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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 09.06.2010
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Dr. Mark Mobius über die Anlageregion Südostasien

Südostasien, das sich in erster Linie aus den zehn Mitgliedstaaten der ASEAN (Association of Southeast Asian Nations) und wenigen weiteren Ländern zusammensetzt, ist eine häufig vernachlässigte Region Asiens, da sie im Schatten der asiatischen Riesen China und Indien steht. Das BIP Südostasiens ist aber ungefähr so groß wie das indische und die Region dürfte in 20 Jahren eine größere und jüngere Bevölkerung als Europa haben. Außerdem ist sie maßgeblicher Exporteur weicher Rohstoffe wie Palmöl, Reis, Maniok, Kokosöl und Gummi.

Einer der wichtigsten Grenzmärkte in Südostasien, der mich anspricht, ist Vietnam. Unsere Erfahrungen mit Vietnam gehen zurück bis ins Jahr 1994.

Vietnam wird von ausländischen Investoren und den Medien gern mit China verglichen, doch die beiden Länder sind so unterschiedlich, dass ein solcher Vergleich nur bedingt aussagekräftig ist. So leben in China 1,3 Milliarden Menschen, in Vietnam nur 86 Millionen. Das BIP beträgt in China 4,8 Bio. US-Dollar, in Vietnam nur 92 Mrd. US-Dollar. 2009 flossen 576 Mrd. US-Dollar an ausländischen Direktinvestitionen nach China, 47 Mrd. US-Dollar nach Vietnam. Die Kapitalisierung des chinesischen Marktes beträgt 3,2 Bio. US-Dollar. In Vietnam liegt sie bei 34 Mrd. US-Dollar¹. Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen. Angesichts der Größenunterschiede sind die Länder einfach nicht richtig vergleichbar. Natürlich bestehen zwischen ihnen historische Bindungen, die Jahrzehnte zurückreichen. Einst war Vietnam von China abhängig. Es übernahm viele Elemente der chinesischen Kultur. Historische vietnamesische Dokumente sind häufig auf Chinesisch abgefasst. Auch teilen die beiden Länder, in denen kommunistische Parteien regieren, eine ähnliche politische Ideologie.

Die große Frage in Bezug auf Vietnam ist, ob die kommunistische Regierung bereit ist, wie die chinesische ein marktwirtschaftlich orientiertes Modell einzuführen. Die Leninstatue in Hanoi steht noch. Doch mittlerweile kommen immer mehr führende Regierungspolitiker aus dem markt- und handelsorientierten Süden des Landes und nehmen Einfluss auf die Wirtschaftspolitik. Viele junge Vietnamesen, die im Ausland gelebt, gearbeitet und studiert haben, kehren heim, um zum Aufbau der Wirtschaft beizutragen und am erwarteten kräftigen Wachstum teilzuhaben.

Die vietnamesische Regierung muss unbedingt den Privatisierungsprozess in der Wirtschaft vorantreiben. So kann sie wie andere Länder, die ähnliche marktorientierte Prinzipien eingeführt haben, die potenziellen Vorzüge der Privatisierung nutzen. Eine der Stärken Vietnams sind seine Menschen. Die Vietnamesen sind ein fleißiges, strebsames Volk. Viele von ihnen – „Viet Kieu“ genannt – leben im Ausland und können mit Know-how und Kapital zum beschleunigten Wachstum ihres Landes beitragen.

Die Bewertungen in Vietnam gehören zu den günstigsten weltweit. Der lokale Aktienindex hat von seinem Höchststand 2007 weniger als die Hälfte eingebüßt². Der Wachstumstrend ist spannend, wie in den meisten Grenzmärkten.

Ein weiterer südostasiatischer Markt, den wir interessant finden, ist Indonesien. Die Hauptstadt des Landes mit seiner jungen, wachsenden Bevölkerung ist Jakarta, das innerhalb der nächsten 20 Jahre die größte Stadt der Welt werden dürfte³.In dieser Hinsicht sind die Aussichten Indonesiens also gut.

Als größte muslimische Demokratie der Welt steht Indonesien vor der Herausforderung, den Weg des „Pancasila” fortzusetzen – der offiziellen Philosophie des indonesischen Staates, die gleiche Rechte und Achtung für Menschen jeden Glaubens verlangt. Sollte es der Regierung jedoch nicht gelingen, eine Radikalisierung des Islam zu verhindern, bestehen erhebliche politische und wirtschaftliche Risiken für das Land.

Mich beeindrucken die Indonesier mit ihrer herausragenden Kreativität ungeheuer. Ich bereise dieses Land seit über 20 Jahren. Wir verfügen daher über enge Bindungen und beurteilen die Anlagechancen dort insgesamt positiv.

Ich darf noch darauf hinweisen, dass wir den südostasiatischen Markt, auf dem unterschiedliche Dynamik Investoren enorme Chancen eröffnet, mit einem zehnköpfigen Team abdecken (dessen Mitglieder unter anderem aus Indonesien, China, Thailand und Vietnam kommen). Ich bin sicher, dass wir mit Hilfe ihrer Erkenntnisse in der Region Schnäppchen ausfindig machen werden.

¹ Quelle für alle in diesem Abschnitt verwendeten statistischen Daten: IWF, EIU, Stand: April 2010.

 ² Quelle: Factset, Stand: 30. April 2010.

 ³ Quelle: EIU, Stand: 2009.



Frau Sabine Krause
Tel.: +49 (69) 272 23-239
Fax:
E-Mail: skrause@franklintempleton.de

Franklin Templeton Investment Services GmbH
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Templeton wurde 1940 von Sir John Templeton gegründet. Er war einer der ersten Fondsmanager, der die enormen Möglichkeiten der weltweiten Investmentanlage erkannte. Die Gründung von Franklin erfolgte 1947 durch Rupert H. Johnson. Franklin ist für seine herausragende Expertise auf dem US-amerikanischen Markt bekannt. Im Oktober 1992 schlossen sich die beiden Gesellschaften zur Franklin Templeton Gruppe zusammen, in die 1996 Franklin Mutual Advisers als weiteres Unternehmen integriert wurde.

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1992 wurde die Niederlassung in Frankfurt gegründet. Für Anleger in Deutschland verwaltet Franklin Templeton 16,5 Mrd. US-Dollar (rund 12 Mrd. Euro) und ist damit einer der größten ausländischen Anbieter von Publikumsfonds. In Deutschland bietet Franklin Templeton unter den Marken Franklin, Templeton und Mutual Series Investmentfonds für verschiedene Anlageklassen an, die nach unterschiedlichen Strategien verwaltet werden. So können die Anleger je nach Anlageziel und Risikobereitschaft aus einer breiten Fondspalette auswählen.

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