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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 23.07.2008
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Fitch bestätigt 'AA-' IFS Rating von Allianz SE und 'AA' IFS Ratings der wichtigsten Tochtergesellschaften

Fitch Ratings - London/Frankfurt- Juli 2008: Fitch Ratings hat heute das \'AA-\' (AA minus) Finanzstärkerating (Insurer Financial Strength, IFS) und (Issuer Default Rating, IDR) der in Deutschland niedergelassenen Konzerngesellschaft Allianz SE bestätigt. Gleichzeitig wurden ebenfalls die \'AA\' Finanzstärkeratings der wichtigsten Allianz-Töchter bestätigt. Der Ausblick für alle Ratings ist ‚stabil’.

Zusätzlich vergibt Fitch der von der Allianz Finance II B.V. emittierten erstrangigen Anleihe mit einem Volumen von EUR 1,5 Mrd. und einem Zinssatz von 5% ein \'AA-\' Rating. Die Anleihe wird von der Konzernmutter Allianz SE garantiert. Darüber hinaus hat Fitch der von der Allianz SE emittierten nachrangigen Anleihe mit einem Volumen von USD 2,0 Mrd. und einem Zinssatz von 8,375% ein \'A+\' vergeben. Alle sonstigen erstrangigen Anleihen werden mit \'AA-\' und nachrangige Anleihen mit \'A+\' bestätigt. Gleichzeitig wird das \'AA\' Finanzstärkerating der italienischen Tochtergesellschaft Lloyd Adriatico SpA zurückgezogen, da das Unternehmen nicht mehr aktiv Geschäft schreibt.    

“Die Ratings reflektieren die anhaltend starke Rentabilität der Allianz-Gruppe im Segment Schaden- und Unfallversicherung im Jahr 2007 und im ersten Quartal 2008 trotz eines in einigen Ländern weicher werdenden Schaden- und Unfallversicherungsmarktes sowie eine angemessene Kapitalausstattung mit starker finanzieller Flexibilität", sagt Tim Ockenga, Director im Versicherungsbereich von Fitch Ratings in Frankfurt. Weitere positive Ratingfaktoren sind ein gutes Wachstum, die starke Geschäftsposition in den wichtigsten europäischen Märkten sowie die starke Diversifizierung über Sektor- und Landesgrenzen hinweg, die signifikante Potenziale für Verbundverkäufe eröffnet. Dem stehen durch die Verwerfungen an den Kapitalmärkten verursachte erhebliche negative Einflüsse auf die Tochter Dresdner Bank AG gegenüber, welche zu großen kumulierten Abschreibungen geführt haben sowie einige Unsicherheiten bezüglich der zukünftigen Bankstrategie der Gruppe.

Im Jahr 2007 wies die Allianz-Gruppe eine sehr gute Rentabilität aus. Der Jahresüberschuss stieg um 13,5%  auf EUR 8 Mrd. und das operative Ergebnis stieg um 5,1% auf EUR 10,9 Mrd. an. Allianz ist die größte Versicherungsgruppe in Europa mit einer Bilanzsumme in Höhe von EUR 1.061,1 Mrd. und gebuchten Bruttobeiträgen in Höhe von EUR 65,8 Mrd. sowie 181.207 Mitarbeitern zum Jahresende 2007. Die Gruppe ist im Schaden- und Unfallgeschäft sowie im Leben- und Krankengeschäft tätig. Darüber hinaus werden Bankgeschäfte und Vermögensverwaltung betrieben. Im ersten Quartal 2008 betrug aufgrund der schwierigen Kapitalmarktlage und weiteren Abschreibungen bei Dresdner Bank der Jahresüberschuss nur EUR 1,1 Mrd. gegenüber EUR 3,2 Mrd. im Vorjahreszeitraum. Fitch geht davon aus, dass die starke versicherungstechnische Rentabilität im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft (2007 war die Schaden-Kostenquote 93,6% gegenüber 92,9% im Jahr 2006) der Allianz-Gruppe dabei helfen dürfte, die Herausforderungen aus der Kapitalmarktkrise, und besonders die negativen Belastungen durch die Bank, zu bewältigen.  

Obwohl die Restrukturierung des Bankgeschäfts von Dresdner Bank einige weitere operative Verbesserungen mit sich gebracht hat, wurden die wichtigsten finanziellen Ziele aufgrund der gegenwärtigen Finanzmarktkrisen und der Exposition gegenüber strukturierten Produkten nicht erreicht. Die Erträge des gesamten Bankensegments fielen um 19,3% gegenüber einem avisierten Wachstum von 6% und der RoRAC belief sich auf lediglich 2,4% gegenüber einem Zielwert von 15%. Die Cost-Income Ratio der Dresdner Bank verschlechterte sich von 79,7% im Jahr 2006 auf 89% im Jahr 2008. Die operative Rentabilität fiel drastisch auf EUR 730 Mio. von EUR 1.354 Mio. im Jahr 2006, hauptsächlich verursacht durch Wertberichtigungen bei ABS-Papieren in Höhe von EUR 1.275 Mio. Im ersten Quartal 2008 berichtete Dresdner Bank weitere Wertberichtigungen bei ABS-Papieren in Höhe von EUR 845 Mio. „Die größten Herausforderungen für die Bank im Jahr 2008 werden sein, Erträge zu generieren, welche die Verluste aus strukturierten Wertpapieren kompensieren können sowie eine erfolgreiche Trennung der beiden Hauptsparten herbeizuführen", sagt Anna Lozmann, Associate Director im Financial Institutions Team von Fitch.

Fitch erwartet, dass die Allianz-Gruppe ihre strikte Zeichnungsdisziplin im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft beibehalten und Risiken aus adversen Kapitalmarktentwicklungen limitieren wird. Die Agentur geht davon aus, dass die Kapitalausstattung im Jahr 2008 zurückgehen wird. Fitch weist auch darauf hin, dass bedeutende finanzielle Transaktionen wie auch weitere erhebliche  Wertanpassungen, welche zu einer Erosion der Kapitalausstattung führen würden, eine negative Auswirkung auf die Kreditqualität der gesamten Gruppen haben könnten.

Ratings der Allianz-Kerngesellschaften:
Allianz Versicherungs-AG: IFS \'AA\', Ausblick ‚Stabil’
Allianz Lebensversicherungs-AG: IFS \'AA\', Ausblick ‚Stabil’
Allianz Private Krankenversicherungs-AG: IFS \'AA\', Ausblick ‚Stabil’
Allianz Elementar Versicherungs-AG: IFS \'AA\', Ausblick ‚Stabil’
Allianz Insurance Plc: IFS \'AA\', Ausblick ‚Stabil’
AGF-Assurance Generales de France SA Vie: IFS \'AA\', Ausblick ‚Stabil’
AGF-Assurance Generales de France SA IART: IFS \'AA\', Ausblick ‚Stabil’



Herr Christian Giesen
Media Relations
Tel.: +49 (0)69 76 80 76 232

Fitch Ratings (Deutschland)
Junghofstraße 24
60311 Frankfurt/Main
http://www.fitchratings.com

Die von Fitch Ratings verwendeten Ratingdefinitionen sowie die Bedingungen zur Benutzung dieser Ratings sind auf der frei zugänglichen Internetseite der Agentur www. fitchratings.com, abrufbar. Veröffentlichte Ratings, Kriterienberichte und Methodiken sind auf dieser Seite jederzeit zugänglich. Auch Fitch’s Verhaltenskodex („Code of Conduct“), sowie andere relevante Richtlinien und Berichte zu Vertraulichkeit, Interessenkonflikten, verbundenen Zugangsschutzsystemen und zur Übereinstimmung mit eigenen Vorgaben können im Bereich „Code of Conduct“ der genannten Internetseite abgerufen werden. Der Emittent hat lediglich durch öffentlich verfügbare Informationen am Ratingprozess teilgenommen.

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