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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 06.08.2008
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Commerzbank in Q2 mit starkem operativen Ergebnis

- Operatives Ergebnis: 484 Millionen Euro (+ 11% gegenüber Q1), bereinigt 908 Millionen Euro
- Knapp 1 Million neue Privatkunden im 1. Halbjahr 2008, davon mehr als 260.000 in Deutschland
- Privat- und Geschäftskunden mit Rekordquartal, Mittelstandsbank weiter dynamisch wachsend, Osteuropa-Aktivitäten erfolgreich
- Corporates & Markets mit gutem Ergebnis, Public Finance und Treasury positiv und besser als erwartet
- Commercial Real Estate mit einmaliger Einzelwertberichtigung von 250 Millionen Euro, Neugeschäft konsequent zurückgefahren
- Martin Blessing: „Wir sind auf Spur“

Die Commerzbank schloss das zweite Quartal 2008 mit einem operativen Ergebnis von 484 Millionen Euro ab (in Q1 435 Millionen Euro). Das operative Ergebnis wuchs damit gegenüber dem ersten Quartal 2008 um 11,3%. Um einmalige Sondereffekte bereinigt, lag der operative Gewinn sogar bei 908 Millionen Euro (Q2 2007: 763 Millionen Euro). „Die Commerzbank ist auf Spur, der profitable Wachstumstrend intakt“, fasst Martin Blessing, Vorstandssprecher der Commerzbank, das gute zweite Quartal zusammen.

Wachstum zeigte sich in den ersten sechs Monaten des Jahres nicht nur beim Ergebnis: knapp 1 Million neue Privatkunden allein im ersten Halbjahr 2008 (+ 12% gegenüber Ende 2007), davon mehr als 260.000 in Deutschland, belegen den Erfolg. Gleichzeitig hat die Commerzbank das Volumen der Einlagen im Vorjahresvergleich signifikant um 22% gesteigert. Das Ziel der Ende 2006 gestarteten Wachstumsinitiative, bis Dezember 2009 in Deutschland rund 6 Millionen Privatkunden zu erreichen, wird voraussichtlich schon 2008 erreicht.

Das Segment Privat- und Geschäftskunden blickt auf ein Rekordquartal zurück. Auch die Mittelstandsbank wuchs im zweiten Quartal dynamisch. Die Mittel- und Osteuropa-Aktivitäten entwickelten sich ebenfalls erfolgreich. Corporates & Markets profitierte von einem sehr erfreulichen Handelsergebnis. Public Finance und Treasury erzielte ebenfalls und schneller als erwartet ein positives Ergebnis. Dagegen musste das Segment Commercial Real Estate Wertberichtigungen von 119 Millionen Euro auf den amerikanischen RMBS-Bestand sowie eine zusätzliche einmalige Einzelwertberichtigung von 250 Millionen Euro verkraften.

Im zweiten Quartal lag der Konzernüberschuss nach Anteilen Dritter mit 817 Millionen Euro um 6,4% über dem Vorjahresquartal und deutlich über dem operativen Ergebnis. Ausschlaggebend dafür ist ein Steuerertrag in Höhe von 386 Millionen Euro. Dieser einmalige Sondereffekt ergibt sich im Wesentlichen aus der Aktivierung latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 500 Millionen Euro, die nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aktiviert werden müssen. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern lag auf Grund der erfreulichen operativen Entwicklung und des Steuerertrages bei hohen 24,4% (in Q1 8,4%). Der Gewinn je Aktie erreichte 1,24 Euro nach 0,43 Euro im ersten Quartal.

Zins- und Provisionsüberschuss weiter sehr erfreulich Mit rund 1,2 Milliarden Euro entwickelte sich der Zinsüberschuss der Commerzbank-Gruppe im 2. Quartal hervorragend und lag deutlich über dem Q1-Wert von etwa 1 Milliarde Euro.

In die Kreditrisikovorsorge wurden 414 Millionen Euro eingestellt, die laufende Wertberichtigungen von 164 Millionen Euro und die bei Commercial Real Estate gebildete zusätzliche einmalige Einzelwertberichtigung von 250 Millionen Euro enthält. Für das Gesamtjahr wird (ohne die zusätzliche Einzelwertberichtigung) unverändert eine Kreditrisikovorsorge von 700 Millionen Euro erwartet. Dies beinhaltet auch die Risikovorsorge der Bank Forum, die in Q2 erstmals konsolidiert wird. Der Provisionsüberschuss fiel mit 717 Millionen Euro etwas niedriger aus als in den ersten drei Monaten. Mit Ausnahme von Commercial Real Estate entwickelten sich jedoch alle Segmente im Vergleich zum ersten Quartal gut. Äußerst positiv hat sich das Handelsergebnis entwickelt. Es stieg auf 375 Millionen Euro, nach 173 Millionen Euro in Q1. Das entspricht einem Plus von 202 Millionen Euro (+ 117%). Überwiegend ist dieser Erfolg dem Segment Corporates & Markets zuzurechnen. Aber auch Public Finance und Treasury erzielte ein, nicht nur vor dem Hintergrund volatiler Märkte, erfreulich positives Handelsergebnis.

Im Ergebnis aus Finanzanlagen von minus 86 Millionen Euro schlagen sich die indirekten Folgen der US-Immobilienkrise in Impairments auf Corporate CDOs (18 Millionen Euro) und auf verbriefte USImmobilienkredite, das sogenannte RMBS-Portfolio (119 Millionen Euro) nieder. In Q1 lag das Finanzanlagenergebnis unter Berücksichtigung von Gewinnen aus dem Verkauf von Randaktivitäten der Commerzbank-Gruppe bei minus 26 Millionen Euro.

In den letzten 12 Monaten wurde das ABS Portfolio um mehr als 40% auf 13,2 Milliarden Euro reduziert. Das entspricht einem Abbau um rund 9 Milliarden in nur einem Jahr. Rund 44% des ABS Portfolios bestehen per 30. Juni aus staatsgarantierten US-Anleihen. Auch die Qualität des kommerziellen Immobilienkreditportfolios ist sehr hoch: 92% des Bestands ist Investment Grade.

Das Kostenmanagement greift und ist unverändert straff. Der gegenüber dem Vorquartal um 51 Millionen Euro (+ 4%) auf 1,4 Milliarden Euro gestiegene Verwaltungsaufwand ist auf Investitionen in die Wachstumsprogramme der Kerngeschäftsfelder – einschließlich der zum ersten Mal konsolidierten Bank Forum – und auf den Einmalaufwand für die Integration der Essen Hyp zurückzuführen.

Zur Jahresmitte hatte die Commerzbank-Gruppe eine im Vergleich zu Jahresende 2007 nahezu unveränderte Konzernbilanzsumme von 615 Milliarden Euro. Mit 7,4% blieb die Kernkapitalquote (TIER 1) etwa auf Q1-Niveau. Die Eigenmittelquote verringerte sich moderat auf 11,3%. Beide liegen damit am oberen Rand der Zielbandbreiten von 6,5% bis 7,5% beziehungsweise 10,5% bis 11,5%.

Auch die Liquiditätslage ist mit 1,21 zum Stichtag 30. Juni, gemessen am Grundsatz II, unverändert großzügig.

Deutschland, Mittel- und Osteuropa sind zentrale Wachstumstreiber Die Segmente Privat- und Geschäftskunden und Mittelstandsbank haben sich auch im zweiten Quartal hervorragend behauptet. Mit 157 beziehungsweise 245 Millionen Euro operativem Gewinn waren sie erneut die wichtigsten Ergebnisträger. Beide haben zudem ihre Kundenbasis signifikant ausgeweitet.

Im Segment Mittel- und Osteuropa hat die BRE Bank einen großen Anteil an der guten Entwicklung; das operative Ergebnis lag im 2. Quartal bei 92 Millionen Euro. Auf mittlere Sicht soll das Segment nachhaltig mehr als 15% zum operativen Konzernergebnis beitragen. Erstmals ist in den Zahlen auch die Beteiligung an der ukrainischen Bank Forum enthalten.

Corporates & Markets setzte die sich im ersten Quartal abzeichnende positive Tendenz fort. Mit 299 Millionen Euro war das Handelsergebnis deutlich besser, als angesichts der Verwerfungen an den Finanzmärkten zu erwarten war. Mit dem stark kundenbezogenen Ansatz ist es gelungen, das operative Ergebnis auf 132 Millionen Euro zu erhöhen. Im ersten Quartal hatte das Segment noch einen operativen Verlust von 50 Millionen Euro. Das Umfeld für das Segment Commercial Real Estate war im zweiten Quartal nach wie vor schwierig, das Neugeschäft konsequenterweise weiter verhalten. Der Zinsüberschuss lag mit 215 Millionen Euro auf Höhe des ersten Quartals. Ähnliches gilt für den Provisionsüberschuss (95 Millionen Euro) sowie den Personal- und den Sachaufwand (zusammen 135 Millionen Euro). Das Handelsergebnis war ausgeglichen. Das operative Ergebnis lag bei minus 222 Millionen Euro und ist noch immer von den indirekten Auswirkungen der US-Subprime-Krise gezeichnet.

Die konsequente Risikoreduzierung bei der Essen Hyp, die fortschreitende Integration und die Vereinheitlichung der Hedgepositionen haben sich im Segment Public Finance und Treasury im zweiten Quartal positiv ausgewirkt. Operativ wurden 26 Millionen Euro verdient, in Q1 musste noch ein operativer Verlust von 144 Millionen Euro hingenommen werden.

Ausblick

Die weltweite wirtschaftliche Abschwächung hat Deutschland erreicht, auch wenn sich keine Rezession abzeichnet. Die Staaten Mittel- und Osteuropas hingegen zeigen unveränderte Wachstumsdynamik. „Die Commerzbank-Gruppe war im 1. Halbjahr 2008 erfolgreich. Unser Ausblick vom Mai des Jahres bleibt unverändert: Angesichts weiter volatiler Märkte gehen wir nach wie vor davon aus, dass es – ohne Berücksichtigung des Steuerertrags – sehr schwer werden dürfte, im Gesamtjahr das gute Ergebnis des Vorjahres zu erreichen“, sagte Dr. Eric Strutz, Finanzvorstand der Commerzbank. „Gleichwohl: Wir sind gut positioniert, wir wachsen, und wir sind nachhaltig profitabel.“ Auch das Ziel, 2010 eine Nach-Steuer-Rendite von mehr als 15% auf das Eigenkapital zu erzielen, bleibe bestehen, so Strutz weiter.



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