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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 19.07.2007
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Einmaleffekt verpufft - Ausgaben für die Pflege steigen – individuelle Versorgung hoch im Kurs – BKK Pflegekassen punkten mit ISA

Die vermeintlich positive Bilanz der Pflegeversicherung in 2006 entpuppt sich im Licht der Quartalsergebnisse 2007 als Wunschtraum. Zwar wurden zum Stichtag für die Ergebnisse 2006 Einnahmen von 18,49 Milliarden Euro verbucht, denen Ausgaben von 18,03 Milliarden Euro gegen-überstanden. Die Einnahmen halten das Ergebnis der Pflegeversicherung jedoch nur buchhalterisch im Plus. Ohne das einmalige Vorziehen der Fäl-ligkeiten der Beiträge zur Sozialversicherung, die den Pflegekassen quasi einen 13. Monatsbeitrag bescherten, hätten nach Schätzungen des BKK Bundesverbandes 800 Millionen Euro weniger zur Verfügung gestanden. Aus eigener Kraft hat die Pflegeversicherung im vergangenen Jahr keinen Überschuss, sondern vielmehr ein Defizit von 350 Millionen Euro zu ver-zeichnen. „Bereits im ersten Quartalsergebnis 2007 war dieser Einmalef-fekt verpufft und die Pflegeversicherung hat leider wieder zum Defizit zu-rückgefunden“, so Wolfgang Schmeinck, Vorstandsvorsitzender beim BKK Bundesverband. „Angesichts dieser Entwicklung muss eine Reform der Pflegeversicherung Finanzen und Leistungen einbeziehen.“

Ambulante Pflege: individuell und bedarfsgerecht

Die ambulante Pflege soll künftig individueller und damit bedarfsgerechter werden, heißt es in Papieren der Koalitionäre zur Reform der Pflegeversi-cherung. Dieses Reformvorhaben begrüßt der BKK Bundesverband aus-drücklich. Für die BKK Pflegekassen ist dieser Ansatz allerdings kein fer-nes Zukunftsszenario, sondern gelebte Normalität. Mit dem Projekt ISA Individuelle Schulung Angehöriger - haben BKK Pflegespezialisten ein Angebot entwickelt, das die optimale Hilfestellung im konkreten Einzelfall dort hinbringt, wo sie gebraucht wird.

Erfolgsmodell ISA

Seit 2004 bieten die BKK Pflegekassen mit dem Projekt ISA maßge-schneiderte Hilfe für pflegende Angehörige von BKK Versicherten an. Examinierte Kranken- oder Altenpfleger kommen in die Familie, analysie-ren mit den pflegenden Angehörigen den aktuellen Zustand zu Hause – was klappt, was nicht und vor allem, wie kann konkret geholfen werden? Ergebnis des Gesprächs ist ein individueller Schulungs- und Pflegeplan für pflegende Angehörige. Daneben werden ihnen auch externe Hilfsangebo-te zur eigenen Entlastung und Erholung aufgezeigt. Völlig unerheblich ist, in welcher Krankenkasse die pflegenden Familienangehörigen versichert sind.

ISA wird derzeit in sieben Bundesländern angeboten (Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Bayern und Baden-Württemberg) und soll auf das gesamte Bundesgebiet ausge-dehnt werden. Konnten beim Startschuss 1,4 Millionen BKK Versicherte von dem Angebot profitieren, sind es mittlerweile bereits mehr als 5,5 Mil-lionen. Dass die BKK Pflegekassen mit dieser individuellen Hilfe für pfle-gende Angehörige auf dem richtigen Weg sind, zeigt eine Befragung des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung aus dem vergange-nen Jahr. Untersucht wurden die klassischen Gruppenkurse für Angehöri-ge. Das Fazit der Wissenschaftler: Die meisten dieser Angebote gehen an den Bedürfnissen der pflegenden Angehörigen vorbei.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie im BKK Faktenspiegel unter www.bkk.de im Internet.



Frau Ann Hörath
Tel.: 030/22312-123
Fax: 030/2231219
E-Mail: presse@bkk-bv.de

BKK Bundesverband
Kronprinzenstraße 6
45128 Essen
www.bkk.de

Als fünfte Säule der Sozialversicherung wurde die gesetzliche Pflegeversi-cherung 1995 eingeführt. Dafür wurden bei den gesetzlichen Krankenkas-sen spezielle Pflegekassen errichtet. Heute gibt es 185 BKK Pflegekassen für rund 14 Millionen Versicherte. Mit der Entscheidung für eine gesetzli-che Krankenkasse ist der Versicherte automatisch Mitglied der jeweiligen Pflegekasse. Im Unterschied zu den Krankenkassen beträgt der Beitrag zur Pflegeversicherung einheitlich 1,7 Prozent bzw. 1,95 für kinderlose Mitglieder – egal, in welcher Pflegekasse man versichert ist.

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