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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 20.02.2007
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Die Gesundheitsreform: Ungeliebt und unverstanden

Die Gesundheitsreform in Deutschland – Pfusch oder ein Vermittlungsproblem? Dass auch schmerzhafte Einschnitte in gewohnte Besitzstände nicht notwendigerweise den Unmut der Bevölkerung nach sich ziehen müssen, zeigt eine neue Online-Studie von Marketagent.com, an der sich über 4.100 Menschen in Österreich, Deutschland und der Schweiz beteiligten.

Die Ausgangslage ist klar. Auch wenn die Deutschen im Schnitt heute gesünder sind und länger leben als je zuvor, ist offensichtlich: Gesundheit ist teurer geworden. Neue Technologien und Arzneimittel, Umweltprobleme und Wohlstandskrankheiten fordern ihren Tribut. Aber auch Arbeitslosigkeit und das Altern der Gesellschaft schaffen zusätzlich Probleme. Deshalb also verabschiedete der Deutsche Bundestag vor wenigen Tagen die ebenso umstrittene wie schwer nachvollziehbare Gesundheitsreform.

Fast alle Deutschen sind krankenversichert; rund 89 % in einer gesetzlichen, etwa neun Prozent in einer privaten Versicherung. Wenn sie befragt werden, was sie von dieser Reform halten, sind die Antworten niederschmetternd. Marketagent.com fand heraus, dass gerade einmal 12 % der Deutschen mit der Reform insgesamt zufrieden sind, aber 64 % diese Reform nicht akzeptieren. Vergleichsweise am zufriedensten geben sich die Jungen zwischen 14 und 19 Jahren (27 %); es darf getrost davon ausgegangen werden, dass ihnen diese Reform hinreichend egal ist. Ab diesem Alter steigt die Unzufriedenheit rasant, bei den 40- bis 49-Jährigen erreicht sie satte 75 %. Jeder Vierte äußert sich indifferent und bringt damit vermutlich zum Ausdruck, dass er die Reform schlicht nicht versteht.

Ein Gutteil dieser Verärgerung mag der berüchtigten Politikverdrossenheit – oder eleganter: dem "Gestaltungspessimismus" – geschuldet sein, aber ein Vergleich mit den Nachbarn Österreich und der Schweiz offenbart erhellende Unterschiede: In Österreich halten immerhin 51 % ihre Gesundheitsreform für gelungen, obwohl die Patienten dort schon lange mit beachtlichen Beträgen zur Kasse gebeten werden. In der Schweiz mit ihrer obligatorischen Krankenpflegeversicherung für alle und den Kopfprämien, die für alle Versicherten gleich hoch sind, zollen sogar 61 % Beifall für diese gesetzlichen Regelungen. Der Vergleich zeigt, handwerkliche oder politische Fehler – es muss wohl nachgebessert werden.



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