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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 06.11.2007
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„Gnade der späten Geburt“ ist ungerecht

Auch wenn die Riesterrente immer besser wird, ist sie nicht makellos

Die Riester-Rente wird immer besser. Derzeit gibt es deutschlandweit neun Millionen Verträge. Bis Jahresende soll die 10-Millionen-Marke übersprungen werden. Doch wo Licht ist, fällt auch Schatten: „In den jüngsten Nachbesserungen verbirgt sich in den Kinderzulagen eine ganz besondere Art der ‚Gnade der späten Geburt’“, stellt Lilo Blunck, die Geschäftsführerin des Bundes der Versicherten (BdV), fest, fügt aber hinzu: „Dennoch ist der Abschluss einer Riester-Rente sehr empfehlenswert“. 

„Die Bundesregierung hat wichtige Verbesserungen der staatlichen Förderung der Riester-Rente beschlossen, die ab 2008 in Kraft treten. Wir raten Förderberechtigten, diese erweiterten Möglichkeiten unbedingt voll auszuschöpfen“, betont BdV-Experte Dr. Christian Gülich: „Bisher konnten Riester-Sparer drei Prozent ihres Bruttojahreseinkommens aufwenden, das sind für 2007 maximal 1.575 Euro. Ab 2008 sind vier Prozent möglich, das sind bis zu 2.100 Euro.“

Neben diesen Vorteilen nennt Dr. Gülich weitere: Erhöhung der Grundzulage von 114 auf 154 Euro und der Kinderzulage von 138 auf 185 Euro jeweils pro Jahr. Eine besondere Steigerung soll es für die Kinder geben, die ab dem 1.1.2008 geboren werden, nämlich 300 Euro pro Jahr.

„Bei den Kinderzulagen stellt sich allerdings die Frage, weshalb die Bundesregierung eine Art Zweiklassengesellschaft eröffnet“, rüffelt die BdV-Chefin: „Die ‚Gnade der späten Geburt’ verschafft den Neugeborenen des nächsten Jahres eine bessere Position als den jetzt geborenen Kindern.“ 

Dass der ursprünglich geplante Berufseinsteiger-Bonus im Nebulösen verschwunden ist, bedauert der BdV sehr. Er sollte jungen Leuten bis 21 Jahre eine einmalige Sonderzahlung von 100 Euro bei Abschluss eines Riester-Neuvertrages einbringen.

„Wichtig ist“, schließt Dr. Gülich, „dass die Riester-Sparer auch alle ihre Zulagenanträge jeweils bei ihrer Bank, beim Versicherer oder bei der Fondsgesellschaft stellen, bei der sie den Vertrag abgeschlossen haben.“ Die Zulagen für 2005 müssen bis Ende 2007 beantragt werden. Sonst verfallen sie.

Ärgerlich: Schätzungen zufolge haben 1,4 Millionen Riester-Sparer ihre Zulagen für 2004 überhaupt nicht beantragt. Für 2005 fehlten im Oktober sogar noch 1,9 Millionen Anträge. Gülich: „Die Sparer haben sich damit selbst um Fördersummen von fast 200 Millionen Euro für 2004 und für 2005 sogar von rund 250 Millionen Euro gebracht.“



Frau Lilo Blunck
E-Mail: lblunck@bundderversicherten.de

Bund der Versicherten
Rönkrei 28
22399 Hamburg
www.bundderversicherten.de

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