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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 12.11.2007
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Die deutsche Zahlungsbilanz im September 2007

Leistungsbilanzüberschuss kräftig gestiegen

Die deutsche Leistungsbilanz wies im September – gemessen an den Ursprungsdaten – einen Überschuss von 15,4 Mrd € auf. Das Ergebnis lag damit um 6,6 Mrd € über dem Vormonatsniveau. Dahinter standen ein höherer Aktivsaldo in der Handelsbilanz und ein niedrigeres Defizit im Bereich der „unsichtbaren“ Leistungstransaktionen, welche Dienstleistungen, Erwerbs- und Vermögenseinkommen sowie laufende Übertragungen umfassen.

Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes nahm der Außenhandelsüberschuss im September gegenüber dem Vormonat um 4,0 Mrd € auf 18,1 Mrd € zu. Nach Ausschaltung von Saison- und Kalendereinflüssen vergrößerte er sich um 2 ¼ Mrd € auf 18 Mrd €. Während die nominalen Warenausfuhren leicht wuchsen (¾ %), sank der Wert der Einfuhren um 2 ½ %. Im dritten Vierteljahr insgesamt legten die Importumsätze gegenüber dem Vorquartal saisonbereinigt praktisch ebenso kräftig zu wie die Exporterlöse (2 ½ %).

Das Defizit bei den „unsichtbaren“ Leistungstransaktionen verminderte sich im September gegenüber August um 2,3 Mrd € auf 2,1 Mrd €. Ausschlaggebend dafür war der Rückgang des Passivsaldos in der Dienstleistungsbilanz auf 2,6 Mrd €, nach einem Defizit von 4,5 Mrd € im Vormonat. Zudem stiegen die Nettoeinnahmen aus grenzüberschreitenden Faktoreinkommen um 0,4 Mrd € auf 3,3 Mrd €. Das Defizit bei den laufenden Übertragungen blieb auf dem Niveau des Vormonats (2,8 Mrd €).

Erneut Netto-Kapitalimporte im Wertpapierverkehr

Der grenzüberschreitende Wertpapierverkehr verzeichnete auch im September Netto-Kapitalimporte. Diese sind mit 9,6 Mrd € aber deutlich niedriger ausgefallen als im August (30,0 Mrd €). Ausschlaggebend war das Engagement ausländischer Anleger in deutschen Titeln (11,3 Mrd €, nach 26,4 Mrd € im August). Sie fragten in erster Linie hiesige Schuldverschreibungen nach (17,0 Mrd €), wobei sich ihre Käufe auf Anleihen (9,5 Mrd €) und Geldmarktpapiere (7,5 Mrd €) verteilten. Dagegen trennten sie sich von Aktien (5,9 Mrd €). Der Wertpapiererwerb deutscher Investoren im Ausland hielt sich hingegen in Grenzen (1,7 Mrd €). Sie fragten vor allem Aktien (2,2 Mrd €) und Investmentzertifikate (1,3 Mrd €) nach und veräußerten ausländische Schuldverschreibungen (1,8 Mrd €). Außerhalb des Wertpapierverkehrs führten die Geschäfte mit Finanzderivaten zu Abflüssen von per saldo 7,8 Mrd €.

Im Bereich der Direktinvestitionen ergaben sich im September Netto- Kapitalexporte in Höhe von 7,5 Mrd € (nach 5,3 Mrd € im Vormonat). Dabei stellten hiesige Firmen ihren ausländischen Niederlassungen zusätzliche Mittel in Höhe von 14,1 Mrd € zur Verfügung, und zwar im Wesentlichen in Form von Finanzkrediten (12,7 Mrd €). Auch gebietsfremde Unternehmen stockten ihr Kapital im Inland auf (6,6 Mrd €), vorrangig in Form frischen Beteiligungskapitals.

Der übrige statistisch erfasste Kapitalverkehr, der sowohl Finanz- und Handelskredite als auch Bankguthaben und sonstige Anlagen einschließt, schloss mit Netto-Kapitalexporten ab (12,6 Mrd €). Dabei führten allerdings die Transaktionen der Nichtbanken zu Mittelzuflüssen in Höhe von 10,6 Mrd €. Ausschlaggebend waren hier die Dispositionen der Unternehmen und Privatpersonen, die Netto-Kapitalimporte in Höhe von 11,4 Mrd € nach sich zogen. Über das Bankensystem flossen Gelder in Höhe von per saldo 23,3 Mrd € ins  Ausland. Davon entfielen 21,7 Mrd € auf das unverbriefte Auslandsgeschäft der Kreditinstitute. Die Auslandsposition der Bundesbank erhöhte sich um 1,5 Mrd €.

Die Währungsreserven der Bundesbank haben im September – zu Transaktionswerten gerechnet – um 0,4 Mrd € zugenommen.



Pressestelle
Tel.: 069 9566-3511, -3512
Fax: 069 9566-3077
E-Mail: presse-information@bundesbank.de

Deutsche Bundesbank
Wilhelm-Epstein-Str. 14
60431 Frankfurt am Main
http://www.bundesbank.de/

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