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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 23.05.2007
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HDI-Gerling Leben: Die betriebliche Altersversorgung am Wendepunkt?

"Die Marktteilnehmer in der betrieblichen Altersversorgung sind wach gerüttelt" sagte Siegfried Hischke, Leiter Vertriebsmanagement betriebliche Altersversorgung (bAV) der HDI-Gerling Lebensversicherung AG bei der Eröffnung des zweiten bAV-Expertenforums, zu dem der Lebensversicherer und die Fachzeitschrift "Performance" Fachreferenten und freie Vermittler eingeladen hatten. Nach dem Urteil des Landesarbeitsgerichts München, demzufolge die Zillmerung in der bAV unzulässig sei, und dem drohenden Ende der Sozialversicherungs- und Steuerfreiheit für die Entgeltumwandlung verlange der Markt nach Orientierung. "Das schlimmste, das uns passieren kann, ist, in der bAV-Beratung in Attentismus zu verfallen", so Hischke weiter. Die Arbeitgeber seien in der jetzigen Situation mehr denn je auf verlässliche Beratung angewiesen, denn sie seien heute in einer Zwickmühle:

  • Die Arbeitnehmer haben einen Rechtsanspruch auf Umwandlung von Teilen ihres Arbeitslohns in eine betriebliche Altersversorgung. Wenn aber die Steuer- und Sozialabgabenfreiheit der Entgeltumwandlung wie vorgesehen ab 2009 endet und zusätzlich die Abgabenpflicht in der Rentenphase bestehen bleibt, wird die Entgeltumwandlung für viele Beschäftigte unattraktiv. Bei HDI-Gerling Leben sind hiervon rund 240.000 Verträge betroffen
  • Die jüngsten Urteile des Landesarbeitsgerichts München und des Arbeitsgerichts Stuttgart führen zu einer Haftungsverschärfung, die letztlich die Arbeitgeber trifft. Sogar eine Rückabwicklung bestehender gezillmerter bAV-Verträge könnte die Folge sein.

Wird die Entgeltumwandlung in Zukunft sowohl in der Ansparphase als auch in der Rentenbezugsphase mit Beiträgen für die Sozialversicherungen und mit Steuern belastet, ist sie als Altersvorsorge insbesondere für den Durchschnittsverdiener nicht mehr die erste Wahl. "Die Entgeltumwandlung rechnet sich dann nur noch für überdurchschnittliche Verdiener mit privater Krankenversicherung", erläuterte Ralf Schäfer von der Financial Planners Group während seines Referats. Um trotzdem auskömmliche Versorgungsleistungen für einen möglichst großen Kreis von Arbeitnehmern aufzubauen, bedarf es neuer Konzepte, die deutlich höhere Renditen erwirt-schaften. Mit dem dynamischen Hybridprodukt "TwoTrust" habe HDI-Gerling Leben ein wegweisendes Angebot, lobte Dr. Mark Ortmann vom ITA Institut für Transparenz in der Altersvorsorge. So eröffnet dieses Produkt die Möglichkeit, von den Kapitalmarktchancen auch in der bAV hochgradig zu profitieren.

Ein weiterer Schlüssel für die Zukunft der bAV liege in der Effizienz-steigerung im bAV-Vertrieb, so Cord Brockmann, Geschäftsführer von TPC The Pension Consultancy: "Die Vorsorge im Sozialraum Unternehmen ist das Vorsorgemodell der Zukunft, weil es ein erhebliches Effizienzpotenzial birgt."

Als mögliche Alternative zur Entgeltumwandlung stellte Rechtsanwalt Dr. Uwe Langohr-Plato die Entgeltumwidmung sowie deren arbeits- und steuerrechtliche Rahmenbedingungen vor. Einen Einblick in die aktuellen Überlegungen zur betrieblichen Altersversorgung im Bundesfinanzministerium gab Regierungsdirektorin Christine Harder-Buschner.

Keine Patentrezepte für aktuelle Fragestellungen

Mit einem Patentrezept für die Frage der Zillmerung konnte keiner der anwesenden bAV-Experten aufwarten. Ihrer Ansicht nach gibt es folgende Optionen: Die für Riester-Produkte gesetzlich vorgeschrie-bene und in der VVG-Novelle vorgesehene Verteilung der Abschlusskosten auf fünf Jahre auch für die bAV einzuführen; die Nutzung ungezillmerter Tarife, die jedoch für den bAV-Vertrieb erhebliche Nachteile birgt, sowie die honorarpflichtige Beratung, deren Akzeptanz in der bAV unklar ist.

"Rechtssprechung und Gesetzgebung sollten auch die wirtschaftlichen Erfordernisse im Auge behalten. Nur wenn diese Rahmenbedingungen stimmen, bleibt die bAV lebensfähig", kommentierte Hischke die Diskussion. Angesichts der derzeit unklaren Sachlage empfiehlt Siegfried Hischke den Vermittlern, sich der völlig neuen Situation zu stellen. "Wir haben die Hoffnung, dass man in der schwierigen Frage der Zillmerung in der bAV bald auch auf offizieller Seite zu einer differenzierten Betrachtung kommen wird. So lange raten wir unseren Vertriebspartnern, sich intensiv bei ihrem Produktanbieter zu informieren und das offene Gespräch mit den Kunden zu suchen."



Frau Annegret Bischof
Tel.: +49 221 144-3445
Fax: +49 221 144-5127
E-Mail: annegret.bischof@gerling.de

Gerling AG
Gereonshof 14-16
50670 Köln
http://www.gerling.com/de/

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