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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 05.05.2010
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Berliner Industrie Spitze bei Innovationen

Berlin ist in den vergangenen Jahren auf dem Weg zu einem leistungsfähigen und innovativen Industriestandort ein gutes Stück vorangekommen – die deutsche Hauptstadt ist Spitzenreiter im Länderranking Forschung- und Entwicklungseinsatz im Verarbeitenden Gewerbe.

Beim Forschungspersonal rangiert Berlin, zwar mit schwankenden Werten, aber doch bereits seit 1993 beständig auf dem ersten Platz. Der Anteil des Forschungs- und Entwicklungspersonals an der Gesamtbeschäftigtenzahl in der deutschen Hauptstadt übertraf zuletzt mit 9,7% den gesamtdeutschen Durchschnitt um 4,4 Prozentpunkte. Im Jahr 1991 war der Abstand noch wesentlich geringer, der Anteil des Forschungspersonals im industriellen Sektor lag in Berlin bei 3,6% und in Deutschland bei 3,3%.

Auch die drei süddeutschen Länder Baden-Württemberg (7,1%), Bayern (5,9%) und Hessen (8,1%) sowie der andere große Stadtstaat Hamburg (6,9%) schneiden beim industriellen Forschungspersonal überdurchschnittlich gut ab. Die Schlusslichter stellen Mecklenburg-Vorpommern (2,2%), Brandenburg (2,2%), Sachsen-Anhalt (1,7%) und das Saarland (1,3%) dar. Zudem haben die Länder Thüringen (3,2%) und Sachsen (4,4%) bereits das Niveau Schleswig-Holsteins (2,8) übertroffen und liegen nun knapp hinter Nordrhein-Westfalen (3,6%) bzw. Sachsen vor Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz (4,1).

Parallel zum Personal gelang es den Berliner Industrieunternehmen auch bei den Aufwendungen eine gute Position zu belegen. Beim Verhältnis Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen zum Umsatz liegen die drei Länder Hessen (4,5%), Baden-Württemberg (4,2%) und Berlin (3,7%) deutlich und Bayern (2,9%) knapp über dem Bundesdurchschnitt (2,5%). Hamburg (1,3%) rangiert hier weit abgeschlagen auf Rang zehn.

Durch die hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung konnte vor allem die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Berliner Industrie gestärkt und gesichert werden. Denn Aufwendungen, die der Weiter- bzw. Neuentwicklung von Prozessen dienen, führen letztlich zur Rationalisierung der Produktion. Erwirtschaftete ein Industriebeschäftigter in Berlin 1991 lediglich 34.100 EUR, so waren es im Jahr 2008 bereits 74.900 EUR (+120%). Im Zuge dieser Innovationsprozesse gelang es den Berliner Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes ihre Exportquote (gemessen als Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz) nahezu zu vervierfachen – von 10,5% im Jahr 1991 auf 38,6% im Jahr 2008.

Die öffentlichen Forschungsinstitutionen des Bundes und Landes erhöhen die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Wirtschaft um umfangreiche Beträge. Die Forschungsaufwendungen im Sektor Staat und Hochschulen liegen in Berlin bei 2,0% des Bruttoinlandsprodukts. Im gesamten Bereich Wirtschaft liegt der entsprechende Wert in Berlin bei 1,4%. Die Forschungsaufwendungen aller Sektoren zusammen – Staat, Hochschulen und Wirtschaft – betragen in Berlin somit 3,4% des Bruttoinlandsprodukts. Nur Baden-Württemberg hat mit 4,4% im Ländervergleich einen besseren Wert. Für Deutschland insgesamt und für Hamburg betragen die entsprechenden Werte lediglich 2,5% bzw. 1,9%. Den Beschluss des Rates der Europäischen Union, bis zum Jahr 2010 die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in der EU auf einen Anteil am Bruttoinlandsprodukt von 3% zu erhöhen, hat Berlin bereits seit 1995 erfüllt.

Die Ausgabe von „Berlin aktuell“ zum Thema „Innovationsstandort Berlin“ sowie weitere volkswirtschaftliche Analysen und Berichte finden Sie in unserem Download-Center, Bereich „Volkswirtschaftliche Publikationen“, unter der Adresse www.ibb.de.



Herr Hartmut Mertens
Tel.: (030) 21 25-47 38

Investitionsbank Berlin (IBB)
Bundesallee 210
10719 Berlin
www.ibb.de

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