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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 31.08.2009
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HCI Capital AG verabredet umfassendes Restrukturierungskonzept mit Hauptgläubigern

• Mehrstufige Umsetzung von Enthaftungs- und Kapitalmaßnahmen • Platzierungsergebnis steigt um 43 Prozent gegenüber Q1 2009 • Halbjahresergebnis: Sondereffekte durch Wertkorrekturen

Die HCI Capital AG, eines der führenden bankenunab­hängigen Emissionshäuser für geschlossene Fonds, hat einen wesentlichen Meilen­stein zur Bewältigung der Krise in dem aktuell schwierigen Marktumfeld erreicht. Mit den Hauptgläubigerbanken sowie den Hauptaktionären wurde ein umfassendes Restrukturierungskonzept verabredet, welches auf eine Freistellung der HCI Gruppe von allen wesentlichen, gegenüber den Banken bestehenden Eventualverbindlichkei­ten und eine nachhaltige Sicherung der Liquidität ausgerichtet ist. Der Geschäftsver­lauf im ersten Halbjahr 2009 ist unverändert durch das schwierige Marktumfeld ge­prägt. Gleichwohl ist es der HCI Gruppe gelungen, das Platzierungsergebnis im zwei­ten Quartal um rund 43 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu steigern.

Im Einzelnen umfasst die Restrukturierung ein mehrstufiges Konzept, das nach mehrmonati­gen Verhandlungen in einem ersten Schritt mit den Hauptgläubigerbanken, der HSH Nord­bank AG und der Commerzbank Gruppe, sowie den Hauptgesellschaftern, der MPC Capital AG und der Döhle Gruppe, verabredet wurde und mit den übrigen Banken endverhandelt wird. Das Konzept umfasst ein langfristiges Moratorium, die gleichzeitige Enthaftung von allen wesentlichen, gegenüber Banken bestehenden Eventualverbindlichkeiten, eine nach­folgende Barkapitalerhöhung und die Umwandlung bestehender Finanzierungen der HCI Capital AG. Auf die beiden Hauptgläubigerbanken entfällt mit rund drei Viertel der weitaus größte Teil der Eventualverbindlichkeiten. Das vorliegende Konzept wird in den nächsten Wochen noch mit den übrigen Gläubigerbanken final abzustimmen sein und steht unter an­derem unter dem Vorbehalt, dass alle betroffenen Banken zustimmen.

„Wir haben in unseren Gesprächen mit den Banken und unseren Hauptgesellschaftern die wichtigsten Schritte geschafft, um die HCI durch die Marktkrise zu bringen“, sagt Dr. Ralf Friedrichs, Vorstandsvorsitzender der HCI Capital AG. „Das Konzept, das wir gemeinsam erarbeitet haben, ist ein großer Meilenstein für das Unternehmen. Jetzt wird es darum ge­hen, dies konsequent mit allen Partnern umzusetzen.“

Enthaftung von allen wesentlichen gegenüber Banken bestehenden Eventualverbindlichkeiten

Die HCI Capital AG will sich mit den Banken auf ein unwiderrufliches Moratorium hinsichtlich der Inanspruchnahme aus Eventualverbindlichkeiten bis 30. Juni 2013 einigen. Gleichzeitig soll eine stufenweise vollständige Enthaftung von der überwiegenden Mehrzahl der beste­henden Eventualverbindlichkeiten bis 28. Februar 2010 erfolgen.

Nach Abschluss der Enthaftung soll eine Barkapitalerhöhung in Höhe von 22 Mio. EUR durchgeführt werden. Diese wird seitens der MPC Capital AG und der Döhle Gruppe abgesi­chert, soweit die übrigen Aktionäre ihr Bezugsrecht nicht wahrnehmen.

Zusätzlich sollen die Banken eine Forderung gegen die HCI Capital AG in Form eines noch näher zu verhandelnden Besserungsscheins in Höhe von 12,5 Mio. EUR erhalten.

Zudem wurde zur kurzfristigen Sicherung der Liquidität eine Stundung von Darlehensforde­rungen von Banken in Höhe von insgesamt rund 36 Mio. EUR zuzüglich Zinsen bis 30. Sep­tember 2010 vereinbart. Es ist angedacht, die gestundeten Verbindlichkeiten in Eigenkapital oder alternativ in eine langfristige Finanzierung umzuwandeln, so dass der Cash Flow der HCI Gruppe nicht nachhaltig beeinträchtigt wird.

Platzierungsergebnis Q2 2009 gegenüber Q1 2009 im Aufwärtstrend

Die HCI Gruppe konnte im ersten Halbjahr des Jahres 2009 Produkte aus nahezu allen As­setklassen bei Anlegern platzieren und erreichte im Berichtszeitraum ein Platzierungsergeb­nis von insgesamt 73,1 Mio. EUR, das damit deutlich unter dem entsprechenden Vorjahres­wert von 340,5 Mio. EUR liegt. Das Emissionshaus konnte seine Platzierungen im Vergleich zum ersten Quartal (30,1 Mio. EUR) auf 43,0 Mio. EUR im zweiten Quartal steigern. Damit behauptet sich die HCI Gruppe gegen den negativen Markttrend bei geschlossenen Fonds, der sich nach Angaben des Verbands Geschlossener Fonds (VGF) in einem Rückgang des Gesamtmarktes im zweiten Quartal 2009 gegenüber dem ersten Quartal 2009 um mehr als 19 Prozent zeigte.

Mit insgesamt 48,2 Mio. EUR platziertem Eigenkapital sind Investments in Schiffe unverän­dert der stärkste Produktbereich der HCI. Die Produktsparte umfasst 29,6 Mio. EUR an klas­sischen geschlossenen Schiffsfonds, 10,7 Mio. EUR in Form von Vermögensaufbauplänen und 7,9 Mio. EUR im Bereich der Garantieprodukte. Einen weiteren maßgeblichen Beitrag zum Platzierungsergebnis leistete der Produktbereich Energie und Rohstoffe. Mit dem Fonds HCI Deepsea Oil Explorer wurden rund 5,7 Mio. EUR eingeworben, mit der seit Mai 2009 angebotenen kapitalgeschützten Variante des Fonds, Deepsea Oil Explorer Protect, konnten zudem 2,6 Mio. EUR platziert werden. Darüber hinaus hat HCI diesen Produktbereich An­fang April 2009 mit einem Produktangebot aus der Asset-Klasse Erneuerbare Energien er­weitert. Bis Ende Juni zeichneten Anleger beim „HCI Energy 1 Solar“ bereits 6,8 Mio. EUR Eigenkapital. Mitte August 2009 konnte der Solarfonds vollständig platziert werden.

Ergebnis durch Sondereffekte geprägt – Kostensenkungsmaßnahmen umgesetzt

Entsprechend dem verminderten Platzierungsverlauf hat die HCI Gruppe im ersten Halbjahr 2009 mit rund 22,7 Mio. EUR geringere Umsatzerlöse als im Vorjahr (61,6 Mio. EUR) erwirt­schaftet. Unter anderem aufgrund der aktuellen Lage an den internationalen Schifffahrts­märkten und schwachen Prognosen für diese Märkte nahm die HCI Gruppe im ersten Halb­jahr 2009 erhebliche, überwiegend nicht liquiditätswirksame Wertkorrekturen auf eine Reihe von Beteiligungen und Forderungen vor. Vor allem aufgrund der marktbedingten Wertkorrek­turen und weiteren Sondereffekten in Höhe von 30,2 Mio. EUR beläuft sich das Konzerner­gebnis nach Steuern auf -36,1 Mio. EUR.

Im Berichtszeitraum konnten die Sach- und Personalkosten durch das zu Jahresbeginn ein­geleitete Kostensenkungsprogramm um rund 15,3 Prozent gesenkt werden. Neben einem signifikanten Rückgang der Sachkosten, lag der Personalaufwand mit 12,3 Mio. EUR rund 20 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die HCI Gruppe weist zum 30.6.2009 eine Eigenkapi­talquote von 38,9 Prozent aus. Des Weiteren hat die HCI Gruppe im ersten Halbjahr 2009 einen positiven Cashflow aus dem operativen Geschäft erwirtschaftet und verfügt zum 30.06.2009 über einen Cashbestand von 22,6 Mio. EUR.

Die HCI Capital AG wird den vollständigen Halbjahresfinanzbericht 2009, wie bereits ange­kündigt, heute veröffentlichen.



Leiter Unternehmenskommunikation
Herr Dr. Olaf Streuer

Tel.: +49 40 88 88 1 125
Fax:
E-Mail: olaf.streuer@hci-capital.de

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Frau Christina Hoke

Tel.: +49 40 88 88 1 236
Fax:
E-Mail: christina.hoke@hci-capital.de

HCI Hanseatische
Capitalberatungsgesellschaft mbH
Bleichenbrücke 10
20354 Hamburg
www.hci.de

Über HCI:

Die HCI Gruppe wurde 1985 gegründet und konzipiert geschlossene Fonds und kapitalgarantierte Anlageproduk¬te in den Bereichen Transport & Logistik, Energie & Rohstoffe, Immobilien und Zweitmarktlebensversicherungen. Per 30.6.2009 haben mehr als 121.000 Kunden in 503 Emissionen und einem Gesamtinvestitionsvolumen von 14,7 Mrd. Euro rund 5,8 Mrd. Euro Eigenkapital investiert. Damit ist HCI eines der führenden bankenunabhängi¬gen Emissionshäuser in Deutschland. Die HCI Capital AG ist seit Oktober 2005 börsennotiert.



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