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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 22.03.2011
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IBB-Wachstumsprognose für Berlin weiter günstig

Die Prognose für die Berliner Wirtschaft bleibt günstig. Zwar könnten die Auswirkungen der Katastrophe in Japan tiefe Spuren in der Weltwirtschaft hinterlassen, die Folgen für einzelne Regionen dürften sich jedoch sehr unterschiedlich darstellen. Berlin exportiert lediglich 3,6% seiner Ausfuhren nach Japan. Das Land liegt somit in der Rangliste der wichtigsten Handelspartner für die deutsche Hauptstadt auf Platz 10, hinter Österreich (Anteil: 3,7%), Niederlande (3,8%) und dem Vereinigten Königreich (4,4%). Für Berlin rechnen die Volkswirte der Investitionsbank Berlin (IBB) im laufenden Jahr nach wie vor mit einem deutlichen Plus des Bruttoinlandsprodukts, wobei die Dynamik im Jahresverlauf allerdings etwas nachlassen sollte. Zwar wird die Berliner Wirtschaft die hohe Wachstumsrate des vergangenen Jahres nicht halten können, die Aussichten für 2011 sind mit einem erwarteten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 2,5% jedoch nach wie vor sehr gut. Denn das Wirtschaftswachstum im vergangenen Jahr war durch Aufholeffekte aus der Rezession im Jahr 2009 geprägt. Hier sind vor allem die Impulse aus dem Berliner Konjunkturpaket in Höhe von insgesamt 632 Mio. Euro zu nennen. Diese Effekte wirken naturgemäß nur temporär. Damit bleibt der Wachstumsausblick der IBB von Anfang Dezember 2010 alles in allem unverändert.

Obwohl Schnee und Eis in Berlin den Aufschwung Ende 2010 gebremst haben, sind die Vorzeichen für ein anhaltendes Wachstum in diesem Jahr positiv. Die zuversichtliche Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung in Berlin wird auch durch die aktuelle gemeinsame Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammern in Berlin und Brandenburg vom Februar 2011 gestützt. Danach dürfte der Tiefpunkt der seit 2008 anhaltenden Wirtschaftskrise für Berlin überstanden sein. Der Konjunkturklimaindex stieg weiter um 22 auf aktuell 122 Punkte. So erreicht die Stimmung in der regionalen Wirtschaft den zweithöchsten je gemessenen Wert und nähert sich dem bisherigen Rekordstand aus dem Jahr 2007.

Als besonderes Risiko schätzen die IBB-Volkswirte die allgemeine Inflationsentwicklung ein. Nach Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg nahm der Berliner Verbraucherpreisindex im Februar 2011 weiter zu. Er liegt bei einem Indexstand von 109,6 und hat sich somit im Februar gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat um 2,1% erhöht. Damit überschritt die Preissteigerungsrate erstmalig seit Oktober 2008 wieder die Zwei-Prozent-Marke. Diese Entwicklung könnte die erhoffte stärkere Belebung des privaten Konsums beeinträchtigen und die Europäische Zentralbank (EZB) über die bereits angekündigte Zinswende hinaus zu weiteren Zinsanhebungen veranlassen. Das würde dann auch die wirtschaftliche Entwicklung in der deutschen Hauptstadt belasten.

Außerdem rücken auch in Berlin die demografischen Belastungen immer näher, die mittelfristig das Wirtschaftswachstum dämpfen werden. Eine der ersten spürbaren Folgen dürfte in diesem Zusammenhang der drohende Fachkräftemangel sein. Ende Februar wurden in Berlin 11.290 offene Stellen registriert. Das waren 1.141 mehr als vor einem Jahr (+11,2%).

Auch im nächsten Jahr wird der Aufschwung in Berlin insgesamt intakt bleiben. Die Wachstumsraten werden zwar in nahezu allen Bereichen etwas geringer ausfallen als in diesem Jahr, der private Konsum sollte aber mit einem Plus von 1,5% für Berliner Verhältnisse robust bleiben. Die Zahl der Arbeitslosen dürfte im Jahresdurchschnitt auf unter die Marke von 220.000 Personen sinken. Dies wären noch einmal rund 6.000 Personen weniger als im laufenden Jahr.

Den vollständigen Konjunkturbericht sowie weitere volkswirtschaftliche Analysen und Berichte finden Sie unter der Adresse www.ibb.de



Stabsbereich Unternehmensentwicklung
Herr Hartmut Mertens
Tel.: (030) 21 25-47 38

Investitionsbank Berlin (IBB)
Bundesallee 210
10719 Berlin
www.ibb.de

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