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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 11.04.2007
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Die neuen Wahltarife - mit Risiken und Nebenwirkungen?

mhplus BKK empfiehlt: abwarten und sorgfältig vergleichen

Ludwigsburg, Mit Inkrafttreten der Gesundheitsreform am 1. April 2007 können gesetzliche Krankenkassen so genannte Wahltarife anbieten - und zwar nicht mehr nur freiwillig Versicherten, sondern auch Pflichtversicherten. Während einige Kassen bereits neue Tarife im Programm haben, warnen andere vor überzogenen Erwartungen. So auch eine der großen Betriebskrankenkassen Deutschlands, die mhplus BKK. Freiwillig Versicherten bietet auch sie bereits Selbstbehalt- oder Bonustarife an. Dennoch rät sie zur Vorsicht. Denn die Wahl eines solchen Tarifs löst neuerdings Bindungsfristen aus, die dem Kunden den Wechsel zu einer anderen Kasse deutlich erschweren. Zudem betrachtet die mhplus Wahltarife nicht als Allheilmittel - weder für die Versicherten noch für die Kassen. Damit aus lauter Sparsamkeit und Sorge um die Rückzahlung der nötige Arztbesuch auch künftig nicht ausbleibt, will die mhplus neue Wahltarife an die Gesundheitsvorsorge koppeln. Sonst, so fürchtet die Kasse, werden Krankheiten verschleppt, die Folgekosten erst recht in die Höhe getrieben.

Zudem seien viele neue Wahltarife mit persönlichen wirtschaftlichen Risiken verbunden, wie mhplus Vorstand Winfried Baumgärtner betont: "So mancher lockende Wahltarif könnte sich später als Mogelpackung entpuppen. Nicht umsonst gab es Selbstbehalttarife bislang nur für freiwillig Versicherte, die oft gleichzeitig Besserverdienende sind und somit wirtschaftliche Risiken besser verkraften. Denn wer sich für einen der neuen Tarife entscheidet, ist daran sowie an die anbietende Kasse drei Jahre gebunden. Wer aber weiß schon so lange im Voraus, ob er gesund bleiben, der Tarif sich dauerhaft für ihn lohnen wird?"

Hinzu komme eine unberechenbare Entwicklung der Tarife während der dreijährigen Bindungsfrist. So wies das Bundesversicherungsamt bereits darauf hin, dass die Kassenangebote ständig überprüft werden sollen - jährliche Anpassungen sind somit nicht ausgeschlossen, anfangs attraktive Wahltarife könnten sich unvermittelt kräftig verteuern. Baumgärtner warnt deshalb davor, hohe Kassenbeiträge mit Prämienversprechen schön zu rechnen. Wer auf den Preis achten wolle, für den seien Beitragssätze und Leistungsqualität einer Kasse weiterhin die sicherste Entscheidungsgrundlage. Zudem könne dann jeder bei Beitragserhöhungen oder Leistungsabbau weiterhin unkompliziert die Kasse wechseln.

Die mhplus schließt sich deshalb Empfehlungen von Verbraucherschützern wie Stiftung Warentest an, die Entwicklungen erst einmal abzuwarten und Angebote genau zu vergleichen. Baumgärtner hält nichts von Schnellschüssen. "Die wirklich sinnvollen Angebote werden erst noch entwickelt", ist Baumgärtner überzeugt. Ein Blick auf das Interesse an Selbstbehalt- oder Rückerstattungstarifen zeigt: Selbst freiwillig Versicherte nutzen sie bislang kaum, weder bei der mhplus noch laut Umfrage des Bertelsmann Gesundheitsmonitors vom Herbst 2006. Danach setzt derzeit nur ein Prozent der GKV-Mitglieder auf Selbstbehalttarife, elf Prozent sagen, sie würden sie künftig sehr wahrscheinlich oder wahrscheinlich nutzen. Die stärksten Befürworter fanden sich dabei tendenziell bei Personen mit sehr gutem Gesundheitszustand, jüngeren Befragten, freiwillig Versicherten sowie solchen mit wenigen Arztkontakten.



Herr Michael Pfeiffer
Tel.: (0 71 41) 97 90 - 304
Fax: (0 71 41) 97 90 - 246
E-Mail: michael.pfeiffer@mhplus.de

mhplus Betriebskrankenkasse
Franckstraße 8
71636 Ludwigsburg
www.mhplus.de

* Die mhplus im Profil *

Die mhplus BKK mit Hauptsitz in Ludwigsburg wurde 1952 gegründet und ist seit 1.9.1999 für gesetzlich Versicherte geöffnet. Derzeit betreuen 744 Beschäftigte an 13 Standorten rund 465.000 Versicherte. Neben individueller Betreuung bietet die mhplus umfangreiche Mehrleistungen an. In der jährlichen Studie der Zeitschrift Öko-Test (Ausgabe 07/2005) wurde die Kasse in Sachen Leistungen als beste BKK Deutschlands bewertet. Der allgemeine Beitragssatz beträgt 13,3 Prozent.

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