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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 15.12.2009
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Bund und private Kreditversicherer verständigen sich auf staatliche Ergänzung / Programm läuft Ende 2010 aus

Die privaten Kreditversicherer haben sich mit der Bundesregierung auf eine bis Ende 2010 befristete staatliche Ergänzung der Warenkreditversicherung verständigt. „Wir hoffen, dass das Modell seine Wirkung entfalten wird und werden die Bundesregierung bei der Umsetzung unterstützen“, sagt der Vorsitzende der Kommission Kreditversicherung des GDV, Peter Ingenlath, am Montag in Köln. „Die Kreditversicherer benötigen keinen „Rettungsschirm“, wie ihn die Bundesregierung etwa für notleidende Kreditinstitute oder im Rahmen des Konjunkturpaketes II geschaffen hatte“, ergänzt Ingenlath. „Im Hinblick auf die Solvabilität, die Liquidität und den Rückversicherungsschutz bestehen für die Kreditversicherer keine Probleme. Es geht allein um Unterstützungsmaßnahmen für die versicherungsnehmende Wirtschaft und deren Kunden“, unterstreicht Ingenlath.

Der Bund trägt im Rahmen dieses Top-Up-Modells einen Teil des Forderungsausfallrisikos, den die Kreditversicherer nicht mehr übernehmen, weil sie sich zwar nicht vollständig aus dem entsprechenden Risiko zurückziehen, aber im Hinblick auf die schwierige Bonität des Abnehmers ihre Limite absenken müssen oder beantragte Limite nur teilweise einräumen können. Die Bundesregierung stellt für die Top-Up-Deckung ein Gewährleistungsvolumen von 7,5 Milliarden Euro aus dem Kredit- und Bürgschaftsprogramm des Bundes zur Verfügung.

Das Modell sieht vor, dass die staatliche Zusatzdeckung für das einzelne Risiko maximal so hoch sein wird wie der Versicherungsschutz des Kreditversicherers. Deckt der Kreditversicherer 40 Prozent des Risikos, kann der Staat also weitere 40 Prozent ergänzen. Deckt der Kreditversicherer 70 Prozent, kann der Staat mit weiteren 30 Prozent auf 100 Prozent aufstocken. Auch wenn die Prämien aufgrund der unterschiedlichen Systematik schwer vergleichbar sind, liegt der von der Regierung festgelegte Prämiensatz von 2,88 Prozent per annum der gewährten Top-Up-Deckung deutlich über dem normalerweise üblichen Prämienniveau der privaten Kreditversicherer. Das ist den Besonderheiten dieser Deckungsform, einer Einzelrisikoabsicherung mit erhöhtem Ausfallrisiko, geschuldet. Die Kreditversicherer wickeln das Kundengeschäft in der Top-Up-Tranche auf Rechnung des Bundes vollständig ab, um den Versicherungsnehmern einen einfachen Zugang zu ermöglichen.



Herr Dr. Matthias Müller
Tel.: 030 / 20 20 – 51 11
E-Mail: m.mueller@gdv.de

Gesamtverband der Deutschen
Versicherungswirtschaft e.V
Wilhelmstraße 43 / 43G
10117 Berlin
http://www.gdv.de

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