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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 12.04.2011
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Bilanzpressekonferenz: VGH Versicherungen erzielen weiterhin gute Ergebnisse

- Landschaftliche Brandkasse punktet mit innovativen Produkten - Provinzial Leben: Beitragsvolumen steigt um 12,5 Prozent - Provinzial Kranken bundesweit unter den „Top 4“ - Nachwuchsoffensive: 50 Prozent mehr Ausbildungsplätze

„Die VGH erzielt in enger werdenden Märkten weiterhin solide Ergebnisse. Dies ist ein Zeichen großen Vertrauens und ein klares Signal, dass die Kunden wissen, was sie gerade in bewegten Zeiten an ihrer VGH haben. Wir befinden uns auf einem nachhaltigen Kurs von Wachstum und Sicherheit und erfüllen zuverlässig unsere Aufgaben für Niedersachsen.“ Das sagte der Vorstandsvorsitzende der VGH, Dr. Robert Pohlhausen, anlässlich der Vorlage der Bilanz 2010 in Hannover. Die VGH gebe so dem Versicherungsstandort wesentliche Impulse und trage nicht zuletzt dazu bei, die Wirtschaftskraft Niedersachsens in allen Regionen zu stärken.

Die vier VGH-Unternehmen – Landschaftliche Brandkasse Hannover, Provinzial Leben, Provinzial Kranken und Provinzial Pensionskasse – nahmen Bruttobeiträge in Höhe von 1,79 Mrd. Euro ein. Das Prämienvolumen stieg damit um 5,6 Prozent (2009: 1,70 Mrd.). Die konsolidierten Beitragseinnahmen des Gesamtkonzerns wuchsen um 5,9 Prozent von 2,07 auf 2,19 Mrd. Euro. „Damit liegen wir über Marktniveau“, so Pohlhausen (GDV: +4,7%). Dieser Erfolg komme unmittelbar der Gemeinschaft der VGH-Versicherten zugute.

„Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass die VGH 2010 so gut abgeschnitten hat“, betonte Pohlhausen. Insbesondere die volatilen und von Niedrigzinsen bestimmten Finanzmärkte hätten im abgelaufenen Jahr die Branche vor große Herausforderungen gestellt. Dennoch wiesen Lebens- und Krankenversicherung der VGH erneut ein dynamisches Wachstum auf. Die Schaden- und Unfallversicherung konnte sich leicht über Vorjahresniveau stabilisieren. „In den Sachsparten wäre die Bilanz noch besser ausgefallen, wenn die Schadenslast 2010 nicht überdurchschnittlich gestiegen wäre“, erläuterte Pohlhausen. Wetterextreme wie kalte und schneereiche Wintermonate, Stürme und lokale Starkregenereignisse führten in Niedersachsen zu einer deutlichen Zunahme kleinerer und mittlerer Massenschadenereignisse. Die VGH hat hier erneut schnell und unbürokratisch Schäden reguliert. Positives meldete der Vorstand aus der wichtigsten Schadensparte, dem Kraftfahrtbereich: „Nach Jahren des Verdrängungswettbewerbs ist die VGH im Wechselgeschäft Ende 2010, Anfang 2011 wieder mit Bestandszuwachs durchgestartet. Es zahlt sich aus, dass wir einen langen Atem mit stabilen Beiträgen haben.“

Auch das seit der Finanzkrise branchenweit verhaltene Neugeschäft bei Lebens- und Rentenversicherungen gegen laufende Beiträge zieht mittlerweile an. Finanzvorstand Thomas Krüger: „Nach der Verunsicherung der letzten Jahre erkennen wieder mehr Menschen, wie wichtig es ist, langfristig in krisenfeste Altersvorsorgeprodukte zu investieren. Hier überzeugen öffentliche Versicherer mit ihrer traditionellen Stärke: einem ausbalancierten Kapitalanlagemanagement, das Wachstum, Sicherheit, Rendite und Liquidität ausgewogen analysiert und steuert.“

Landschaftliche Brandkasse punktet mit innovativen Produkten

Das für die Kompositsparten verantwortliche VGH-Mutterunternehmen, die Landschaftliche Brandkasse Hannover, erzielte 2010 Beitragseinnahmen in Höhe von 960 Mio. Euro. Damit lag sie über Vorjahresniveau (954 / +0,7%). Pohlhausen: „Die Brandkasse hat ihren Erfolgskurs mit konsequenter Kundenorientierung fortgesetzt. Eine Reihe von Produktinnovationen traf eindeutig auf die Bedürfnisse der Kunden.“ Zu den erfolgreichen Neuerungen, mit denen die Brandkasse sich vom Markt abhebt, gehörte in wichtigen Sparten des Privatkundengeschäfts der Einschluss grober Fahrlässigkeit. Außerdem übernahm die VGH als einer der ersten Versicherer das Risiko von Extremwetterschäden durch Starkregen und Rückstau in die Grunddeckung ihrer Gebäude- und Hausratversicherungen.

Auch im Kraftfahrtbereich zeigten verbesserte Leistungen und neue, bedarfsgerechter gestaltete Tarife Wirkung. Zur Jahreswende 2009/10 hatten ein zurückhaltendes Jahreswechselgeschäft und das Auslaufen der „Abwrackprämie“ das Kfz-Geschäft noch gebremst. Für 2010 erreichten die gebuchten Beiträge mit 322 Mio. Euro nahezu das Vorjahresergebnis (‑1,2%, Markt: +0,6%). „Das Wechselgeschäft 2010/11 und die ersten Monate des laufenden Jahres liegen deutlich über Plan“, zeigte sich Pohlhausen zuversichtlich. Auch der führende Branchendienst map-report hat das in seinem Kfz-Rating anerkannt und die VGH um acht Ränge hochgestuft. Die VGH zählt jetzt zu den drei besten und kundenfreundlichsten Gesellschaften in Deutschland.

Die Zunahme kleinerer und mittlerer Massenschadenereignisse infolge außergewöhnlicher Wetterlagen hinterließ Spuren im Schadenaufwand der Brandkasse. Er lag zum Jahresende 2010 um rund 30 Mio. Euro höher als 2009 (+4,7%). Mit 609 Mio. Euro bewegten sich die Ausgaben für Schäden auf dem Niveau des „Kyrilljahres“ 2007. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote (Combined Ratio) stieg entsprechend von 89 auf 92 Prozent, blieb aber weiterhin deutlich unter Marktniveau (96%).

Die Kapitalanlagen der Brandkasse wuchsen von 2,58 auf 2,63 Mrd. Euro. Die Nettoverzinsung verbesserte sich trotz niedriger Zinsen an den Kapitalmärkten von 3,5 auf 3,7 Prozent. Der Gewinn der Landschaftlichen Brandkasse betrug vor Ertragsteuern und Dotierung der Rückstellung für Beitragsrückerstattung 80 Mio. Euro (102). Für 2011 zahlt sie ihren Kunden eine erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung von insgesamt rund 20 Mio. Euro (19).

Provinzial Leben: Beitragsvolumen steigt um 12,5 Prozent

Das Beitragsvolumen der Provinzial Lebensversicherung Hannover übertraf mit 755 Mio. Euro (2009: 671) das Vorjahresergebnis um 12,5 Prozent (Markt: +7,1%). Beflügelt durch die Kapitalmarktsituation, sorgten Einmalbeiträge mit 237 Mio. Euro erneut für einen Wachstumsschub. Die VGH hat dieses Neugeschäft 2010 kontingentiert. Ressortvorstand Thomas Krüger: „Das Einmalbeitragsgeschäft macht nur ein knappes Drittel des gesamten Beitragsvolumens im Lebensbereich aus. Wir achten darauf, dass das Wachstum perspektivisch unsere Bestandskunden nicht benachteiligt und wir die Solvabilität unseres Unternehmens auf stabilem Niveau halten.“ Deshalb habe die VGH Anfang 2011 für aufgeschobene Versicherungen gegen Einmalbeitrag zusätzlich eine laufzeitabhängige, gestaffelte Überschussbeteiligung mit einer Laufzeit von sieben Jahren festgelegt.

Auch das Geschäft gegen laufende Beiträge entwickelt sich zufriedenstellend. Die Einnahmen blieben 2010 mit 518 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau (527 / ‑1,7%). Inzwischen steigt der laufende Beitrag im Neugeschäft wieder spürbar an. Die Stornoquote in der Lebensversicherung sank dagegen weiter auf 4,2 Prozent. Damit liegt die Provinzial Leben unter dem Marktdurchschnitt (5,6%) – ein Beleg für die hohe Qualität der Produkte und vertrieblichen Leistungen.

Das Kapitalanlageergebnis der Provinzial Leben legte zum Jahresende auf 299 Mio. Euro zu (272). Die Nettoverzinsung verbesserte sich weiter von 4,1 auf 4,3 Prozent. Der Bruttoüberschuss betrug 157 Mio. Euro (137). Daran beteiligt die VGH ihre Kunden mit 146 Mio. Euro (131), die in die Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) fließen bzw. den Kunden als Direktgutschrift zugewiesen werden. Die Kapitalanlagen stiegen von 6,87 auf 7,18 Mrd. Euro.

Die Stärke der Provinzial Lebensversicherung zeigte sich gerade vor dem Hintergrund der volatilen Finanzmärkte. Krüger: „Im vergangenen Jahr konnten wir unseren Kunden trotz der zwischenzeitlich extrem niedrigen Zinsphasen eine Überschussbeteiligung von 4,25 Prozent gutschreiben. Im Jahr 2011 sind es 4,1 Prozent. Mit dieser Deklaration liegen wir weiterhin über Branchenschnitt. Unsere Gesamtverzinsung beträgt mehr als fünf Prozent.“

Provinzial Kranken bundesweit unter den „Top 4“

Die Provinzial Krankenversicherung hat sich 2010 weiter positiv entwickelt. Die Beitragseinnahmen wuchsen im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut stärker als der Markt (+6,0%) um 9,7 Prozent auf 48,2 Mio. Euro (2009: 43,9). Ende 2010 hatte die Provinzial Kranken einen Bestand von 142.315 versicherten Personen (136.500), davon 13.752 (13.100) als vollversicherte Kunden. Die Kapitalanlagen der Provinzial Kranken legten von 123 auf 145 Mio. Euro zu.

Auf der Ausgabenseite stiegen die Krankheitskosten – wie schon seit längerem –kontinuierlich und deutlich schneller als die allgemeinen Lebenshaltungskosten. Dieser Trend zeigte sich auch bei der Provinzial Kranken. Ihre Leistungsausgaben wuchsen 2010 um 8,9 Prozent auf 20,2 Mio. Euro. Um den branchenweit höheren Kosten entgegenzuwirken, wurde als erster Schritt Anfang 2011 das Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes eingeführt. Demnach gelten ab 2011 die gesetzlich eingeführten Arzneimittelrabatte auch für Privatversicherte. Mit den geplanten Neuregelungen der Gebührenordnungen für Zahnärzte und Ärzte wären weitere Ausgabenreduzierungen möglich, sofern sie von der Gesundheitspolitik umgesetzt werden.

Auch im Berichtsjahr zählte die Provinzial Kranken zu den besten Krankenversicherern bundesweit. Diese Aussage bestätigt erneut der aktuelle Finanz- und Wirtschaftsdienst map-report. Die Provinzial erreichte beim jüngsten Unternehmensvergleich ein „sehr gutes“ Ergebnis und wird im Gesamtranking unter den „Top 4“ der besten Krankenversicherer aufgeführt.

Nachwuchsoffensive: 50 Prozent mehr Ausbildungsplätze

In ihrem Geschäftsgebiet engagiert sich die VGH als Sponsor zahlreicher Projekte im sportlichen, kulturellen und sozialen Bereich. Gesellschaftliche Verantwortung übernimmt das Unternehmen auch als Arbeitgeber. Für 2011 – ein Ausnahmejahr mit höherer Bewerberzahl durch den doppelten Abiturjahrgang und die ausgesetzte Wehrpflicht – hat die VGH ihre Ausbildungskapazitäten um 50 Prozent aufgestockt. Pohlhausen: „Damit stellen wir sowohl für junge Menschen als auch für unser Unternehmen die Weichen in Richtung Zukunft.“ Bereits zum dritten Mal (nach 2007 und 2008) erhielt der öffentliche Versicherer 2010 auch den Bildungspreis der deutschen Versicherungswirtschaft, den InnoWard.

Ausblick: Zuversicht durch konjunkturelle Belebung

Ende 2010 zeigte sich die deutsche Wirtschaft sichtlich erholt. Angetrieben von einer bemerkenswerten Exportstärke wirkt die ökonomische Belebung auch positiv auf die Binnenkonjunktur. Die Finanzkrise und insbesondere das Schuldenproblem der europäischen Staaten wirken zwar weiterhin belastend, doch es gibt Anlass für Zuversicht. Die Auswirkungen des Kraftwerksunfalls in Japan sowie der Unruhen in Nordafrika lassen sich bisher schwer beurteilen.

Die Prognose für das laufende Jahr fällt verhalten optimistisch aus. Im Kompositbereich geht die Brandkasse für 2011 von einem leicht steigenden Beitragsvolumen aus. Dieser Markt, so der VGH-Vorstandsvorsitzende, sei geprägt durch unvernünftige Kämpfe um Marktanteile. Dennoch sieht der Vorstand Silberstreifen am Horizont, etwa das Ende des Preissenkungszyklus’ in der Kfz-Sparte. Pohlhausen: „Ich bin zuversichtlich, dass die VGH nun ihre Wettbewerbsvorteile noch besser ausspielen kann: Hohe Produktqualität zu fairen Preisen, verantwortungsvolle Beratung, verlässliche Schadenregulierung und unser einzigartiges Servicenetz.“ Mit 600 Vertretungen und 1.200 Sparkassenfilialen sei die VGH in ihrem Geschäftsgebiet flächendeckend nah am Kunden.

Im Lebensbereich erwartet der Vorstand Ergebnisse mindestens in der Größenordnung von 2010. Positiv wirken könnte das Wiederanlagepotenzial aus deutlich erhöhten Abläufen der Produktgeneration zwölfjähriger Policen. Auch die Option, bis Ende 2011 noch Lebens- und Rentenversicherungen mit einem Garantiezins von 2,25 Prozent abzuschließen, dürfte das Altersvorsorgegeschäft positiv begleiten. Thomas Krüger: „Mit einem Garantiezins von künftig 1,75 Prozent und über alle Tarifgenerationen gleicher Überschussbeteiligung bleiben auch diese Produkte attraktiv bei der Suche nach Sicherheit.“

Die Neugeschäftserwartung der Provinzial Kranken liegt über den Ergebnissen des Berichtsjahres. Neben verbesserten politischen Rahmenbedingungen – Wegfall der 3-Jahres-Wechselfrist, Senkung der Jahresarbeitsentgeltgrenze sowie die Anhebung des Beitragssatzes in der gesetzlichen Krankenversicherung – führen zwei neue Selbstbehaltstufen in den Vollkostentarifen und die Einführung eines neuen leistungsorientierten Zahnzusatztarifs zu dieser positiven Einschätzung.

Nach einer erfolgreichen Pilotphase arbeitet die VGH künftig mit der AOK Niedersachsen auf der Basis gegenseitiger Empfehlungen zum Vorteil ihrer Kunden zusammen. Beide Unternehmen sind in ihren Sparten Marktführer in Niedersachsen, beide kennen die Region gut und arbeiten über flächendeckende Betreuungsstrukturen nah am Kunden.



Herr Christian Worms
Pressesprecher
Tel.: 0511 362-3808
Fax: 0511 362-2597
E-Mail: christian.worms@vgh.de

VGH Versicherungen
Schiffgraben 4
30159 Hannover
http://www.vgh.de

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