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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 02.12.2009
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DekaBank Konjunktur- und Kapitalmarktausblick 2010/2011:

- Weltwirtschaftliche Erholung geht weiter - Wirtschaftliche Entwicklung ungewohnt langsam - Staatsschulden in Deutschland steigen signifikant - Deflationsrisiken noch nicht gebannt

"Auch wenn die konjunkturelle Abwärtsspirale durchbrochen ist und die Weltwirtschaftsleistung wieder steigt, sehen wir einer ungewohnt zähen Erholung entgegen", sagt Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, vor Journalisten bei der Präsentation des Konjunktur- und Kapitalmarktausblicks 2010/2011. Denn die Aufarbeitung der Krise habe erst begonnen und halte enorme Anpassungsaufgaben bereit. Dubai habe gezeigt, dass kurzfristige Rückschläge nach wie vor möglich sind. "Die derzeitigen Strukturen der Wirtschaft passen nicht mehr in die Nach-Krisen-Welt. Die Volkswirtschaften müssen sich auf ein verändertes Finanzierungsklima einstellen - und das dauert." Kater prognostiziert für 2010 und 2011 ein vergleichsweise schwaches Weltwirtschaftswachstum von 3,6 Prozent bzw. 3,7 Prozent. Normal wären hier Raten, die ein bis zwei Prozentpunkte höher liegen.

USA: nur langsam aus der Krise

Auf wirtschaftlich schwache Jahre müssen sich auch die USA einstellen. "Die deutlich verringerte Kreditvergabedynamik durch die Banken verhindert ebenso einen schnellen Anstieg der Investitionen und des privaten Konsums, wie der Vertrauensverlust der Privathaushalte", erklärt Kater. Vor allem der Staat trägt 2010 mit seinen Aktivitäten zum Wachstum bei. Kater prognostiziert 2010 eine Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,7 Prozent, 2011 aufgrund auslaufender fiskalischer Impulse von 2,6 Prozent.

Euroland: Zweiteilung setzt sich fort

Von der Stimmungsaufhellung seit dem Frühjahr 2009 haben bereits einige Euroländer - allen voran Frankreich und Deutschland - profitiert. Volkswirtschaften mit strukturellen Problemen, darunter auch Spanien, waren selbst im Sommer noch nicht wieder auf Wachstumskurs. "Diese neue Zweiteilung wird das Bild Eurolands auch in den kommenden zwei Jahren prägen. Besonders der Rollentausch zwischen Deutschland und Spanien zeigt, dass die Stars von damals zu den Verlierern von heute zählen", sagt Kater. 2010 erwartet er für Euroland ein BIP-Wachstum von lediglich 0,9 Prozent, 2011 einen moderaten Anstieg von 1,5 Prozent.

Deutschland: Erholung mit Schönheitsfehlern

In Deutschland profitiert die Nachfrage nach Gütern von der weltweit auflebenden Konjunktur. Sorgen bereitet der Blick nach innen. "Besonders der Arbeitsmarkt steht vor einer seiner größten Herausforderungen seit der Wiedervereinigung", so Kater. Einen Anstieg der Arbeitslosigkeit auf über vier Millionen in den kommenden zwei Jahren hält er für wahrscheinlich. Weitere Belastungsfaktoren für die Konsumnachfrage sehen die DekaBank-Volkswirte in der Zunahme von Insolvenzen sowie dem Auslaufen von Abwrackprämie und Konjunkturpaketen. Das BIP dürfte in den kommenden zwei Jahren um jeweils 1,4 Prozent wachsen.

Finanzpolitik: Doppelstrategie gegen Staatsschulden

"Mit dem Thema Staatsbankrott sind wir durch, doch die Schuldenberge sind deutlich größer geworden", beschreibt Kater die zentrale Herausforderung für die Finanzpolitik. Allein in Deutschland ist die Schuldenstandsquote von 65 Prozent 2007 auf derzeit 73 Prozent des BIP angestiegen. Nach Ansicht der DekaBank-Volkswirte ist ein wirksamer Schuldenabbau langfristig nur über die Kombination von Wachstum und Konsolidierungsbemühungen zu erreichen. Inflation ist dabei keine Option, weil die Schulden entlastenden Wirkungen relativ gering bleiben.

Geldpolitik: Deflationsrisiken noch nicht gebannt

Solange die konjunkturelle Erholung auf wackligen Beinen steht, werden die Notenbanken an ihrer Niedrigzinspolitik festhalten. Die Deflationsrisiken sind nach wie vor nicht gebannt. Trotzdem rechnen die DekaBank-Volkswirte damit, dass die EZB bereits in der ersten Jahreshälfte 2010 konkrete Maßnahmen zum Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik ankündigen wird. Eine erste Zinserhöhung sollte dennoch erst Ende 2010 erfolgen. Insbesondere vor dem Hintergrund möglicher neuer Verwerfungen an den Finanzmärkten müsse den Marktteilnehmern klargemacht werden, dass die geldpolitischen Zügel bei nächster Gelegenheit wieder angezogen würden.




Herr Dr. Rolf Kiefer

Tel.: 069/71 47-79 18
Fax:
E-Mail: rolf.kiefer@deka.de


Frau Miriam Breh

Tel.: 069/7147 – 5286
Fax:
E-Mail: miriam.breh@deka.de

DekaBank Deutsche Girozentrale
Mainzer Landstr. 16
60325 Frankfurt/M.
www.dekabank.de

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