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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 14.07.2011
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Fidelity Marktkommentar: Europas Stärke liegt in den Unternehmen

Die hohe Staatsverschuldung einiger europäischer Länder gibt Anlegern Anlass zur Sorge. Nach Ansicht der Fondsmanager bei Fidelity International sind diese Sorgen zwar nachvollziehbar, aber unbegründet. Denn trotz gesamtwirtschaftlicher Turbulenzen lassen sich in Europa auch aufgrund erster Strukturreformen weiterhin vielversprechende Unternehmen und attraktive Bewertungen entdecken:

Alexander Scurlock, Fidelity European Growth Fund:

"Die Entwicklung in Griechenland, Portugal und Irland beobachten wir sehr aufmerksam. Unser Eindruck ist, dass dort bereits strukturelle Reformen in Angriff genommen wurden. Deutlich anders stellt sich für uns die Situation in Spanien und Italien dar; aus diesen Ländern stammen zahlreiche weltweit führende Unternehmen mit wettbewerbsfähigen Produkten. Sorgen über das Wirtschaftswachstum Europas sind für mich durchaus nachvollziehbar. Aber bezogen auf europäische Unternehmen sind diese Sorgen meines Erachtens unbegründet. Hier muss man klar unterscheiden zwischen der Wirtschaft als Ganzes und den einzelnen Unternehmen. Insbesondere deutsche Firmen erweisen sich immer wieder als außergewöhnlich erfolgreich. Einige von ihnen zählen nach meiner Einschätzung zu den am besten geführten Unternehmen der Welt. Deutschland wird auf Jahre hinaus für deutlich mehr Wachstum sorgen als die Länder am Rand der Eurozone. Zudem profitieren deutsche Firmen stärker als andere vom Boom in den Schwellenländern - allen voran in China. Da Deutschland weiterhin Europas Wachstumslokomotive bleiben wird, eröffnen gerade die Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern äußerst spannende Anlagechancen für Stockpicker."

Fabio Riccelli, Fidelity European Dynamic Growth Fund:

"Seit einigen Tagen gibt die hohe Staatsverschuldung mehrer europäischer Länder den Marktteilnehmern wieder Anlass zur Sorge. Zudem zweifeln sie an deren Fähigkeit, sich am Markt neues Kapital zu beschaffen und fürchten das Übergreifen der Krise auf andere Länder. Bei allen Unternehmen werden die Gewinne in gewissem Maße vom Konjunkturzyklus beeinflusst. Der Fonds ist jedoch bei Unternehmen engagiert, die von langfristigen strukturellen Antriebskräften und weniger von zyklischen Faktoren profitieren. Folglich zeichnen sich die Unternehmen in meinem Fonds in der Regel durch stabilere Umsätze aus. In Phasen mit hohen Schwankungen, wie wir sie derzeit erleben, schneidet der Fonds meist besser ab. Solche Schwankungen an den Aktienmärkten schaffen aus meiner Sicht gute Kaufgelegenheiten für geduldige und rationale Anleger - vor allem dann, wenn sie in Panik unter Anlegern münden.

Dennoch habe ich einige Positionen bei zyklischeren Unternehmen aus der Industrie- und Öldienstleistungsbranche in den letzten Wochen etwas verkleinert, keine davon aber bislang aufgelöst. Die Verringerung dieser Bestände erfolgte vor allem als Reaktion auf unternehmensspezifische Analysen und Gespräche mit der Unternehmensleitung und nicht als Reaktion auf makroökonomische Entwicklungen. Insgesamt ist seit Jahresbeginn eine leichte Abschwächung bei den Umsätzen zu verzeichnen. Die halte ich aber auch weiter für eine normale Abkühlung zur Zyklusmitte und nicht für einen Rückfall in die Rezession."

Alberto Chiandetti, Fidelity Italy Fund:

"Italien hat Probleme, die es lösen muss. Zum Spielball der Märkte ist es aus meiner Sicht aber vor allem wegen der Schwäche der Koalitionsregierung geworden - und das zu einem Zeitpunkt, an dem sie einen Haushaltsentwurf durchbringen muss, mit dem das Defizit in den nächsten drei Jahren auf null Prozent gesenkt werden kann. Die schwache politische Führung verhindert auch, dass Italien umfassende Wirtschaftsreformen in Angriff nimmt, um endlich aus seinem Wachstumstief herauszufinden.

Die Lage in Italien sehe ich folgendermaßen:

Die aktuellen Befürchtungen am Markt richten sich inzwischen an die Eurozone als Ganzes, nicht nur an Italien. Eine Lösung kann daher nur auf der Ebene der Eurozone gefunden werden, da die Währungsunion im Falle eines Austritts Italiens vor dem Aus stünde und 20 Jahre Finanzgeschichte und Solidarität umgeschrieben werden müssten. Italien ist in deutlich besserer Verfassung als viele Anleger glauben. In den Regionen im Norden des Landes mit starker verarbeitender Industrie liegt die Arbeitslosigkeit nur bei etwa 6 Prozent. Zudem bin ich nach wie vor der Meinung, dass Italien in diesem Jahr ein BIP-Wachstum von 1 Prozent erwirtschaften kann. Entgegen der Meinung vieler sind die Italiener fleißig, und vielen Unternehmen geht es gut. Ungeachtet der gesamtwirtschaftlichen Lage gibt es in Italien viele sehr gute Unternehmen mit soliden Finanzen. Sie halten die Wirtschaft auch weiter am Laufen.

Der italienische Markt ist derzeit sehr günstig bewertet. Per 30. Juni 2011 wurde er basierend auf dem Verhältnis von Kurs zu Buchwert mit einem Abschlag von 44,6 Prozent gegenüber dem MSCI Europe und basierend auf den Gewinnen der kommenden 12 Monate mit einem Abschlag von 13,8 Prozent gehandelt.

Zwischen Italien und anderen europäischen Peripherieländern gibt es einige zentrale Unterschiede: Italiens Nettoauslandsverschuldung beträgt lediglich 21 Prozent des BIP verglichen mit 80 Prozent bis 110 Prozent in anderen Peripherieländern. Sein Verhältnis von Krediten zu Einlagen liegt bei niedrigen 120 Prozent. Zudem hat das Land von der EZB Finanzmittel in Höhe von lediglich 40 Mrd. Euro in Anspruch genommen, das entspricht 2,5 Prozent seines BIP, während es bei anderen Peripherieländern bis zu 45 Prozent des BIP sind. Und schließlich weist Italien laut IWF einen Primär-Überschuss in Höhe von 0,2 Prozent des BIP aus. Meines Erachtens sind aber umfangreiche Sparmaßnahmen unerlässlich, damit Italien sein Defizit in den Griff bekommt.

Kurz: Italien ist derzeit ein Markt für Anleger mit starken Nerven. Die Lage ist nicht einfach. Aber wenn Italien scheitert, scheitert auch Europa. Deshalb halte ich es für wenig wahrscheinlich, dass Italien Schiffbruch erleidet. Die aktuellen Kurseinbrüche sind meines Erachtens übertrieben und spiegeln die tatsächliche Situation Italiens nicht angemessen wider. Momentan ist deshalb ein guter Zeitpunkt für die Jagd nach günstig bewerteten Anlageideen."

Firmino Morgado, Fidelity Iberia Fund:

"Trotz der jüngsten Kursabschläge an den iberischen Märkten bleibe ich dabei, dass Spanien nicht unter den Rettungsschirm schlüpfen muss. Im spanischen Sparkassensektor hat es umfangreiche Reformen gegeben mit zahlreichen Zusammenschlüssen und Übernahmen schwächerer Institute durch stärkere Wettbewerber. Nach und nach wird die Branche deshalb stärker und effizienter werden und damit einen Beitrag zur Erholung der Wirtschaft leisten. Die anstehenden Börsendebüts von Bankia und Banca Civica, beide aus Zusammenschlüssen lokaler Sparkassen hervorgegangen, halte ich für einen wichtigen Test für den Markt. Gehen sie wie erwartet über die Bühne, wird das positive Signale aussenden.

Insgesamt habe ich Finanzwerte und auch Banken untergewichtet. Ende Juni machten Banken 23,4 Prozent des Portfolios aus verglichen mit 34,5 Prozent in der Benchmark. Portugiesische Banken sind derzeit nicht im Depot enthalten, da sie vor noch größeren strukturellen Problemen stehen.

Bei Portugal war ich stets der Meinung, dass das Land ein Hilfspaket brauchte und deshalb auch das Richtige tat, als es den IWF und die Europäische Union um Finanzhilfen bat. Portugal steht vor schwierigeren strukturellen Herausforderungen als Spanien. Aber das Land folgt dem Plan der Troika, der mit der Zeit und als Folge der umgesetzten Reformen dem Land wieder zu Wachstum verhelfen wird.

Ich halte den iberischen Markt für einen Markt mit guten Anlagechancen angesichts von Großunternehmen wie Inditex, die zu den Weltmarktführern gehören und denen es wirtschaftlich gut geht. Auch im Segment der kleinen und mittleren Unternehmen gibt es eine Fülle attraktiver Investments, viele wachsen auch dank steigender Nachfrage aus dem Ausland. Spanien ist der einzige größere Markt in Europa, in dem kleine und mittlere Werte ihren großen Wettbewerbern seit Beginn der Rally im März 2009 hinterherhinken."

Alexandra Hartmann, Fidelity Blue Chip Fund:

"Unternehmen aus den Kernländern der Eurozone und insbesondere aus Deutschland erzielen auch weiter ein starkes Gewinnwachstum. Das verdanken sie nicht zuletzt ihrem Engagement an Märkten mit überdurchschnittlichem Wachstum wie den Schwellenländern. Ich finde daher auch weiterhin viele interessante Anlagechancen bei Unternehmen, die ihre Fähigkeit zu "Wachstum von innen" unter Beweis stellen.

An der europäischen Peripherie bin ich nur begrenzt engagiert. Die Unterschiede zwischen den Kern- und den Peripherieländern sind aus meiner Sicht struktureller und langfristiger Natur. Die Staatsschuldenkrise in Europa wird sich nicht in Luft auflösen, dafür aber den Euro belasten und die Zinsen vergleichsweise niedrig halten. Unternehmen mit starken und weltweit wettbewerbsfähigen Produkten werden davon auch künftig profitieren. Trotzdem entdecke ich immer wieder sehr interessante und solide Unternehmen mit starken Produkten. Momentan werden diese Unternehmen auf niedrigem Niveau gehandelt, was Stockpickern herausragende Möglichkeiten bietet."

Christian von Engelbrechten, Fidelity Germany Fund:

"In diesem Jahr sind die Kurse am deutschen Aktienmarkt bislang zwar um etwa 3,7 Prozent gestiegen. Dieser Anstieg verlief aber nicht geradlinig, sondern wurde von diversen Sorgen und Rückschlägen unterbrochen. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass sich auch weiter gute Möglichkeiten bieten, antizyklisch in Firmen mit starkem Geschäftsmodell zu investieren.

Besonders optimistisch stimmt mich der Ausblick für Deutschland und seine Unternehmen. Die deutsche Wirtschaft läuft auf Hochtouren mit positiven Beiträgen seitens des Exports. Auch Investitionen, Bauwirtschaft und Konsum entwickeln sich erfreulich. Dabei ist die aktuelle Stärke meines Erachtens struktureller und nicht etwa kurzfristig zyklischer Natur. Die in den letzten zehn Jahren erzielten Verbesserungen bei der Wettbewerbsfähigkeit, das hohe und weiter steigende Engagement in wachstumsstarken Regionen der Welt, starke Marken, die beeindruckende Wende am Arbeitsmarkt, vergleichsweise niedrige Schuldenstände und die auf absehbare Zeit sehr niedrigen Zinsen schaffen Rahmenbedingungen für ein weiteres Gewinnwachstum in den Unternehmen und damit viel versprechende Anlagechancen. Just heute hat der Automobilhersteller BMW seinen Gewinnausblick nach oben korrigiert, was die Aktie ins Plus drehen ließ.

In der anstehenden Berichtssaison zum zweiten Quartal rechne ich mit weiteren ähnlich guten Nachrichten und damit, dass der Markt sich wieder auf die Fundamentaldaten der Unternehmen besinnen wird. Gleichzeitig spiegelt sich das Wachstumspotential nur unzureichend in den Bewertungen wider. Derzeit wird der deutsche Markt basierend auf den Gewinnen der kommenden zwölf Monate auf einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa zehn gehandelt. Abgesehen vom erwarteten Gewinnwachstum glänzen deutsche Firmen aus meiner Sicht auch mit soliden Bilanzen, sodass sie ihre Ausschüttungen an die Aktionäre erhöhen können. Die Dividendenrendite des Marktes dürfte deshalb die 3 Prozent-Marke problemlos übersteigen."



Frau Marion Dreßler
Tel.: 0 61 73.5 09-38 70
Fax: 0 61 73.5 09-48 79
E-Mail: marion.dressler@fil.com

Frau Sarah v. Hauenschild
Tel.: 0 61 73.5 09-38 74
Fax: 0 61 73.5 09-48 79
E-Mail: sarah.vonhauenschild@fil.com

FIL Investment Services GmbH
Kastanienhöhe 1
61476 Kronberg im Taunus
www.fidelity.de

Über Fidelity und die Frankfurter Fondsbank

Fidelity International (FIL Limited) wurde 1969 als Unternehmen in Privatbesitz gegründet und ist heute eine auf allen bedeutenden Finanzmärkten aktive Fondsgesellschaft mit einem Fondsvermögen von 220,2 Milliarden Euro. Das Unternehmen beschäftigt über 5.400 Mitarbeiter in 23 Ländern in Europa, Nahost, Afrika und der Asien-Pazifik-Region. Die bereits 1946 in Boston gegründete Gesellschaft Fidelity Investments (FMR LLC) deckt dagegen über die USA hinaus die Region Nord- und Lateinamerika ab und zählt dort zu den führenden Fondsanbietern. FIL und FMR (nachfolgend Fidelity) haben mit der Familie Johnson gemeinsame Aktionäre, sind aber voneinander unabhängige Gesellschaften. Weltweit beschäftigen sie über 43.200 Mitarbeiter sowie verwalten und administrieren ein Gesamtvermögen von 2,8 Billionen Euro. Damit ist Fidelity eine der größten Fondsgesellschaften der Welt.

Die rund 1.000 Fondsmanager und Analysten von Fidelity bilden das größte Investment-Expertenteam der Welt. Mit ihren Research-Ergebnissen und Unternehmensanalysen decken sie rund 95 Prozent der globalen Marktkapitalisierung ab. Zahlreiche Auszeichnungen belegen die hohe Qualität der Investmentprodukte und -dienstleistungen, die Fidelity privaten und institutionellen Anlegern bietet.

In Deutschland ist Fidelity International seit 1992 aktiv im Markt vertreten und verwaltet ein Gesamtvermögen von 25,7 Milliarden Euro. Fidelity International vereint in Deutschland unter seinem Dach einen der führenden Asset Manager und eine der größten unabhängigen Fondsplattformen des Landes. Das Plattformgeschäft betreibt der Finanzdienstleister in Deutschland über die Frankfurter Fondsbank (FFB). Diese ist auf die Verwahrung von Investmentfondsanteilen spezialisiert und richtet ihre Dienstleistungen an unabhängige Finanzberater, Investmentgesellschaften und Banken. Sie können über die FFB unter anderem mehr als 8.000 Fonds von über 200 in- und ausländischen Anbietern kaufen und verwahren. Die FFB betreut ein Vermögen von 14 Milliarden Euro in rund 775.000 Kundendepots. In der Asset Management-Sparte verwaltet Fidelity International in Deutschland ein Fondsvolumen von 11,7 Milliarden Euro. Unter der Marke Fidelity International werden in diesem Bereich in Deutschland 140 Publikumsfonds direkt sowie über mehr als 600 Kooperationspartner vertrieben. Insgesamt beschäftigt Fidelity International in Deutschland 314 Mitarbeiter und ist hierzulande mit den rechtlichen Einheiten FIL Investment Services GmbH, FIL Investments International - Niederlassung Frankfurt, FIL Investment Management GmbH, FIL Pensions Services GmbH, FIL Finance Services GmbH und der Frankfurter Fondsbank GmbH vertreten.

Alle Angaben per 31.03.2011.




Alexandra Hartmann


Christian von Engelbrechten


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