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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 16.12.2010
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Brisante Vermittlerthemen und AVAD zum Anfassen

AfW-Jahresmitgliederversammlung mit klaren Positionen und einem gefragten Diskussionsgast

Am 25.11. fand in Berlin die diesjährige Mitgliederversammlung des Vermittlerverbandes AfW statt. Im  Bericht des Vorstandes und der anschließenden Diskussion wurden viele „heiße Eisen“ der Branche angesprochen und die Positionen des AfW dargelegt und diskutiert.

Es wurde Eingangs das Selbstverständnis des AfW, als dem politischen Interessenvertreter der unabhängigen Finanzdienstleister bekräftigt. „Nur mit einer starken Stimme im politischen Berlin kann gewährleistet sein, dass es auch in 3 oder 10 Jahren noch überhaupt von Banken und Produktanbietern unabhängige Vermittler und Berater gibt.“ so der geschäftsführende Vorstand des AfW, Rechtsanwalt Norman Wirth.

AfW-Vorstand Frank Rottenbacher berichtete über die politische Arbeit des Jahres 2010, die geprägt war von den Regulierungsvorhaben der Bundesregierung. So hat der AfW in 2010 neben zahlreichen Gesprächen mit Politikern und in Ministerien u.a. zwei Maßnahmen gegen eine drohende BaFin-Aufsicht der unabhängigen Finanzdienstleister initiiert bzw. unterstützt, die die Branche in Bewegung gesetzt hat: Eine Unterschriftenaktion sowie ein Protestschreiben an die jeweiligen Bundestagsabgeordneten des Finanzdienstleisters. Die Protestbriefe hätten große Wirkung gezeigt, weil sich dadurch viele Abgeordnete mit diesem Thema beschäftigen mussten, die von den drohenden Arbeitsplatzverlusten in ihrem Wahlkreis noch nichts mitbekommen hatten. Begleitend wurden über 4.300 Unterschriften gegen die BaFin-Aufsicht dem Vorsitzenden des Finanzausschusses des Deutschen Bundestages, Herrn Dr. Wissing, übergeben werden. Frank Rottenbacher bedankte sich in diesem Zusammenhang bei k-mi und dem VGF für die gute Zusammenarbeit bei diesen Aktionen und forderte, dass die Regulierung der Fondsvermittlung am Beispiel der Versicherungsvermittlung auf Basis der Gewerbeordnung erfolgen solle. Der AfW würde dieses Gesetzesvorhaben intensiv begleiten. Parallel stünden Herausforderungen in Brüssel an, wie zum Beispiel die Überarbeitung der Versicherungsvermittlerrichtlinie und die Erstellung der PRIPS-Richtlinie.

Vorstand Carsten Brückner stellte die Mitgliederentwicklung dar: „Aktuell hat der AfW 1.368 ordentliche Mitglieder und 36 Fördermitgliedsunternehmen. Den AfW zeichnet damit ein konstanter Zuwachs aus.“ Der Mehrwert des Verbandes für seine Mitglieder – neben der politischen Interessenwahrnehmung – wurden gerade im letzten Jahr umfangreich ausgebaut. Ein Schwerpunkt wurde dabei auf die Information über das Marktgeschehen gelegt. Diverse Kooperationen mit Finanzzeitungen und –zeitschriften, sowie Brancheninformationsdiensten bieten Mitgliedern erhebliche Kostenersparnisse. Gleiches gilt für Angebote z.B. aus den Bereichen Qualifikation, EdV und Rechtsberatung sowie Zugänge zu rabattierten Buchungsportalen wie z.B. Hotelbuchungen bei HRS.

Norman Wirth berichtete sodann von einem kürzlich stattgefundenen Gespräch beim Versicherungsombudsmann. Einhellig begrüßt wurde von der Mitgliederversammlung, dass die beteiligten Versicherungen sich jetzt dem Spruch des Ombudsmanns bis zu 10.000 € unterwerfen. Diskutiert wurde dann die Frage, ob und wie eine derartige Regelung auch für Versicherungsvermittler möglich wäre. Die Mitgliederversammlung begrüßte die Idee zu versuchen unter Schirmherrschaft des Ombudsmanns einen Gesprächskreis mit den Anbietern der Vermögensschadenshaftpflichtversicherungen und den maßgeblichen Vermittlerverbänden zu initiieren.

Themen wie die Kick-Back-Rechtsprechung des BGH und seine Auswirkungen auf die unabhängigen Vermittler, das Provisionsabgabeverbot und das Verhältnis zu anderen Verbänden wurden diskutiert und letztlich die Linie des Vorstandes klar bestätigt.

Weiterhin berichtete Norman Wirth von der Mitgliederversammlung des AVAD e.V. im September bei welcher der AfW erstmals als neues Mitglied vertreten war. Der AfW hatte dort einen Antrag auf vorherige Pflichtmitteilung an den betroffenen Vermittler bei einem beabsichtigten negativen Eintrag eingebracht. Dieser Antrag wurde von sämtlichen anderen AVAD-Mitgliedern abgelehnt. Wirth dazu: „Das erklärte Ziel des AfW-Antrages war es, zu vermeiden, dass auch nur ein unbescholtener Vermittler durch eine falsche AVAD-Auskunft erhebliche Problem bekommt, wie in der Vergangenheit leider in Einzelfällen geschehen. Es musste also eine Abwägung getroffen werden, zwischen den Interessen der Gesellschaften an umgehender Information über Saldi, Fehlverhalten oder ähnlichem und den Interessen der Vermittler an ausschließlich richtigen Auskünften. Wie dieses Mal die Abwägung der anderen Mitglieder ausfiel, zeigt das Ergebnis der Abstimmung. Wir bleiben dran. “

Passend zu diesem Thema wurde im weiteren Verlauf des Abends auch Herr Stefan Schwarz, Geschäftsführer des AVAD e.V., begrüßt. Er erläuterte die praktische Arbeit der AVAD und stand sodann für eine – äußerst angeregte – Diskussion zur Verfügung.

Stimmungsvolle Atmosphäre und toller Ausklang war bei diesem Treffen garantiert. Die AfW -Fördermitglieder INFINUS Vertrieb & Service AG sowie der INFINUS Finanzdienstleistungsinstitut AG sorgten mit für den passenden Rahmen in der Sky Lounge des Europa-Centers im Herzen von Berlin.



Tel.: (030) 2045 4403
Fax: (030) 2063 4759
E-Mail: office@afw-verband.de

AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V.
Ackerstraße 3
10115 Berlin
www.afw-verband.de

Der AfW ist die berufsständische Interessenvertretung unabhängiger Finanzdienstleister. Er vertritt die Interessen von über 30.000 Finanzdienstleistern in mehr als 1.300 Mitgliedsunternehmen sowie eine ständig wachsende Anzahl von Fördermitgliedern. Mitglieder im AfW sind Versicherungsmakler und -vertreter, Kapitalanlage- und Finanzvermittler sowie Finanzdienstleistungsinstitute. Der AfW ist im Fachbeirat der BaFin mit Sitz und Stimme vertreten.



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