dienstleister engagieren sich weltweit in Lebensversicherungszweitmärkten. Der Verband mit seinen derzeit über 40 Mitgliedern fungiert seit seiner Gründung im Mai 2004 als eine einheitliche Interessenvertretung in wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Fragen. Der BVZL steht im ständigen Dialog mit Politik, Meinungsbildnern, Öffentlichkeit und anderen Interessengruppen, um die dynamische Entwicklung der Branche aktiv zu unterstützen.

Ein wichtiges Anliegen ist es, Branchenstandards im Hinblick auf Transparenz und Vergleichbarkeit der unterschiedlichen Anlagesegmente (britische, deutsche und US-amerikanische Lebensversicherungen) zu installieren und somit die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Investment in diese differenziert zu betrachtenden Asset-Klassen stetig zu verbessern.

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