dvb-Pressespiegel

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30.09.2008 - dvb-Presseservice

Gewerbeimmobilien – das Zünglein an der Waage?

Wangen im Allgäu, September 2008 – Unsere Empfehlung in den letzten Marktperspektiven, eine erhöhte Cashposition über die „Hurrican-Saison“ zu halten, hat sich (leider) bewährt.

Obwohl am Wochenende der große Durchbruch bzgl. des 700 Mrd. Dollar Rettungspakets kommuniziert wurde und die schriftliche Fixierung sowie die Abstimmung im Repräsentantenhaus nur noch Formsache schien, scheiterte gestern Abend um 20:14h (unserer Zeit) die Abstimmung im US-Repräsentantenhaus. Dies erwischte die Marktteilnehmer völlig auf dem falschen Fuß und so gingen die US-Indizes zum Teil mit Rekordverlusten aus dem Handel. Noch nie in der Geschichte des DowJones (auch nicht nach dem 11.Sept. 2001) musste dieser einen Tagesverlust von 777 Punkten hinnehmen.

Dass die Ablehnung im Repräsentantenhaus das letzte Wort ist, scheint angesichts der sich dramatisch beschleunigenden Pleitewelle sehr fraglich. Vielleicht sollte nach den vorangegangenen täglichen „Exekutionen“ zum krönenden Abschluss noch ein „Dolchstoß“ das dritte Quartal beenden und den Markt ultimativ von Spekulanten, Hedgefonds und „Zockerbanken“ (wie HypoReal) bereinigen. Vielleicht wollte man dem Schrecken nun ein Ende setzten und einen Neuanfang im vierten Quartal – beflügelt von der US-Wahl-Phantasie – ermöglichen. Führt man sich allerdings vor Augen, was die Zwangsfusion bzw. –verstaatlichung von Unternehmen wie BearStearns, Northern Rock, Merrill Lynch, AIG, Washington Mutal, HBOS, Fortis, Bradford & Bingley  usw.  in der zweiten Phase bedeutet, scheint dennoch weiterhin äußerste Vorsicht geboten.

Zerreißprobe für Gewerbeimmobilien – Immobilienfonds prüfen
Jan Hatzius, Chefvolkswirt bei Goldman Sachs, hat das nächste Horrorszenario schon im Auge: „…es würde mich sehr wundern, wenn nicht demnächst der Markt für Büro- und Geschäftsimmobilien einbricht…“. Hatzius, der bereits im vergangenen Dezember vor Subprime-Abschreibungen in der Größenordnung von 2000 Mrd. Dollar warnte, braucht für diese Aussage – angesichts der aktuellen Bereinigung im Bankgewerbe – keine hellseherischen Fähigkeiten zu haben. Die aktuell noch „glatte“ Wertentwicklung der Immobilienfonds, welche in aller Regel größtenteils in Gewerbeimmobilien investiert sind, scheint für die aktuelle Marktphase nicht mehr ganz realistisch zu sein - um es vorsichtig zu formulieren. Eine genaue Überprüfung der Immobilien-Struktur im Fonds scheint jedenfalls dringend geboten. Gerade Fonds mit Schwerpunktinvestments in den Regionen USA, England, Spanien, Irland und Osteuropa sowie der Finanzbranche könnten zu Wertberichtigungen gezwungen sein.

Ungewissheit prägt Aktienmärkte
Das 700-Mrd-Paket ist daher – obwohl wahrscheinlich noch zu niedrig – äußerst dringend. Bereits 1987 pumpte die USA in der damaligen Sparkassenkrise 400 Mrd. US-Dollar in den Markt – was inflations- und währungsbereinigt mehr Euro waren als beim jetzigen Paket. Am Aktienmarkt hat dieses angekündigte Paket (bisher noch) Schlimmeres verhindern können. Anders sind die aktuellen „Krisen-Stände“ des Dow Jones bei ca. 10.500 oder des DAX bei ca. 5700 Punkten kaum zu erklären. Freilich, das KGV liegt z.B. im DAX nur noch bei rund 10 für 2009. In Zeiten schwachen Konsums, wegbrechender Aufträge, schwieriger und teurer werdender Finanzierungen, ausfallender Forderungen, steigender Überkapazitäten, hoher Lohnkosten, extrem stark schwankender Rohstoff- und Energiepreise sind diese Gewinne für das nächste Jahr aber kaum noch zu prognostizieren und daher eigentlich höhere Risikoabschläge nötig. Was aber sind die Alternativen: Immofonds, Zertifikate, Dollaranleihen oder Bankenschuldverschreibungen?

Risiken und Sachwerte ganz bewusst kaufen
Investoren mit „Anlagenotstand“, allen voran mit hohen Dollar-Cashpositionen – wie z.B. Staatsfonds, Ölländer oder auch ein Warren Buffet – kommen langfristig nicht um Aktien herum. Buffet erwarb in der vergangenen Woche ein 5 Mrd. USD-Vorzugsaktienpaket an Goldman Sachs mit Option auf weitere 5 Mrd. Stammaktien – getreu seinem Motto: „Ich sehe mich nicht als Teil eines Bullenmarkts, sondern als Teilhaber an wunderbaren Firmen“. Mit dieser Strategie nimmt Buffet zwar erhebliche Wertschwankungen in Kauf – weiß aber dafür, was er hat. Ganz im Gegensatz zu vielen Privatinvestoren, die sich mit Garantiezertifikaten von Lehman und Co. in scheinbarer Sicherheit wähn(t)en. Besser ist es daher, entweder tatsächliche Sicherheit zu kaufen – z.B. deutsche Staatsanleihen – oder aber ganz bewusst und wohl dosiert Risiken einzugehen – z.B. über Aktien oder Aktienfonds. Diese werden auch bei einer Insolvenz der Hausbank ausgesondert und besitzen damit eine Art „Sachwert-Charakter“.

Zertifikate meiden...
GECAM hat erstmals in seiner Dachfondsgeschichte die Immobilienfondsquote durch Staatsanleihen ersetzt und die Aktienquote massiv – bis auf einige Basisinvestments (darunter z.B. Goldminenfonds) – reduziert. Zertifikate oder Zertifikatefonds gehörten ganz bewusst nie zu den Zielanlagen innerhalb der GECAM-Dachfonds. Aufgrund der schwer kalkulierbaren Bonitätsrisiken sollten Anleger diese auch bis auf Weiteres meiden.

Helmut Knestel ist Fondsmanager der unabhängigen Vermögensverwaltung GECAM AG und mitverantwortlich für das Portfoliomanagement der fünf GECAM Dachfonds. Sein Marktkommentar erscheint monatlich.



Frau Dana Garbe
Tel.: 069 / 133896-17
E-Mail: dg@stockheim-media.com

German Capital Management (GECAM)
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Über German Capital Management (GECAM)

Die GECAM ist ein unabhängiger Vermögensverwalter, der sich auf das Management von Dachfonds spezialisiert hat. Darüber hinaus bietet das Unternehmen seit der Firmengründung 1997 ein ganzheitliches Dienstleistungskonzept an und unterstützt Vertriebspartner in der professionellen Beratung von individueller und aktiver Fondsportfolio-Verwaltung. Mit der Entwicklung eigener, erfolgreicher Superfunds unterstreicht GECAM die fachliche wie organisatorische Leistungsfähigkeit ihres Finanzmanagements. GECAM verwaltet aktuell ein Gesamtnettovermögen von 220 Millionen Euro. Das GECAM-Team unter der Leitung von Vorstand Uwe Leonhardt betreut derzeit fünf Dachfonds nach dem Absolute-Return-Ansatz und ist eine der erfolgreichsten Dachfondsfamilien im banken-unabhängigen Bereich. Anfang 2006 wurde GECAM mit dem Goldenen Bullen als Vermögensverwalter des Jahres vom Finanzen Verlag ausgezeichnet. Die GECAM-Dachfonds Global Balanced und Global Value erhielten vom Finanzen Verlag jeweils den Fund Award 2006. Die GECAM-Dachfonds Absolute und Global Value wurden mit dem Deutschen Fondspreis 2008 von Fonds professionell ausgezeichnet.

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