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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 07.05.2010
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CHARTA-Marktplatz 2010 mit einer „Erstversicherer freien Zone“

Der 16. CHARTA-Marktplatz am 4./5. Mai 2010 in Neuss unterschied sich in einer Hin-sicht wesentlich von den bisherigen Fachmessen der CHARTA Börse für Versicherun-gen AG. Die Rahmenbedingungen waren zwar unverändert: Ausstellungsfläche ausge-bucht, 70 Aussteller – vorwiegend Maklerversicherer, fast 2.000 angemeldete Besucher. Doch beim Vortragsprogramm der Fachmesse standen nicht mehr die Versicherer, son-dern die Makler im Fokus.

„Das große Thema des Tages – und das ist anders als in den Vorjahren – sind Sie und Ihr Unternehmen“, begrüßte denn auch Werner Tewes, der Vorstandsvorsitzende der CHARTA Börse, in seiner Eröffnungsrede die versammelten Vermittler. „So ungewöhnlich das klingen mag: In diesem Jahr ist unser Vortragsprogramm eine Erstversicherer freie Zone“, ergänzte Tewes. An den Messeständen und dazwischen allerdings stand auch die Entwicklung der Erstversicherer auf der Agenda. Schließlich sind die Makler Teil der Versicherungsbranche, die im laufenden Jahr zumindest die Nachwehen der weltweiten Finanzkrise zu spüren bekommen dürfte.

So beeinflussen die große Zahl von Unternehmensinsolvenzen und die zunehmende Arbeitslosigkeit beziehungsweise die Sorge um den Arbeitsplatz nicht nur die Prämienentwicklung in den Industrie- und Gewerbesparten, sondern auch die Schadenquoten bei den Kredit- und Rechtsschutzversicherern. Die Lebensversicherer haben sich im vergangenen Jahr nur mit Hilfe hoher Einmalbeiträge über Wasser gehalten. Dass sich das im laufenden Jahr wiederholen lässt, erscheint wenig wahrscheinlich. Die sinkenden Lebensversicherungsleistungen infolge geringer Zinsen auf den Geld- und Kapitalmärkten erschweren die Vermittlung privater Altersvorsorge auf alle Fälle. Richtig zufrieden erscheinen lediglich die Krankenversicherer, wenn auch nicht geschäftlich, so doch wenigstens mit den geänderten politischen Rahmenbedingungen seit der Bundestagswahl im vergangenen Jahr, so Tewes.

Chancen und Sorgen der Maklerbetriebe

Was Politik und Rechtssprechung für den Maklerbetrieb bedeuten und wie dieser wirtschaftlich am besten über die Runden kommt, war aber das thematische Hauptanliegen des 16. CHARTA-Marktplatzes. An den Lebensnerv der Makler geht nicht nur die mögliche Tabuisierung der Maklercourtage, mit der sich eine Podiumsrunde auf der Fachmesse ausführlich befasste. Auch die Gewinnung von Neukunden hat der Gesetzgeber erschwert. Denn deren Ansprache macht das „Gesetz zur Bekämpfung unerlaubter Telefonwerbung und zur Verbesserung des Verbraucherschutzes bei besonderen Vertriebsformen“ vom vergangenen Jahr fast unmöglich. Auswege aus diesem Dilemma zeigten Rechtsanwalt Jürgen Evers und Klaus-J. Fink in ihren Referaten.

Zuvor allerdings analysierte Steffen Ritter, Leiter des Instituts Ritter GmbH, den Maklerbetrieb unter Management- und Kostengesichtspunkten. Schon der Titel seines Referats – Betrieb frisst Vertrieb – macht deutlich, wo Ritter ansetzte. Doch auch betriebswirtschaftliches Denken bewahrt nicht vor der Umsatzsteuer auf Courtagen. Welche Makler wofür Umsatzsteuer zu entrichten haben, legte wiederum Rechtsanwalt Jürgen Evers von der Kanzlei Blanke Meier Evers dar.

Von existenzieller Bedeutung

Von existenzieller Bedeutung für die Vermittler ist allerdings die Form der Bezahlung ihrer Arbeit: Courtage oder Honorare. Für das Privatkundengeschäft empfehlen die Autoren der Studie „Anforderungen an Finanzvermittler – mehr Qualität, bessere Entscheidungen“, die das Beratungsunternehmen Evers & Jung im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erstellt hat, die Honorarberatung. Marco Habschick, Seniorberater bei Evers & Jung, erläuterte diese Überlegungen. Doch das Motto der Podiumsdiskussion des 16. CHARTA-Marktplatzes „Honorare statt Courtagen: Operation gelungen, Patient tot?“ zeigt die Zwiespältigkeit solcher Erwägungen.

Als Schritt in Richtung Honorarberatung wird in der Branche die Aufgabe des Provisionsabgabeverbots nach Paragraf 81 Versicherungsaufsichtsgesetz gesehen, was aber keineswegs von Vorteil für die Kunden sein muss. Denn sollte diese amtliche Verordnung fallen, könnte der Kunde seinen Vertragsabschluss von der Teilhabe an der Maklercourtage abhängig machen. Und dabei könnte ihm die Höhe dieser Beteiligung wichtiger sein als ein gutes Produkt. Mit dieser Problematik beschäftigte sich Dr. Hans-Georg Jenssen, Geschäftsführender Vorstand des VDVM Verband Deutscher Versicherungsmakler, in seinem Vortrag.

Wieder Workshops für Einfirmenvertreter

Auch die übrigen Referate waren dieses Jahr praxisbezogen. Lediglich Michael Best, Leiter der ARD-Börsenreaktion des Hessischen Rundfunks, stellt wie schon 2008 eher theoretische Wirtschaftsüberlegungen an. Dieses Mal ging es ihm um die Auswirkungen der hohen Staatsschulden auf den Euro. Für ein Messeereignis der besonderen Art sorgte schließlich wieder der RTL-Moderator Ulli Potofski im Gespräch mit dem ehemaligen Fußball-Profi Günter Netzer. Und ebenfalls wie im Vorjahr bot CHARTA in mehreren Workshops Rat für qualifizierte Einfirmenvertreter, die sich mit den Chancen und Risiken des Maklerberufs näher befassen wollen.

CHARTA Börse für Versicherungen AG
Steinstr. 31
40210 Düsseldorf
http://www.charta.de

CHARTA Börse für Versicherungen AG ist ein Verbund von weit über 500 Versicherungs-maklern. Den unabhängigen Partnerbetrieben bietet sie als Dienstleister unter anderem exklu-siv vereinbarte Versicherungsprodukte, Rahmenabsprachen und umfassendes Fachwissen durch eigene Experten und im CHARTA-Netzwerk. Zur umfangreichen Technikausstattung gehören neben der marktführenden Beratungssoftware und Vergleichsprogrammen auch ein Kundenverwaltungsprogramm sowie der eigene Online-Tarifrechner.

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