dvb-Pressespiegel

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02.07.2008 - dvb-Presseservice

Citibank – bald Milliarden-Rückforderungen wegen sittenwidriger Kredite?

Termin beim Landgericht Hamburg am 3. Juli 2008

Am 3. Juli 2008 um 10.30 Uhr findet im Saal A 209 des Landgerichts Hamburg (Ziviljustizgebäude, Sievekingplatz 1) eine öffentliche Gerichtsverhandlung zu einem wichtigen Prozess der Verbraucherzentrale Hamburg gegen die Citibank statt. Die Verbraucherzentrale will in einem Musterprozess klären, ob die Citibank in großem Maßstab in den vergangenen Jahren Ratenkredite zu sittenwidrigen Konditionen vergeben hat.

Hintergrund: Seit Jahren werden Kunden, die bei der Citibank einen Kredit aufnehmen, nach Erkenntnissen der Verbraucherzentrale dazu genötigt, zusätzlich eine überteuerte Restschuldversicherung abzuschließen. Nach einem internen Dokument des Citibank Versicherungspartners CIV waren in den Jahren 2001 bis 2003 zwischen 96 und 98 Prozent der Citibank-Kredite mit einer Restschuldversicherung gekoppelt. In der Kreditberatung der Verbraucherzentralen taucht praktisch kein Citibank-Kredit ohne Restschuldversicherung auf.

Die Kosten dieser unsinnigen Versicherung verteuern die Kredite so erheblich, dass sie nach Überzeugung der Verbraucherzentrale als sittenwidrig einzustufen sind. Folgt das Gericht der Auffassung der Verbraucherzentrale in diesem Musterverfahren, können Citibank-Kunden Milliarden zurück fordern. Sie müssten dann nämlich nur den Nettokredit zurückzahlen. Wer sittenwidrige Kredite vergibt, hat keinen Anspruch auf Zinsen oder andere „Gebühren“, auch nicht auf einen Zinssatz in angemessener Höhe. Viele Citibank-Kunden könnten ihre Ratenzahlungen einstellen oder bekämen sogar noch Geld erstattet. Ein Rettungsanker für viele ver- oder überschuldete Verbraucher, deren Finanzkrise oft durch die Kreditvergabe der Citibank mit ausgelöst wurde.

Die Größenordnung ist beträchtlich. Allein im Jahr 2006 erzielte die Citibank nach eigenen Angaben Provisionserträge aus der Vermittlung von Versicherungen in Höhe von 344 Millionen Euro. Hinzu kämen die zu Unrecht erhobenen Zinsen und Bearbeitungs“gebühren“. Milliardenbeträge stehen also auf dem Prüfstand.



Frau Edda Castello
E-Mail: presse@vzhh.de

Verbraucherzentrale Hamburg e.V.
Kirchenallee 22
20099 Hamburg
http://www.vzhh.de/

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