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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 23.05.2007
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„Die Rolle der IT wird neu geschrieben“

Alternus GmbH: Zukunftswerkstatt IT diskutiert konkrete Umsetzung von ITTrends

Hamburg/Frankfurt, Mai 2007. Die heutige IT stellt oftmals ein Hindernis für die Weiterentwicklung des Geschäfts dar. Doch wie sehen künftig IT-Architekturen aus? Wie ist das Rollenverständnis, welchen Wertbeitrag kann IT liefern und welche Aufgaben kommen dem CIO zu? Dies und anderen Fragen diskutierten hochrangige IT-Manager von Anwenderunternehmen, Analysten und Forscher in der ersten Zukunftswerkstatt IT.

„Die Zukunft lässt sich erahnen, erforschen oder aktiv gestalten“, erklärt Prof. Dr. Helmut Krcmar, TU München, auf der Auftaktveranstaltung der Zukunftswerkstatt IT in Frankfurt. Doch eines lässt sich leider nicht vermeiden: So gut die Planung oder Vision auch sein mag, die Zukunft wartet immer wieder mit Diskontinuitäten auf, welche die Unternehmen überraschen. „Trends tauchen plötzlich auf und werden für das Business eine neue Einflussgröße oder bilden einen Gestaltungsrahmen, den man so nicht voraussehen konnte.“ Als Beispiel nennt der Forscher hier das Web 2.0, dessen Technologien aus der jungendlichen technik-affinen Web-Community ihren Weg in die Unternehmen gefunden haben und neue Geschäftsmodelle kreieren oder bestehende beeinflussen.

Katalysator für einen strategischen IT-Dialog

Wie sich Unternehmen zwischen ihrer „geplanten“ Strategie und den Überraschungen der Zukunft gut aufstellen, diskutierten Vertreter von Finanzdienstleistern, Versicherungsunternehmen und Industrie auf der Auftaktveranstaltung der Zukunftswerkstatt IT, die von der Hamburger Alternus Gesellschaft und dessen Inhaber Thomas Lipinski ins Leben gerufen wurde. „Die Zukunftswerkstatt IT dient als Katalysator für einen strategischen IT-Dialog zur Reflektion der eigenen Position und Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit“, erklärt Lipinski. Die beteiligten Unternehmen können durch das Mitwirken in der Zukunftswerkstatt ihre eigenen Geschäftsprozesse beschleunigen und somit generell die Arbeit effizienter gestalten.

Als Trendthemen in der ersten Runde der Zukunftswerkstatt IT kristallisierten sich unter anderem die Industrialisierung von Geschäftsservices und der IT, Service-orientierte Architekturen (SOA), IT-Governance und die neue(n) Rolle(n) der IT heraus. Um den Anforderungen des Marktes nach mehr Flexibilität und Agilität Rechnung tragen zu können, müssen Unternehmen sich neu aufstellen, wie Prof. Krcmar ausführt. „Einerseits sind intern Standards einzuführen und andererseits ist nach Außen – etwa zum Kunden – eine möglichst hohe Varianz zuzulassen. „Unternehmen müssen daher eine Art „Geschäftsmodell Spagat“ implementieren, denn die beiden Ziele sind widersprüchlich“, so Krcmar weiter. Dieses Geschäftsmodell „Spagat“ habe neben den Auswirkungen im Business ebenso einen Einfluss auf die IT-Organisation und -Architektur sowie auf die Skills.

IT-Kosten einsparen durch SOA?

In Punkto IT-Architektur bietet der Ansatz der Service-orientierten Architektur (SOA) Freiheitsgrade, wie die Teilnehmer feststellten. „Ziel für die IT ist es, mit SOA die Verständnislücke zwischen Fachabteilung und IT zu schliessen, damit IT wieder Wettbewerbsvorteile ermöglicht und Innovationen nicht ausgebremst werden, weil die heutige IT Landschaft Fortschritt zu teuer macht“, brachte es Dr. Wolfgang Martin, unabhängiger Analyst und Mitglied des Steering-Komitees der Zukunftswerkstatt auf den Punkt. SOA sei, so Martin, die konsequente Fortsetzung der integrierten IT. Begonnen habe dies etwa im Jahr 1998 mit Themen wie Enterprise Applikation Integration (EAI). SOA zerlegt die vorhandene IT-Landschaft ingenieuersmäßig in mehrere Schichten, die unabhängig voneinander agieren und zu pflegen sind. Die Anwendungen selbst bestehen aus einzelnen Services (Programmen) unterschiedlicher Größe. Der Nutzen von SOA, so Martin, sei es ferner eine „Software for Change“ zu bauen, die eine besseres Business Allignment (IT richtet sich nach dem Business aus) sowie eine verbesserte Collaboration zwischen der IT und der Fachabteilung ermöglicht. Vertreter aus beiden Bereichen entwickeln gemeinsam an einem Tisch die Geschäftsprozesse. „Denn der Nutzen von SOA steckt in den fachlichen Prozessen“, so das Credo Martins.

Die anwesenden Anwender sehen jedoch die Gefahr, das „SOA“ zum Buzzword „verkommt“. „Die Frage ist, welche Relevanz SOA für uns als Unternehmen hat oder ist es nur eine Modeerscheinung?“, gab Lothar Engelke, Geschäftsführer IDG Informationsverarbeitung und Dienstleistungen GmbH (IT-/TK-Dienstleister im Gothaer-Versicherungskonzern) zu bedenken. Michael Offermann, CIO beim Versicherungsmakler AON Jauch & Hübener Holdings GmbH befürchtet, dass die klassische Funktion des CIOs durch SOA aussterben wird. „CIOs werden dadurch immer mehr zum Chief Process Officer (CPOs) und Chief Operation Officer (COO).“ „IT ist die Infrastruktur des Unternehmens, aber wie bekommt man die Business-Sicht dort hinein?“ fragt sich Dr. Ulrich Vollert, CIO KKH Die Kaufmännische. Ein eher grundsätzliches Problem bei der Gestaltung von Geschäftprozessen sieht, Dr. Christian Nymphius, CIO ITERGO Informationstechnologie, dem IT-Dienstleister der ERGOVersicherungsgruppe: „Das Problem bei der Prozessorientierung ist, dass sich die Fachabteilungen schwer tun, ihre Prozesse zu definieren. Und die IT wird ihnen diese Arbeit nicht abnehmen können, denn dann sind Akzeptanzprobleme programmiert.“

Neue Rolle der IT – vom Maschinenverwalter zum Innovator

Für ein neues Rollenverständnis des CIOs sprach sich auch Referent Prof. Dr. Matthias Goeken, Frankfurt School of Finance & Management aus. „Zwischen der IT und dem Geschäft gibt es Abgründe, die anscheinend schwer zu überwinden sind. Das Business ruft lauter und die IT kommt gerade aus dem Tal der Tränen heraus.“ Um gemeinsam die Zukunft von Unternehmen gestalten zu können, müsse die Schnittmenge zwischen IT und Business identifiziert werden. „CIO‘s haben die Wahl, entweder „zum Maschinen- und Outsourcing-Verwalter" oder aber zum „Berater des Geschäfts und Verantwortlichen für Prozesse" zu werden“, so Goeken. Ein Schritt in die richtige Richtung sei den Wertbeitrag herauszustellen, den IT für das Unternehmen leistet, heraus. Anhand praktikabler ITGovernance- Konzepte lasse sich, so Goeken, eine verantwortungsvolle, nachhaltige und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Organisation und Steuerung von IT-Aktivitäten und IT-Ressourcen beschreiben.

„Doch Methoden und Tools allein reichen nicht aus, um die neue Rolle der IT vom Maschinenverwalter zum Innovator zu erreichen“, wie KKH-CIO Vollert erklärt. Es gehe auch um die richtigen Köpfe, die neuen Talente. „Auch wir suchen heute Mitarbeiter mit bestimmten Fähigkeiten und die besten IT-Architekten, um uns den Herausforderungen zu stellen. Ein Skill-Switch ist im Gange“, sagt Dr. Holger Tenner, CIO ARGE AOK RZ Bremen und Niedersachsen. Dass dazu die zurzeit stark propagierte Arbeitsteilung nicht immer taugt, darauf wies Prof. Krcmar hin. „Die nötigen Arbeiten lassen sich nicht trennen. Nach dem Motto: der eine macht das Design und die Architektur und der andere programmiert oder implementiert. Man kann eine Architektur nicht vernünftig entwickeln, wenn man keine Ahnung von Programmierung hat.“ Er fordert die IT auf, über ihr Selbstverständnis nachzudenken: „Will man sich als Sonnenkönig aufspielen, als Strippenzieher á la Richelieu agieren oder Diener des Anwenders sein?“ In weiteren Workshops erarbeiten die teilnehmenden Unternehmensvertreter der Zukunftswerkstatt IT konkrete Lösungsvorschläge. Die Detail-Erarbeitung erfolgt in zwei jeweils zweitägigen Workshops Ende Mai und im Juli 2007. Das Review durch die Experten ist für den September 2007 terminiert. Ende Oktober wird der IT Report veröffentlicht, in dem die Ergebnisse zusammengefasst werden.

Über die Zukunftswerkstätten

Die Zukunftswerkstatt IT ist ein von der Alternus Gesellschaft (www.alternus.de) initiierter und organisierter Veranstaltungszyklus, der sich aus Mitgliedsunternehmen der Finanzdienstleistungsbranche und Industrie zusammensetzt. Die Zukunftswerkstatt IT dient als Katalysator für einen strategischen IT-Dialog zur Reflektion der eigenen Position und Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit.

Das Entscheidungs- und Steuerungssystem der Zukunftswerkstatt IT ist das Steering Committee, zu dem – neben dem Initiator Thomas Lipinski (Alternus) auch die Herren Lothar Engelke (Geschäftsführer IDG Informationsverarbeitung und Dienstleistungen GmbH), Prof. Dr. Helmut Krcmar (TU München), Dr. Wolfgang Martin und Dr. Ulrich Vollert (CIO KKH) angehören.

Die beteiligten Unternehmen können durch das Mitwirken in der Zukunftswerkstatt ihre eigenen Geschäftsprozesse beschleunigen und somit generell die Arbeit effizienter gestalten. Darüber hinaus gewinnen die Mitglieder und Kooperationspartner durch diese enge Zusammenarbeit neue Denkansätze und Vorgehensweisen. Die Zukunftswerkstatt IT erzeugt Ergebnisse, die von den Mitgliedsunternehmen unmittelbar genutzt und in die betriebliche Praxis umgesetzt werden können. Zu den Ergebnistypen gehören beispielsweise Vorgehens- und Realisierungskonzepte, Proof of Concepts und Studien

Über Alternus

Die Alternus Gesellschaft, mit Firmensitz in Hamburg, ist eine Managementberatung mit Schwerpunkt auf die Branchen Kreditinstitute, Versicherungen und Gesundheitswirtschaft. Das Geschäftsmodell basiert auf einem Komplementärprinzip aus Beratung, Dialog und Research. In der strategischen Beratung ist Alternus ein kompetenter Partner bei der Standortbestimmung und Positionierung. Technologische Weichenstellungen werden unterstützt, zukunftsfähige Systeme empfohlen und IT-Managementprozesse und –strukturen auf neue Herausforderungen ausgerichtet. Der Dialog-Bereich konzentriert sich auf die von Alternus organisierten und geleiteten Zukunftswerkstätten, die seit sieben Jahren als zuverlässige Trendbarometer für die jeweiligen Branchen dienen. Im Mittelpunkt des Research-Bereichs stehen die Erstellung von Trend- und Benchmark-Studien sowie unternehmensindiviuelle Analysen und Recherchen. Weitere Informationen unter:www.alternus.de



Frau Tanja Pawlas
Tel.: +49 (0) 40 - 530 27 05 -66
Fax: +49 (0) 40 - 530 27 05 - 89
E-Mail: tanja.pawlas@alternus.de

Alternus GmbH
Alter Teichweg 15
22081 Hamburg
Deutschland

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