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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 08.02.2008
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JPMorgan Asset Management – Global Cash Management Survey 2007: Corporate Treasurer stellen sich breiter auf

Erhöhte Anzahl von Bankbeziehungen / Rendite- und Sicherheitsbedürfnis wächst / Erstmals hohe Beteiligung aus Deutschland

Frankfurt, Februar 2008 – Corporate Treasurer setzen bei der Auswahl von Geldmarktfonds stärker auf den Faktor Rendite. Noch im Vorjahr war die Reputation des Anbieters das wichtigste Auswahlkriterium. Dies zeigt die aktuelle Global Cash Management-Studie von JPMorgan Asset Management, die auf jährlicher Basis Entwicklungen und Trends im Liquiditätsmanagement von Unternehmen untersucht. Diese Studie wurde bereits zum neunten Mal gemeinsam mit der Association of Corporate Treasurers (ACT) durchgeführt. An der aktuellen Befragung, die von Juli bis November 2007 stattfand, haben 339 Corporate Treasurer teilgenommen. Den größten Anteil haben Befragte aus Großbritannien (23 Prozent) gefolgt von Treasurern aus den USA (18 Prozent). Mit 14 Prozent sind Corporate Treasurer aus Deutschland die drittstärkste Teilnehmergruppe. "Insgesamt liegt der Anteil kontinentaleuropäischer Befragter bei 45 Prozent, im Vorjahr waren es noch 28 Prozent. Diese stärkere Gewichtung erklärt die im Vergleich zur letzten Befragung erhöhte Renditeerwartung", betont Sven Lorenz, Leiter Institutionelle Geldmarktfonds bei JPMorgan Asset Management in Frankfurt.

Geändertes Antwortverhalten im Zeitverlauf
"Unsere aktuelle ‚Global Cash Management-Studie’ zeigt, dass sich das Risikobewusstsein der Befragten im Verlauf der Befragung geändert hat", erläutert Robert Deutsch, Leiter des Bereichs Global Liquidity von JPMorgan Asset Management, der die Studie federführend betreut hat. Da ein Großteil der Fragebögen online ausgefüllt wurde, war es möglich, den genauen Zeitpunkt der Beantwortung festzustellen. Dabei zeigte sich ein unterschiedliches Antwortverhalten, je nachdem ob die Fragen vor und ab September 2007 beantwortet wurden. "Als Folge der Marktturbulenzen im zweiten Halbjahr 2007 liegt der Fokus der Corporate Treasurer nun verstärkt auf dem Risikomanagement. Die Befragten geben den Bedarf von verbesserten Systemen an, außerdem sollten konservative Investmentformen wie AAA-Geldmarktfonds und Bankeinlagen weiter profitieren. Insgesamt erwarten die Treasurer einschneidende Veränderungen in den nächsten sechs bis zwölf Monaten, wenn die internen Richtlinien sowie die Vereinbarungen mit Dienstleistern wie Banken und Asset Managern überprüft sein sollten", erklärt Deutsch.

Trendumkehr: Wieder mehr Bank-Partner
Nachdem in den vergangenen Jahren die Anzahl von Bankbeziehungen stets rückläufig war, erhöhte sich aktuell die Anzahl der Bank-Partnerschaften wieder. Während bei der letzten Befragung nur noch 17 Prozent angaben, mit mehr als fünf Banken zu arbeiten, stieg der Anteil nun wieder um 7 Prozentpunkte auf 24 Prozent. "Es kann mit dem aktuell unruhigen Marktumfeld zusammenhängen, dass die Treasurer sich breiter aufstellen, um das Risiko stärker zu diversifizieren", erklärt Sven Lorenz. Trotzdem ist er davon überzeugt, dass die Treasurer nach wie vor darauf bedacht sind, das Liquiditätsmanagement zukünftig noch effizienter zu gestalten. Denn bei der Benennung der für sie wichtigsten Tätigkeiten gaben die Corporate Treasurer zu 53 Prozent das Cash Management an – eine Steigerung von 8 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Bei Betrachtung der Ergebnisse dieses Jahres vor und ab September zeigt sich, dass Cash Flow-Prognosen und Risikomanagement leicht in der Bedeutung gestiegen sind. (Beurteilung von 0 = sehr wichtig bis 6 = weniger wichtig: Cash Flow-Prognosen von 3,74 auf 3,47; Risikomanagement von 4,31 auf 4,12).

Regionale Unterschiede im Cash-Management
Die weltweite Befragung der Treasurer zeigt, dass bei der Allokation ihrer überschüssigen Liquidität unterschiedliche Herangehensweisen zu finden sind. Während in den USA bereits 63 Prozent der Corporate Treasurer Fondsvehikel nutzen, sind es bei globaler Betrachtung erst 30 Prozent. Großbritannien und Irland schneiden mit 33 Prozent noch leicht überdurchschnittlich ab, in den westeuropäischen Ländern sind Fondsinvestments mit 25 Prozent dagegen leicht unterrepräsentiert. Besonders in Osteuropa besteht für diese Vehikel mit erst 5 Prozent Investitionen noch Nachholbedarf. Außerhalb der USA sind nach wie vor Bankeinlagen die favorisierte Investmentform (81 Prozent in Osteuropa, 65 Prozent in Kontinentaleuropa und Großbritannien). Der Trend zeigt, dass Unternehmen mit größerer Marktkapitalisierung bereits stärker auf Investments wie Fonds zugreifen. Experte Lorenz bestätigt, dass große Unternehmen Vorreiter bei der Nutzung von Geldmarktfonds für ihr Liquiditätsmanagement sind. Aber auch für mittelgroße Unternehmen seien diese Vehikel interessant, da sie die Effizienz in der Tagesgeld- oder Monatsgelddisposition steigern können.

Bei der Benennung der Fonds, in die Treasurer bereits investiert haben, liegen AAA-Geldmarktfonds mit 71 Prozent vorn, gefolgt von Spezialfonds (11 Prozent) und kurzfristigen Rentenfonds (9 Prozent), Enhanced Yield Fonds (6 Prozent) und Total Return Fonds (1 Prozent). Der Anteil der Geldmarktfonds fiel im Vergleich zum Vorjahr um 9 Prozentpunkte, dies liegt darin begründet, dass der Anteil der Befragten aus Großbritannien, wo Geldmarktfonds traditionell eine größere Rolle spielen, von 49 auf 23 Prozent zurückging.

Für zukünftige Investments gibt es große Unterschiede, ob man die Ergebnisse vor oder ab September beurteilt. Vorher konnten neben Geldmarktfonds, bei denen 55 Prozent der Befragten den zukünftigen Gebrauch in Erwägung ziehen, insbesondere Enhanced Yield Fonds punkten (45 Prozent zeigten Interesse), gefolgt von kurzfristigen Rentenfonds (29 Prozent Interessenten). Ab September stieg dann das Interesse an AAA-Geldmarktfonds weiter leicht an (von 55 auf 57 Prozent), ebenso werden Spezialfonds stärker in Erwägung gezogen (Anstieg im Interesse von 19 auf 31 Prozent). Enhanced Yield Fonds und Total Return-Strategien gingen dagegen stark im Interesse zurück – von 45 auf 26 Prozent bei Enhanced Yield und von 23 auf 11 Prozent bei Total Return.

Rendite als wichtigstes Auswahlkriterium
Bei der Auswahl ihrer AAA-Geldmarktfonds ist für 33 Prozent der Corporate Treasurer die Rendite der entscheidende Faktor. Im Vorjahr waren es noch 28 Prozent. Während bei der letzten Befragung die Reputation und die Marke des Emittenten wichtigstes Kriterium waren, fiel dieses aktuell um 12 Punkte auf 23 Prozent und somit auf den dritten Rang zurück. Die Beziehung zur Bank stieg dagegen um 2 Punkte auf 28 Prozent und ist nun zweitwichtigster Entscheidungsfaktor. Lorenz erläutert: "Diese Trendwende hin zu einer stärkeren Renditeorientierung ist ebenfalls darin begründet, dass aktuell weniger Befragte aus Großbritannien beteiligt waren. In Großbritannien handeln die Corporate Treasurer bereits sicherheitsorientierter. In Kontinentaleuropa stand bisher eher die Rendite im Vordergrund. Es aber zu beobachten, dass Sicherheit und Liquidität in den letzten Monaten stärker ins Blickfeld geraten sind."

Laut der Studie fordert ein Großteil der Befragten bereits hohe Ratings für ihre Bareinlagen. Investmentfonds sollten für 37 Prozent der Investoren ein AAA-Rating besitzen. Der Anteil derjenigen, die bereit sind, in nicht geratete Fonds zu investieren, ist von 15 Prozent 2006 auf aktuell 8 Prozent gesunken. Für Bankeinlagen verlangen nach wie vor 11 Prozent ein AAA Rating, was in Anbetracht der immer geringeren Anzahl von AAA gerateten Banken bemerkenswert ist. Nur noch 3 Prozent der Corporate Treasurer sind bereit, Cash-Investments mit einem Rating von BBB oder schlechter vorzunehmen.

Auf die Frage, welche zusätzlichen Risiken in Kauf genommen würden, um die Rendite zu steigern, wählten 39 Prozent der Befragten das Durationsrisiko, während 28 Prozent Kreditrisiken eingehen würden. Wechselkursrisiken würden dagegen nur 10 Prozent der Befragten erhöhen wollen. Bei Betrachtung der Ergebnisse vor und ab September zeigt sich, dass die Corporate Treasurer das Kreditrisiko ab September kritischer betrachten.

Während bei der Befragung 2006 noch die meisten Corporate Treasurer das Währungsmanagement outsourcen wollten, steht nun Cash Pooling auf dem ersten Rang der Dienstleistungen, die extern abgefragt werden (67 Prozent; plus 20 Punkte). Auch Cash Sweeping wird stärker extern vergeben (57 Prozent). Das Währungsmanagement liegt mit 50 Prozent noch auf Rang 3.

Weitere Entwicklung im Corporate Treasury
Neben dem aktuell sehr hohen Sicherheitsbedürfnis äußerten sich die befragten Treasurer auch Bedenken, ihre Cash Flow-Prognosen einzuhalten, was bereits in den vergangenen Jahren ein Thema war. Auch Fusionen & Übernahmeaktivitäten, die ihr Unternehmen betreffen könnten, beschäftigen die Corporate Treasurer, ebenso wie Änderungen im regulatorischen Umfeld und das Risikomanagement.

Die gerade eingeführte "Single European Payment Area" SEPA lässt wie im Vorjahr auf einen positiven Einfluss in Form von höherer Effizienz und Kosteneinsparungen hoffen. Von ihren Dienstleistern erhoffen sich die Cash-Manager in Zukunft vor allem besseren Service und Lösungen, beispielsweise die Ausgestaltung besonders später Handelszeiten.



Frau Annabelle Unger
PR & Marketing Managerin
Tel.: (069) 71 24-22 75
Fax: (069) 71 24 21 17
E-Mail: annabelle.x.unger@jpmorgan.com

JP Morgan Asset Management Europe S.a.r.l.
Frankfurt Branch
Junghofstr. 14
60311 Frankfurt
www.jpmam.de

JPMorgan Asset Management – Global Cash Management Survey 2007

Der "JPMorgan Asset Management – Global Cash Management Survey" wurde von Juli bis November 2007 durchgeführt. Diese globale Befragung von Coroprate Treasurern fand bereits zum neunten Mal in Zusammenarbeit mit der "Association of Corporate Treasurer" (ACT) und den "European Associations of Corporate Treasurer" (EACT) statt. Ziel der Studie ist, Einblicke in die Trends und Entwicklungen zu erhalten, die das Liquiditätsmanagement aktuell prägen. Der Begriff des Cash- oder Liquiditätsmanagements umfasst dabei alle Maßnahmen zur kurzfristigen Finanzdisposition eines Unternehmens. Die Studie untersucht in diesem Zusammenhang die Bankbeziehungen und Treasury-Funktionen der Studienteilnehmer, in welche Instrumente sowie nach welchen Kriterien diese Unternehmen überschüssige Barmittel investieren und fragt nach der Zukunft des Cash Managements. Die Marktteilnehmer können aufgrund der Studienergebnissen ihre Marktposition und ihre Prozesse reflektieren. Die befragten Treasurer sind in Unternehmen der verschiedensten Branchen weltweit tätig und repräsentieren Organisationen aller Größenordnungen.

Mit 339 Befragten stieg die Anzahl der Teilnehmer im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 50 Prozent (2006: 206 Teilnehmer). Die Befragten haben 290 Fragebögen elektronisch (online) ausgefüllt, die übrigen Fragebögen wurden schriftlich ausgefüllt und per Fax/Post zurückgeschickt. Zudem wurden im November Telefoninterviews durchgeführt, um Trends im Antwortverhalten vor und seit September 2007 zu bestätigen.

Die regionale Verteilung der Studienteilnehmer ist 2007 noch breiter gestreut als in den Vorjahren. Die Corporate Treasurer aus Großbritannien haben zwar immer noch den größten Anteil, dieser sank jedoch von 49 Prozent in 2006 auf aktuell 23 Prozent. Es folgen die Befragten aus den USA (18 Prozent), aus Deutschland (14 Prozent), Tschechien (7 Prozent), Belgien (6 Prozent), der Schweiz und Italien (je 5 Prozent), Luxemburg (3 Prozent) und den Niederlanden sowie Frankreich (je 2 Prozent). Außerdem wurden Corporate Treasurer aus Singapur, China, Irland und Ungarn befragt.

Wie schon in den Vorjahren gehört ein Großteil der Befragten zu den Big- und Megacaps. 86 Prozent der teilnehmenden Unternehmen haben eine Marktkapitalisierung von mehr als 500 Millionen US-Dollar, während die Hälfte sogar die 5 Milliarden-Marke übertrifft. Der Anteil kleinerer Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von weniger als 500 Millionen US Dollar ist von 21 auf 14 Prozent zurückgegangen.

Die Studie ist in englischer Sprache online verfügbar unter: http://www.jpmgloballiquidity.com/gle/pdfs/other/SURVEY-2007.pdf

Zum Unternehmen

Als Teil des globalen Finanzdienstleistungskonzerns JPMorgan Chase & Co. bietet JPMorgan Asset Management seinen Kunden erstklassige Investmentlösungen. Das Unternehmen gehört zu den weltweit führenden Investmentgesellschaften und verwaltet in den Asset Management Fonds von JPMorgan Chase & Co. per 31. Dezember 2007 Kundengelder von 1,2 Billionen US-Dollar. Mit 40 Niederlassungen weltweit verbindet JPMorgan Asset Management ein globales Angebot und eine breite Expertise in allen relevanten Assetklassen mit einer starken lokalen Präsenz. In Deutschland ist JPMorgan Asset Management seit über 18 Jahren präsent und mit mehr als 25 Milliarden US-Dollar verwaltetem Vermögen eine der größten ausländischen Fondsgesellschaften.

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