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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 18.10.2011
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Die Hessen sind die deutschen Sparkönige

Zum dritten Mal in Folge haben die Hessen die höchsten Sparguthaben / In Bremen schrumpfen die Sparkonten weiter / Sparquote wird wieder sinken

Von allen Menschen in Deutschland haben die Hessen am meisten Geld in klassischen Sparanlagen angelegt. Das hat die Postbank in einer Studie ermittelt. Mit 33.230 Euro Guthaben auf Giro- und Sparkonten, Tagesgeldkonten und in Festgeldern verfügten sie 2010 über knapp 15.000 Euro mehr als der durchschnittliche Bundesbürger, der nur 18.322 Euro sein Eigen nennt. Mit knapp 10.000 Euro weniger Sparguthaben als die Hessen folgen auf Platz zwei die Hamburger, die 23.338 Euro auf die hohe Kante gelegt haben. Platz drei belegen mit 21.820 Euro die Bayern. Für die Schwaben, denen die sprichwörtliche Sparsamkeit ja vorauseilen soll, hat es 2010 mit 20.400 Euro nur zu Platz vier gereicht. Bereits 2009 (31.536 Euro) und 2008 (29.062 Euro) hatten die Hessen die höchsten Sparguthaben aller Deutschen. Sie konnten ihr Sparvermögen 2009 um 2.474 Euro und 2010 um 1.694 Euro jeweils deutlich erhöhen. 2010 wuchsen die Einlagen in klassischen Sparanlagen in allen Bundesländern. Nur die Bremer mussten zum zweiten Mal in Folge Geld von der hohen Kante holen. Ihre Guthaben schmolzen 2010 um durchschnittlich 48 Euro, 2009 sogar um 636 Euro.

Am wenigsten haben immer noch die Bürger in den neuen Bundesländern zurückgelegt. Sie verfügen nur über rund ein Drittel des finanziellen Polsters von Spitzenreiter Hessen (33.230 Euro). Damit belegen die neuen Bundesländer nach wie vor die fünf letzten Tabellenplätze. Spitzenreiter unter den neuen Bundesländern ist Sachsen (11.619 Euro). In Mecklenburg-Vorpommern haben die Menschen nur 9.603 Euro in klassischen Sparanlagen investiert. Allerdings stiegen die Sparguthaben in allen ostdeutschen Ländern moderat.

Sparquote wird wieder sinken

Seit dem Jahr 2000 ist die Sparquote in Deutschland bis 2008 kontinuierlich gestiegen. Die Deutschen haben also einen immer größeren Anteil ihres verfügbaren Einkommens in klassische Sparprodukte, Fonds, Aktien und Versicherungen angelegt. Im Jahr 2008 erreichte die Sparquote nach Berechnungen der Bundesbank mit 11,7 Prozent ihren vorläufigen Höhepunkt, das bedeutet, dass von hundert Euro verfügbarem Einkommen 11 Euro und 70 Cent zur Seite gelegt wurden. Damals sorgte die Finanzkrise und die dadurch gestiegene Unsicherheit in der Bevölkerung für einen deutlichen Anstieg der Sparneigung. Ein Jahr später war die Abwrackprämie der Grund für den ersten Rückgang der Sparquote seit dem Jahr 2000. Viele nutzten den staatlich geförderten Neuwagenkauf, was zu Lasten der gesamtwirtschaftlichen Sparquote ging.

Zwar stieg diese 2010 wieder leicht an, doch rechnen die Volkswirte in den kommenden Jahren mit einer sinkenden Sparquote. Denn es zeichnet sich ab, dass die Inflationsrate überdurchschnittlich hoch ausfällt. Das bedeutet, dass ein Teil des verfügbaren Einkommens durch steigende Preise aufgezehrt wird und somit weniger Geld gespart werden kann. Mit der von der Postbank erwarteten Sparquote von 11,1 Prozent für 2011 und 10,5 Prozent für 2012 bleibt das Niveau jedoch vergleichsweise hoch.



Frau Iris Laduch-Reichelt
Tel.: +49 228 920 12102
E-Mail: iris.laduch-reichelt@postbank.de

Deutsche Postbank AG
Friedrich-Ebert-Allee 114-126
53113 Bonn
http://www.postbank.de/

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