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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 15.11.2007
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KfW-Mittelstandspanel 2007:

- Kleine und mittlere Unternehmen im Konjunkturhoch - Defizite bei Innovationen

Der Konjunkturaufschwung des Jahres 2006 hat den Mittelstand in seiner gesamten Breite, also auch die kleinen, binnenmarktorientierten Unternehmen, erfasst: Das Investitionsvolumen kleiner und mittlerer Unternehmen in Deutschland ist gegenüber 2005 um 11 Mrd. EUR auf 193 Mrd. EUR angewachsen. Für das Jahr 2007 ist ein weiteres Plus zu erwarten. Zu diesem positiven Ergebnis kommt das KfW- Mittelstandspanel 2007. Defizite ermittelte die repräsentative Befragung allerdings hinsichtlich der Innovationstätigkeit im Mittelstand, dem diesjährigen Schwerpunktthema des Panels. Zwar wuchs der Anteil der Unternehmen, die erfolgreich Produkt- oder Prozessinnovationen eingeführt haben, im Jahr 2006 auf 43% an (2002: 38 %), allerdings ist das Plus in erster Linie auf vermehrte Imitationen zurückzuführen. Sowohl der Prozentsatz originärer Innovatoren (d.h. Unternehmen, die echte Marktneuheiten hervorbringen) als auch der Anteil der Mittelständler, die kontinuierlich forschen und entwickeln, stagniert. Über die Jahre leicht rückläufig ist der Anteil der jungen Unternehmen, die mit hoher Intensität Forschung und Entwicklung (FuE) betreiben. Er lag im vergangenen Jahr bei 12% (2004: 13%).

Ingrid Matthäus-Maier, Sprecherin des Vorstands der KfW Bankengruppe, zeigte sich erfreut über die hohe und weiter anhaltende Investitionsbereitschaft des Mittelstands. Den Trend zu geringeren Innovationsaktivitäten vor allem junger Unternehmen hingegen bewertete sie als besorgniserregend. "Deutschland braucht mehr junge, innovative und forschende Unternehmen, die originäre Neuerungen in den Markt einführen. Denn ihre Innovationskraft ist die entscheidende Triebfeder für die langfristige Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit, für nachhaltiges Wachstum und für zukunftssichere Arbeitsplätze." Auslöser der Schwäche junger Unternehmen bei FuE-intensiven Aktivitäten sind die nach wie vor hohen Hemmnisse bei der Finanzierung risikoreicher Forschungsvorhaben: Laut KfW- Mittelstandspanel erhält im Rahmen von Kreditverhandlungen fast die Hälfte der kontinuierlich forschenden Mittelständler kein Kreditangebot von der Bank.

Matthäus-Maier sieht hier sowohl die Unternehmen selbst als auch Financiers und Wirtschaftspolitik gefordert, aktiv zu werden. "Innovative Mittelständler müssen noch offener sein für alternative Finanzierungsformen. Gleichzeitig sollte jedoch die öffentliche Hand weiter zur Stärkung der Innovationsbeteiligung beitragen. Hierbei ist eine Förderpolitik des langen Atems gerade im Bereich der technologieorientierten Gründungen notwendig, damit langfristig ausreichend neues Innovationspotenzial nachwächst." Ebenfalls vonnöten sei es darüber hinaus, das Bildungspotenzial besser auszuschöpfen und an Schulen und Universitäten mehr talentierte und qualifizierte junge Menschen auszubilden, die die Innovationen der Zukunft entwickeln könnten.

Ergebnisse des KfW-Mittelstandspanels 2007 im Überblick: Der Anstieg des mittelständischen Investitionsvolumens im Jahr 2006 auf 193 Mrd. EUR stellt den ersten Anstieg seit Ermittlung dieser Größe im KfW-Mittelstandspanel dar (Erhebungen liegen
seit 2002 vor).

134 Mrd. EUR flossen in Investitionen in neue Anlagen und Bauten und damit 6 Mrd. EUR mehr als 2005. Dies entspricht 52 % der gesamten Unternehmensinvestitionen.

2006 investierten 52% aller mittelständischen Unternehmen (2005: 40%). Auch die Kleinstunternehmen mit weniger als 5 Beschäftigten konnten ihre Investorenquote von 34% auf 47% steigern.



Frau Christine Volk
Tel.: 069/74 31-38 67
E-Mail: christine.volk@kfw.de

KfW Bankengruppe
Palmengartenstr. 5-9
60325 Frankfurt/M.
www.kfw.de

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