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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 30.05.2011
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IBB erwartet drei Prozent Wachstum für Berlin

Die Berliner Wirtschaft hat zum Jahresauftakt überraschend stark zugelegt. Vor diesem Hintergrund erhöhen die Volkswirte der Investitionsbank Berlin ihre Konjunkturprognose 2011. Für das laufende Jahr wird jetzt für Berlin ein Wirtschaftswachstum von 3,0% erwartet. Das sind 0,5 Prozentpunkte mehr, als noch im März vorausgesagt. Betrachtet man den Zeitraum 2005 bis 2010, so wird deutlich, dass die Hauptstadt im Schnitt ein mehr als doppelt so hohes Wirtschaftswachstum wie das gesamte Bundesgebiet verzeichnen konnte. Damit hat Berlin die wirtschaftliche Wende endgültig geschafft.

Aufwärtstrend hat an Fahrt gewonnen

Im ersten Quartal 2011 stiegen die wichtigsten Konjunkturindikatoren stärker als erwartet. Dies spiegelt sich vor allem in den gut gefüllten Auftragsbüchern der Berliner Unternehmen wider. Wachstumstreiber waren zum Jahresbeginn vor allem die Industrie, das Bauhauptgewerbe, die unternehmensnahen Dienstleistungen sowie die Tourismusbranchen. Aber auch die hohe Investitionsbereitschaft der Unternehmen und die verbesserten Beschäftigungsindikatoren weisen eine gute Entwicklung auf. Mehr und mehr trägt auch in Berlin die heimische Nachfrage zum Wachstum bei.

Exportunternehmen profitieren von Wachstum der Weltwirtschaft

Die Berliner Exportunternehmen konnten vor allem vom anhaltenden weltwirtschaftlichen Wachstum profitieren. Im Durchschnitt der ersten drei Monate 2011 stiegen die Berliner Ausfuhren um gut 13%. Insbesondere im Handel mit den Entwicklungs- und Schwellenländern zeigte die Berliner Exportwirtschaft eine sehr gute Entwicklung.

Positive Wirtschaftsentwicklung bringt mehr Geld

Auch der Berliner Haushalt wird vom Aufschwung profitieren, die öffentliche Hand muss deutlich weniger Schulden machen als gedacht. Die Einnahmen des Landes Berlin aus Steuern und Länderfinanzausgleich werden nach den aktuellen regionalisierten Ergebnissen der Steuerschätzung von Mai 2011 für das laufende Jahr um 92 Mio. EUR und für 2012 um 349 Mio. EUR über der bisherigen Schätzungen von November 2010 liegen. Insgesamt wird 2011 und im kommenden Jahr von Einnahmen aus Steuern in einem Umfang von 14,3 bzw. 15,2 Mrd. EUR ausgegangen. Die ursprünglichen Erwartungen der Steuerschätzer aus dem Mai 2010 lagen für 2011 um 940 Mio. EUR und für das kommende Jahr 1,1 Mrd. EUR niedriger.

Folgen der Demografischen Veränderungen stärker spürbar

Die demografischen Belastungen rücken auch in Berlin immer näher. Eine der ersten spürbaren Folgen dürfte in diesem Zusammenhang der drohende Fachkräftemangel sein. Ende April wurden in Berlin mehr als 11.000 offene Stellen registriert. Das waren rund 1.700 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nimmt in Berlin bereits seit längerer Zeit wieder zu. Mit einer Steigerungsrate von 1,0% gegenüber dem Vorjahr lag die Hauptstadt im Bundesländervergleich auch 2010 auf dem ersten Rang. Insbesondere die Betriebe in den Dienstleistungsbereichen haben zum Beschäftigungsaufbau in Berlin beigetragen. Alles in allem dürfte die registrierte Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt 2011 in der Hauptstadt unter die Marke von 220.000 Personen sinken. Trotzdem ist die Arbeitslosigkeit in Berlin noch immer viel zu hoch. Sie wird auch 2011 weit über dem deutschen Durchschnitt von 7,0% liegen.

Belastungen werden Wachstum 2011 noch nicht beeinträchtigen

Die Belastungen und Risiken für die Konjunktur haben zuletzt zugenommen, sie reichen vom Auslaufen der Konjunkturprogramme über die Schuldenkrise in Europa bis hin zur Japan-Krise und den Entwicklungen in der arabischen Welt. Als besonderes Risiko stellt sich die allgemeine Inflationsentwicklung dar. Im April 2011 betrug die Preissteigerungsrate in der Euro-Zone gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat 2,8%, der höchste Stand seit zweieinhalb Jahren. Damit überschritt sie den für die Geldpolitik wichtigen Schwellenwert von 2% den fünften Monat in Folge. Diese Entwicklung könnte die erhoffte stärkere Belebung des privaten Konsums beeinträchtigen und die Europäische Zentralbank (EZB) über die bereits erfolgte Zinserhöhung hinaus zu weiteren Zinsanhebungen veranlassen. Das würde dann auch die wirtschaftliche Entwicklung in der deutschen Hauptstadt belasten. Dennoch trauen die IBB-Volkswirte der Wirtschaft in diesem Jahr ein kräftiges Wachstum zu. Die Negativereignisse begründen im laufenden Jahr noch keine Konjunkturwende.

Den vollständigen Konjunkturbericht sowie weitere volkswirtschaftliche Analysen und Berichte finden Sie unter der Adresse www.ibb.de



Herr Hartmut Mertens
Tel.: (030) 21 25-47 38

Investitionsbank Berlin (IBB)
Bundesallee 210
10719 Berlin
www.ibb.de

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