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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 15.06.2011
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KVpro.de: Ratings – Kleiner Unterschied, große Wirkung ...

In Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren eine mehr oder weniger zweifelhafte Rating-Kultur für Versicherungstarife durchgesetzt. Kaum ein Versicherer, der für seine Tarifangebote nicht ein solches Gütesiegel aus dem Hut ziehen kann. Doch wie viel so ein Rating tatsächlich wert ist, kann ein Laie oft nicht erkennen. Die Vielzahl der unterschiedlichen Ratings, die häufig zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen, sorgt bei vielen Verbrauchern sogar für Verwirrung.

„Bei vielen Ratings ist für den Laien gar nicht klar, was bewertet wurde“, warnt Gerd Güssler, Geschäftsführer von KVpro.de, einem der renommiertesten Informationsdienstleister rund um den deutschen Krankenversicherungsmarkt „Oft geht es um die Bewertung einzelner Produkte, also zum Beispiel um einen Versicherungstarif. Bei anderen Ratings wird dagegen die finanzielle Stabilität des Versicherungsunternehmens bewertet.“ Güssler weiter: „Natürlich können Bewertungen durch renommierte und tatsächlich unabhängige Adressen, wie zum Beispiel der Stiftung Warentest, helfen, sich im Dschungel der Tarifangebote besser zu orientieren.“ Doch beim eigentlichen Vertragsabschluss, das zeigt die Praxis, kommt der Verbraucher nicht darum, die konkreten Vertragsbedingungen eines Tarifs zu prüfen und zu vergleichen. „Dabei“ so der Versicherungsspezialist, „gibt es eine einfache Faustformel, wenn man die Konditionen und Leistungsversprechen eines Versicherungstarifs abklopfen kann. Man sollte sich immer fragen: Von was, Wie viel“.

Was damit gemeint ist, macht folgendes Beispiel deutlich:

Versicherer 1 bietet einen privaten Krankenversicherungstarif A, der im Rahmen eines Versicherungsratings die Note 2,5 erhalten hat. Der Tarif beinhaltet das Leistungsversprechen der Versicherung, Kosten für Zahnersatz, in Höhe von 80 Prozent des Rechnungsbetrages zu erstatten. Der Jahresbeitrag hierfür beträgt 1050 Euro.

Versicherer 2 bietet einen privaten Krankenversicherungstarif B, der im Rahmen des gleichen Versicherungsratings mit der Note 2,2 – also besser - bewertet wurde. Der Tarif ist außerdem preisgünstiger als Tarif A. Als Jahresbeitrag fallen lediglich 500 Euro an. Versicherer 2 verspricht Kosten für Zahnersatz in Höhe von 80 Prozent der erstattungsfähigen Rechnungsbeträge zu übernehmen.

Der Leistungsfall zeigt die Unterschiede

Für einen Laien klingt das zunächst ähnlich und vor allem völlig unverdächtig. Doch beide Tarife, dass zeigt ein Fall aus der Praxis können kaum unterschiedlicher sein.

Ein Zahnarzt schreibt eine Rechnung für Zahnersatz über 2370 Euro. Versicherer 1, der seinen Tarif A anbietet, erstattet nach Abzug der Leistungen, die die gesetzliche Krankenkasse (GKV) zahlt, 80 Prozent des Rechnungsbetrages. Unter dem Strich erhält der Versicherte so 1896 Euro. Sein Eigenanteil beträgt 474 Euro.

Ein Versicherter, der für seine private Krankenversicherung Tarif B des Versicherers 2 gewählt hat, bekäme im gleichen Fall von den erstattungsfähigen Kosten (Material- und Laborkosten nach Festpreisverzeichnis) und nach Abzug des Festkostenzuschusses der GKV in Höhe von 718,19 Euro genau 81,81 Euro erstattet. Denn erstattungsfähig sind 1000 Euro. Die 718,19 Euro und die 81,81 Euro machen zusammen genau 800 Euro. Das sind exakt 80 Prozent der erstattungsfähigen Kosten oder 34 Prozent vom Rechnungsbetrag. Der Patient würde also bei Versicherer 2 und bei Tarif B 1570 Euro aus der eigenen Tasche zahlen.

Das Beispiel zeigt: Hinsehen und Nachfragen kann sich lohnen. Entscheidend bei der Beurteilung eines Tarif-Ratings sollte stets sein die Frage sein „Von Was wie Viel“!



Herr Gerd Güssler

Tel.: 0761/120 410 – 50
Fax: 0761/120 410 – 99
E-Mail: GF@KVpro.de

KVpro.de GmbH
Wentzinger Straße 23
79106 Freiburg
http://www.kvpro.de

Über KVpro.de

KVpro.de ist einer der renommiertesten Informationsdienstleister rund um den deutschen Krankenversicherungsmarkt. Als neutrales Analysehaus sammelt und analysiert KVpro.de seit 2001 die Tarif- und Versicherungsbedingungen privater und gesetzlicher Krankenversicherer und stellt diese Informationen verschiedenen Anwendern zur Verfügung. Hauptzielgruppe sind Makler und Vertriebsgesellschaften, die das softwarebasierte Informationssystem für Tarif- und Leistungsvergleiche in der Kundenberatung und dem Vertrieb einsetzen. Darüber hinaus nutzen private Versicherungsunternehmen den Datenpool für interne Auswertungen, etwa Wettbewerbsvergleiche und Produktanalysen. Ein weiteres „Kundensegment“ bilden Verbraucher und Medien, die an den Ergebnissen der Leistungsvergleiche interessiert sind bzw. darüber berichten.

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