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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 17.08.2006
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Klarer Vertrauensbeweis von über 4.300 Bürgern: 94 Prozent schwören auf ihren Haus- oder Facharzt

„Die Patienten-Arzt-Beziehung ist fest und von tiefem Vertrauen geprägt. Die Deutschen verlassen sich auf die niedergelassenen Haus- und Fachärzte. Die ambulante Versorgung in Deutschland ist erheblich besser, als immer wieder behauptet wird.” So lautet das Fazit von Dr. Andreas Köhler und Ulrich Weigeldt, den Vorständen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Im Auftrag der KBV hatte die Forschungsgruppe Wahlen (FGW) im Zeitraum 22. Mai bis 8. Juni eine telefonische Versichertenbefragung bei insgesamt 4.315 Bürgern im Alter zwischen 18 bis 79 Jahren durchgeführt. Die Ergebnisse stellte heute in Berlin Matthias Jung vor, geschäftsführender Gesellschafter der FGW. Der Umfrage zufolge beschreiben 94 Prozent der Befragten das Vertrauensverhältnis zum Arzt in der Praxis, die sie am häufigsten aufgesucht haben, als gut (44 Prozent) oder sehr gut (50 Prozent).

Positiv fällt republikweit auch die Bewertung der medizinischen Versorgung durch den Hausarzt aus. 90 Prozent aller Bürger, die in den vergangenen zwölf Monaten ihren Hausarzt aufgesucht haben, attestieren ihm sehr gute (36 Prozent) oder gute (55 Prozent) medizinische Leistungen.

85 Prozent der Befragten hatten in den vergangenen zwölf Monaten keinerlei Probleme, einen Termin beim Arzt zu bekommen; 46 Prozent erhielten ihn sogar sofort. Nur drei Prozent mussten sich länger als drei Wochen gedulden. In der Praxis selbst kamen 70 Prozent innerhalb von 30 Minuten an die Reihe, neun Prozent sogar sofort.

Bei den Servicewünschen steht der Arzttermin am Vormittag an der Spitze (59 Prozent). Insgesamt 17 Prozent bevorzugen den Nachmittag, weitere 17 Prozent den Abend. 47 Prozent würden es begrüßen, wenn es vermehrt Samstags-Sprechstunden geben könnte. Diese schätzen sie als sehr wichtig (14 Prozent) oder wichtig (32 Prozent) ein.

16 Prozent derer, die in den vergangenen zwölf Monaten eine Praxis aufsuchten, haben von sich aus den Arzt nach einer individuellen Gesundheitsleistung (IGeL-Leistung), also nach einer Behandlung außerhalb des Leistungsspektrums der gesetzlichen Krankenkassen, gefragt. 19 Prozent hat der Arzt eine IGeL-Leistung angeboten. 84 Prozent geben an, dass sich das Arzt-Patienten-Verhältnis durch die Offerte nicht geändert habe, vier Prozent berichten sogar von einer Verbesserung. „Die Umfrage zeigt: Es gehört ins Reich der Märchen, dass Extra-Angebote das Arzt-Patienten-Verhältnis verschlechtern”, erklärte dazu Ulrich Weigeldt, Vorstand der KBV.

Von der Institution Kassenärztliche Vereinigung (KVen) haben 73 Prozent der Befragten schon etwas gehört. Demnach bildet die Beschaffung von Informationen mit 42 Prozent den häufigsten Grund, mit einer KV Kontakt aufzunehmen.

„Wir werden die Details der Umfrage genau analysieren, auch die weniger angenehmen. Wenn knapp 30 Prozent der Patienten länger als eine halbe Stunde in der Praxis warten, wenn 15 Prozent über eine Beschwerde nachdachten und wenn elf Prozent aus Unzufriedenheit in den vergangenen zwölf Monaten den Arzt gewechselt haben, dann sehen wir Handlungsbedarf”, so Weigeldt.

„Vor der nächsten Reform sollte erst einmal klar werden, was im deutschen Gesundheitswesen überhaupt im Argen liegt und zu ändern ist. Wir haben mit der Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen einen Beitrag dazu geleistet, die Bedürfnisse der Patienten zu eruieren und Stärken und Schwächen des Systems aufzudecken. Im Herbst wollen wir die Vertragsärzte und -psychotherapeuten befragen. Beide Umfragen werden wir zur Richtschnur unseres Handelns machen. Wir stellen sie auch gerne der Politik zur Verfügung”, sagte Köhler.



Pressesprecher
Herr Dr. Roland Stahl
Tel.: (0 30) 40 05 - 22 01
Fax: (0 30) 40 05 - 22 90
E-Mail: RStahl@kbv.de

Kassenärztliche Bundesvereinigung
Herbert-Lewin-Platz 2
10623 Berlin
Deutschland
www.kbv.de

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