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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 15.11.2007
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Die Umverteilung zwischen den Krankenkassen durch den Risikostrukturausgleich ist auf 14,33 Mrd. Euro gestiegen

Der Schlussausgleich des Finanzausgleichs zwischen den gesetzlichen Krankenkassen (Risikostrukturausgleich, RSA) für das Jahr 2006 liegt jetzt vor.

Das Umverteilungsvolumen zwischen den Kassenarten betrug 1995 (Einführung des RSA) 8,95 Mrd. Euro, im Jahr 2000 waren es bereits 12,02 Mrd. Euro. Und von 2005 auf 2006 stieg es von 14,08 Mrd. Euro auf 14,33 Mrd. Euro.

Im vergangenen Jahr flossen über den RSA 3,6 Mrd. Euro aus den alten in die neuen Bundesländer. Im Jahr zuvor waren es noch 3,4 Mrd. Euro.

Dem Risikostrukturausgleich wird vielfach vorgeworfen, dass seine Umverteilungswirkung zu gering sei. Die Zahlen zeigen jedoch, wie groß seine Wirkung tatsächlich ist. Denn ohne den RSA hätte die AOK ihre Beiträge um 4,29 Beitragssatzpunkte erhöhen müssen. Die Knappschaft (KBS) wäre sogar auf einen Beitrag von rund 21 Prozent gekommen. Die Betriebskrankenkassen hingegen hätten ihren Beitrag auf 10,31 Prozent senken können.

AOK

BKK

IKK

SEE

KBS

EAN1

Beitragssatz mit RSA2

14,43

13,94

13,80

13,40

12,70

14,39

Beitragssatz ohne RSA3

18,72

10,31

12,38

13,80

20,94

13,20

Umverteilungswirkung des RSA in Beitragssatzpunkten

-4,29

+ 3,63

+1,42

- 0,40

- 8,24

+ 1,19

1 Angestellten-Ersatzkassen, z. B. KKH, DAK
2 rechn. Jahresdurchschnitt 2006 (inkl. Zusatzbeitrag i.H.v. 0,9 %)
3 theoretische Modellrechnung  

„Ob noch mehr Umverteilung zwischen den Kassen, wie mit dem so genannten Morbi-RSA vorgesehen, tatsächlich zu einem gerechteren Wettbewerb führen würde, muss im Licht dieser Zahlen bezweifelt werden“, so Wolfgang Schmeinck, Vorstandsvorsitzender des BKK Bundesverbandes.

Morbi-RSA ist längst Realität – Marktführer wird unterstützt

Dass bereits der heutige RSA "morbiditätsorientiert" ist, ist keine Frage. Denn sonst bekäme z. B. die AOK nicht seit über zehn Jahren von den in der Regel kleineren Krankenkassen Jahr für Jahr Milliardenbeträge zur Unterstützung, obwohl sie mit rund 24 Millionen Versicherten mit Abstand der Marktführer ist und diese überragende Marktmacht z. B. bei den Rabattverträgen für Arzneimittel auch zum eigenen Vorteil nutzt. Eigentlich werden Marktführer nicht von kleineren Wettbewerbern unterstützt.

Im Jahr 2006 belief sich der Beitrag der Betriebskrankenkassen für den Finanzausgleich auf 8,6 Mrd. Euro, die Angestellten-Ersatzkassen zahlten 3,9 Mrd. Euro ein. Die AOK bekam im vergangenen Jahr 12,7 Mrd. Euro über den RSA, die Knappschaft erhielt immerhin 1,7 Mrd. Euro. Umgerechnet auf die Mitglieder wird deutlich, wie groß die finanzielle Zusatzbelastung des Einzelnen ist: Über den RSA hat z. B. jedes BKK-Mitglied andere Krankenkassen mit 859 Euro unterstützt. 1995 waren es noch 138 Euro.



Herr Florian Lanz
Tel.: 030/22312-0
Fax: 030/22312129
E-Mail: presse@bkk-bv.de

BKK Bundesverband
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10117 Berlin
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Seit über 200 Jahren versichern und versorgen Betriebskrankenkassen Mitarbeiter von Unternehmen und Betrieben – vom Pförtner und der Ver-käuferin über den Fließbandarbeiter und kaufmännischen Angestellten bis zur Leitungs- und Vorstandsebene. Seit der Einführung des freien Kas-senwahlrechts haben sich immer mehr Menschen für die BKK entschie-den. Über 14 Millionen Menschen, einschließlich der beitragsfrei Famili-enversicherten, werden heute von 185 Betriebskrankenkassen versorgt.

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