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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 20.07.2006
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Herbert Rische auf der Vertreterversammlung der Deutschen Ren-tenversicherung Bund in Lübeck

„Vieles ist bereits geschehen, vieles wurde in die Wege geleitet, vieles ist verändert worden.“ Mit diesen Worten zog Herbert Rische, Präsident der Deutschen Rentenversicherung Bund, auf der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Bund in Lübeck ein Zwischenfazit zum Verlauf der Organisationsreform in den letzten neun Monaten.

Die Struktur der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland habe sich durch die Organisationsreform erheblich verändert. „Die Aufgabenverteilung wurde neu justiert, der Gesetzgeber hat uns neue Aufgaben übertragen und viele Träger haben sich zusammengeschlossen“, führte Rische aus.

Die Veränderungen in der „Trägerlandschaft“ seien aber erst abgeschlossen, wenn sich bis zum Jahr 2008 durch Fusionen die Zahl der Rentenversicherungsinstitutionen von 27 auf 16 Träger verringert habe, so Rische. Die Rentenversicherung habe damit bewiesen, dass sie in der Lage sei, ihre Strukturen an veränderte Anforderungen anzupassen und damit auch wirtschaftlich und sparsam mit den ihr anvertrauten Geldern umzugehen.

Rische machte deutlich, dass die Rentenversicherung bei schwierigen Themen, wie beispielsweise den geforderten Kosteneinsparungen, in der Lage sei, Lösungen zu erreichen, ohne dass es einer besonderen gesetzlichen Regelung bedürfe. Das vom Gesetzgeber geforderte Einsparvolumen bis zum Jahr 2010 in Höhe von zehn Prozent der Verwaltungs- und Verfahrenskosten des Jahres 2004 könne und wolle die Rentenversicherung erreichen. „Insgesamt müssen danach von allen Trägern gemeinsam nach heutigem Stand und 381 Millionen Euro eingespart werden“, errechnete Rische.

Im weiteren Verlauf seiner Rede machte Rische auf den Funktionswandel aufmerksam, den die gesetzliche Rentenversicherung momentan erfahre. Ähnlich wie in anderen europäischen Ländern, gehe der Trend weg von der alleinigen Sicherung im Alter durch die gesetzliche Rente. Galt vorher das Leitbild, dass die gesetzliche Rentenversicherung für langjährig Versicherte regelmäßig auch für sich allein genommen die Aufrechterhaltung des zuvor erreichten Lebensstandards im Alter sichern sollte, gelte nun das Konzept der „Lebensstandardsicherung aus drei Säulen“. Mittelfristig werde die Bedeutung der gesetzlichen Rentenversicherung im Gesamtkonzept der drei Säulen zurückgehen, auch wenn sie nach übereinstimmender Einschätzung aller wesentlichen Akteure aus Politik und Wissenschaft sicherlich die stärkste Einzelsäule für die Alterssicherung der meisten Menschen bleiben wird.

„Die Deutsche Rentenversicherung wird im Hinblick auf die Seriosität der individuellen Beratung von einer großen Mehrheit der Versicherten positiv bewertet“, stellte Rische fest. Die Renteninformation sei sicherlich ein Instrument, mit dem wir als Träger der gesetzlichen Rentenversicherung dazu beitragen können, dass die Fähigkeit der Menschen zur Zusatzversorgung verbessert wird. In Zusammenarbeit mit den Volkshochschulen, dem Bundesarbeitsministerium und Verbraucherverbänden werde das Projekt „Fit in Altersvorsorge“ vorbereitet. „Hier können Bürgerinnen und Bürger in Volkshochschulkursen lernen, wie sie ihre Altersvorsorge gestalten können“, sagte Rische.

Abschließend betonte Rische, dass die drei Säulen stärker als bisher miteinander abgestimmt werden müssten, um ein funktionierendes System zu schaffen. Es sei beispielsweise wichtig, dass die Leistungen der drei Säulen nicht nur bei der Versorgung im Alter, sondern auch im Fall einer Erwerbsminderung zusammenwirkten. „Wenn eine gesundheitliche Beeinträchtigung in einer Säule zu einer Leistung führt, in einer anderen dagegen nicht, kann das Prinzip von der Lebensstandardsicherung aus den drei Säulen insoweit eben gerade nicht verwirklicht werden“, führte Rische aus.

Auch bei den Rehabilitationsmaßnahmen müsse diskutiert werden, ob nicht die Kosten von allen Systemen der drei Säulen zu tragen wären, die davon profitierten. „Eine erfolgreiche Rehabilitationsmaßnahme hat den Effekt, dass ansonsten erforderliche Rentenzahlungen vermieden werden“, sagte Rische.

Der Gesetzgeber habe in den vergangenen Jahren mit einer ganzen Reihe von tief greifenden Reformmaßnahmen weitreichende Änderungen in der Alterssicherung beschlossen. Dies gelte für die Organisationsstruktur in gleicher Weise wie für das Versicherungs- und Leistungsrecht. Die Deutsche Rentenversicherung Bund werde jedenfalls alles daran setzen, damit die mit den Reformmaßnahmen angestrebten Ziele letztendlich auch tatsächlich realisiert werden.



Pressesprecher der Deutschen Rentenversicherung
Herr Dr. Dirk von der Heide
Tel.: 030/865-89174
Fax: 030/865-89425
E-Mail: dirk.heide@drv-bund.de

Deutsche Rentenversicherung Bund
Ruhrstraße 2
10709 Berlin
Deutschland
http://www.deutsche-rentenversicherung-bund.de

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