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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 05.02.2008
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Endlich mehr Klarheit bei den Gesundheitsfragen zur Berufsunfhigkeitsversicherung

Keine Antwort ohne Frage

„Es kann nicht hinterher negativ ausgelegt werden, wonach vorher gar nicht gefragt worden ist“, sagt die Vorstandsvorsitzende des Bundes der Versicherten (BdV), Lilo Blunck. Das treffe ganz besonders auf Personenversicherungen zu. Bei denen werde sehr umfassend nach dem Gesundheitszustand der Antragsteller gefragt. Die BdV-Chefin: „Frher war das oft ein Problem. Da konnte sogar eine nicht gegebene Antwort negativ zu Buche schlagen und den Versicherungsschutz gefhrden. Knftig zhlt nur, was auch gefragt wurde.“

Das neue Versicherungsvertragsgesetz (VVG) schafft seit dem 1. Januar 2008 mehr Klarheit fr Kunden und Versicherer. Anders als vor der VVG-Reform trgt nun das Risiko einer mglichen Fehleinschtzung nicht mehr der Verbraucher, sondern die Versicherungsgesellschaft. Das heit: Der Versicherer muss gezielt und przise fragen. Was er zu fragen vergisst, kann er im Nachhinein nicht mehr zu Ungunsten des Antragstellers auslegen.

Der Kunde braucht auch nicht mehr „nachzuliefern“, falls er nach Antragstellung unter neuen Krankheiten, Gesundheitsstrungen oder Beschwerden leidet. Das hat er vor der Reform tun mssen, solange er die Police noch nicht hatte. Nach neuem Recht muss er solche Ausknfte nur auf ausdrckliche Nachfrage des Versicherers geben.

Die gesundheitlichen Fragen beziehen sich nicht allein auf den aktuellen Gesundheitszustand, sondern auch auf den der Vergangenheit. Erfreulich ist, dass der Gesetzgeber sich fr eine zeitliche Begrenzung ausspricht. Der BdV fordert eine Lsung mit einem Zeitraum von maximal fnf Jahren.

Aber selbst die Auskunft ber diese Zeit ist nicht einfach. Es drfte den meisten Menschen schwerfallen, seine Krankheitsgeschichte lckenlos und genau darzustellen. Wer sichergehen will, nichts zu bersehen, der sollte die Fragen der Versicherung mit Untersttzung seines Arztes beantworten. Aber Vorsicht: Es ist wenig sinnvoll, dem Versicherer eine komplett kopierte Krankenakte zu schicken. Das knnte dem Kunden eher Nachteile bescheren.

Die korrekte Beantwortung der Fragen ist enorm wichtig. Bereits eine einzige falsche Antwort kann den Versicherungsschutz kosten. Im Gegensatz zu frher fhrt die falsche oder unvollstndige Beantwortung nicht mehr unbedingt zur Aufhebung des Vertrages. In weniger schweren Fllen kommt es nach neuem Recht nunmehr zu Vertragsanpassungen wie Ausschlssen von Leistungen fr bestimme Erkrankungen oder Beitragserhhungen. 

Dass das neue VVG Klarheit bei den Fragen zur Gesundheit frdert, ist gut. Das gilt besonders fr die Berufsunfhigkeitsversicherung, die zu den existenziellen Policen zhlt. Durch sie erhalten Betroffene eine Rente, wenn sie durch Unfall oder Krankheit dauerhaft ihren Beruf nicht mehr ausben knnen. Lilo Blunck: „Sie sollte nicht nur von Arbeitnehmern und Selbststndigen, sondern auch von Schlern, Auszubildenden, Studenten, Hausfrauen und Hausmnnern mglichst frh, so lange sie noch vollkommen gesund sind, abgeschlossen werden. Dann sind die Beitrge geringer.“



Frau Lilo Blunck
Vorsitzende des Vorstands, geschftsfhrende
E-Mail: presse@bundderversicherten.de

Bund der Versicherten
Rnkrei 28
22399 Hamburg
www.bundderversicherten.de

Der Bund der Versicherten (BdV) hat eine neue Satzung: Am 19.11.2007 hat das Vereinsregister beim Amtsgericht Hamburg die erforderlichen Eintragungen abschlieend vorgenommen. Damit ist der Verbraucherschutz fr Versicherte in Deutschland wieder ein Stck strker geworden. Mit 50.000 Mitgliedern ist der BdV bundesweit die grte Verbraucherschutzorganisation fr Versicherte.

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